CDU schickt Wächter ins Rennen

Gratulationen für Martin Wächter. Er ist CDU-Bürgermeister-Kandidat.
Gratulationen für Martin Wächter. Er ist CDU-Bürgermeister-Kandidat.
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Was wir bereits wissen
Martin Wächter ist Bürgermeister-Kandidat der CDU. Am Mittwoch um 20.08 Uhr verkündete Stadtverbandschef Sebastian Schmidt der Mitgliederversammlung auf der Wilhelmshöhe, dass Wächter mit 72 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einem Nein gekürt wurde.

Menden..  Martin Wächter ist Bürgermeister-Kandidat der CDU. Am Mittwoch um 20.08 Uhr verkündete Stadtverbandschef Sebastian Schmidt der Mitgliederversammlung auf der Wilhelmshöhe, dass Wächter mit 72 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einem Nein gekürt wurde: „Das ist ein tolles, überzeugendes Ergebnis!“

Zuvor hatte Wächter als einziger Kandidat eine unaufgeregte, aber pointierte und mehrfach von starkem Beifall unterbrochene Rede gehalten, in der er auch Bürgermeister Volker Fleige (SPD) anging, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Doch war klar, wen er meinte, als Wächter sagte: „Ich werde ein Bürgermeister sein, der allen Menschen mit Anstand und Respekt gegenübertritt. Menschen sollten Menschen nicht verletzen, und ein Bürgermeister schon gar nicht.“ Er werde politische Funktionsträger würdevoll behandeln – „Politik ist auch ohne Diffamierungen und Beleidigungen möglich.“

Zudem seien ihm alle Menschen gleichermaßen wichtig, ob Selbsthilfegruppe oder Unternehmervereinigung. Er werde für alle Bürger ein offenes Ohr haben und im Amt auch für starke Stadtteile eintreten. Die Beschäftigten der Verwaltung sehe er als Leistungsträger für Menden. Auch als Verwaltungschef im Rathaus werde er Vorschläge anderer annehmen, „denn ich bin nicht allwissend und dankbar für kooperative Zusammenarbeit“.

Als Mann aus der Wirtschaft bringe er zugleich Erfahrungen aus Ehrenämtern mit, als „Vereinsmensch“ wie aus der Politik. Hier sei er Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender – und war zuvor Fraktionsgeschäftsführer und zehn Jahre stellvertretender Bürgermeister.

SPD-Attacke als Steilvorlage

Menden werde mit dem Gewerbegebiet Hämmer-Süd, einer attraktiven Innenstadt und starken Ortsteilen eine gute Zukunft haben, erklärte Wächter weiter. Es gelte die Schwerpunkte aber so zu setzen, „dass die richtige Infrastruktur erhalten bleibt“. Dabei kämen auch schwierige Entscheidungen auf die Politik zu, aktuell in der Sportplatzfrage oder bei der Feuerwehr. Hier rief er die Partei auf, auch zuvor strittige Positionen nach außen geschlossen zu vertreten. Wächter bat um Unterstützung im Wahlkampf und warnte davor, als 46-Prozent-Partei das Rennen um den Chefsessel im Rathaus bereits als gewonnen zu betrachten.

Die jüngste Attacke der SPD nahm der Kandidat als Steilvorlage: „Für die bin ich nichts außer nett. Offenbar erscheint der SPD die Eigenschaft, nett zu sein, an sich bemerkenswert. Oder es liegt daran, dass sie selbst keinen netten Bürgermeister hat. Wenn ich nach all den Jahren in Politik und Wirtschaft ein netter Mensch geblieben bin, dann bin ich stolz darauf!“