CDU: „Nicht gegen Vereine stimmen!“

Fröndenberg..  „Für die Zukunft des Sports in Fröndenberg wäre es absolut unklug, über die Köpfe der Vereine hinweg zu entscheiden“, warnt Sibylle Weber (CDU). Der Sportausschuss (ASF) wird kommende Woche über die Frage abstimmen, ob das der Politik vorliegende Sportentwicklungskonzept 1:1 umgesetzt werden soll.

Die Stadtverwaltung hat dazu eine Vorlage erstellt. Diese sieht vor, dass es für den SV Frömern, den SV Bausenhagen und den SC Fröndenberg-Hohenheide ab etwa 2020 nur noch eine Sportanlage gibt. So heißt es in dem Papier:
Fusion des bzw. gemeinsames Trainingszentrum vom SV Bausenhagen, SC Fröndenberg-Hohenheide und SV Frömern.
Bau eines Fußballzentrums mit perspektivisch zwei Kunstrasenplätzen auf der grünen Wiese.
Mit Blick auf die zu erwartende Restnutzungsdauer des Kunstrasenplatzes in Frömern bis ca. 2020 sollte der Start der Nutzung der neuen Anlage (ggf. Beginn mit nur einem Platz) zwischen 2017 und 2019 erfolgen.
Mittelfristige Aufgabe der aktuellen Standorte.

Preisgabe der Identität

Die Fröndenberger Christdemokraten können sich mit dieser Lösung aktuell nicht anfreunden. Dazu Weber: „Wir haben derzeit nicht den Eindruck, dass diese Marschrichtung von den Sportvereinen mitgetragen wird. Aufgabe der bisherigen Standorte bedeutet gleichzeitig ein Stück weit die Preisgabe der Identität. Wir befürchten, dass Zusammenhalt und Motivation der Sportler und damit die Sportlandschaft insgesamt massiv leiden werden.“ Dies könne nicht das Ziel des Konzepts sein.

Einer Beschlussfassung im Sportausschuss müsse daher eine umsichtige und intensive Diskussion vorausgehen. Oliver Funke (CDU), Vorsitzender des ASF, hofft im Vorfeld auf klare Statements der Vereine: „Nur so kann die Politik am 27. Mai eine fundierte Entscheidung treffen.“