CDU und FDP setzen höhere Bezüge für Aufsichtsräte durch

Menden..  Die Aufsichtsräte der MVG sollen künftig höhere Bezüge erhalten: der Vorsitzende 300 statt bisher 250 Euro im Monat, die Mitglieder 150 statt 125. Zudem soll es – neu – einen stellvertretenden Vorsitzenden geben. Das beschloss der Stadtrat am Dienstag mit den Stimmen von CDU und FDP. Die Stadt Menden zählt, wie anderen MK-Kommunen auch, zu den Gesellschaftern des heimischen Nahverkehrsunternehmens und muss deshalb an solchen Entscheidungen beteiligt werden. In diesem Fall soll ein „Umlaufbeschluss“ durch alle beteiligten Räte gefasst werden.

Trotz der verhältnismäßig geringfügigen Beträge hagelte es im Mendener Stadtrat Kritik an der MVG. Als erster stellte Peter Köhler (Die Grünen) fest: „Das wäre alles kein Problem, gäbe es von Seiten der MVG dazu nicht bloß dieses eine Blatt“, hielt Köhler die dürre Begründung hoch, die allen Fraktionen zu der Frage zugegangen war. Denn darin stand lediglich, dass der Gesellschafter Märkischer Kreis um die Anpassung bitte, „da die seit vielen Jahren bestehende Vergütungsstruktur dem Aufgabenumfang und der Aufgabenkomplexität nicht mehr gerecht wird“.

Dazu hätte Köhler nach eigenen Worten einiges mehr an Erläuterungen erwartet. Thomas Thiesmann (Die Linke) hieb in dieselbe Kerbe: „Was wurde geleistet? Wo ist etwa eine zusätzliche zeitliche Belastung?“

So gab es keine einstimmige Entscheidung: Die Grünen, Die Linke sowie Fabian Homberg, unabhängiger Ratsherr für die UWG, stimmten gegen die Erhöhung, die SPD-Fraktion enthielt sich ebenso wie Eugen Heinrich, unabhängiger Ratsherr für die USF.