Bundespräsident Gauck gratuliert zum 100. Geburtstag

Geburtstagskind Ottilie Wietbüscher vollendet ihr 100. Lebensjahr. Ihr gratulieren (von links)Ursula Wietbüscher, Meinolf Wietbüscher, der 1. stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weber und Michael Wietbüscher.Foto:Alexander Bonsendorf
Geburtstagskind Ottilie Wietbüscher vollendet ihr 100. Lebensjahr. Ihr gratulieren (von links)Ursula Wietbüscher, Meinolf Wietbüscher, der 1. stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weber und Michael Wietbüscher.Foto:Alexander Bonsendorf
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Menden..  Im Altenheim St. Vincenz feierte Ottilie Wietbüscher am Sonntag ihren 100. Geburtstag. Ihre Söhne Michael und Meinolf mit Schwiegertochter Ursula waren gekommen, um mit ihr und anderen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Pflegepersonal diesen besonderen Ehrentag zu begehen.

Rudolf Weber war als Stellvertreter von Bürgermeister Fleige gekommen und überreichte eine Glückwunsch-Urkunde und einen Geschenkgutschein der Stadt Menden. Sogar ein persönlich von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnetes Schreiben war angekommen, das Rudolf Weber vorlas: „Nur wenigen Menschen ist es vergönnt, auf ein volles Jahrhundert Rückschau halten zu können. Da ist es richtig, den Blick auf Gelungenes im eigenen Leben zu lenken.“ Auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft schrieb: „Ihre Schaffenskraft und Erfahrungen haben unser schönes Bundesland zu dem gemacht, was es heute ist, ein lebens- und liebenswertes Land.“ Landrat Thomas Gemke übermittelte ebenfalls schriftlich seine Glückwünsche.

Geboren in Allendorf

Ottilie Wietbüscher wurde am 5. Juli 1915 in Allendorf geboren. Ihr Vater Johannes war dort Bürgermeister, und die Familie lebte von einem Lebensmittelgeschäft mit Landwirtschaft. Mit 21 Jahren wurde Ottilie Geschäftsführerin eines Textilwarengeschäftes im Nachbarort Sundern. Dies führte sie bis zu ihrer Heirat mit Wilhelm Wietbüscher im Jahr 1939, der Lehrer an einer Schule in Sundern war. Nachdem das Ehepaar nach Hövel umgezogen war, brachte sie vier Söhne zur Welt.

Ihr Ehemann verstarb 1984. Nach einem häuslichen Unfall wurde das Altenheim St. Vincenz im Jahr 2010 ihr neues Zuhause. „Ich werde hier prima umsorgt und fühle mich sehr wohl“, so Ottilie Wietbüscher. Sie nimmt noch sehr aufmerksam am Leben teil, liest jeden Tag die WP und lässt sich sogar den Regionalteil aus Sundern schicken.

Ihr Rezept für ein langes Leben ist: „Lange arbeiten, kein Alkohol und keine Zigaretten und ein möglichst stressfreies Leben!“