Bürgernähe nur sonntags

Ohne die Ehrenamtlichen von DRK und Maltesern hätten die mehr als 100 Mitsucher, die eine schwer geprüfte Familie eines Vermissten aus der Ungewissheit erlösen wollten, weder Logistik noch Eigensicherung gehabt. Für ihre unbürokratische Hilfe gebührt beiden Verbände ein großes Lob.


Man kann sicher fragen, ob private Suchaktionen sinnvoll sind. Ob diejenigen, die sie in ihrer Verzweiflung auslösen, oder alle, die aus Mitgefühl mitgehen, genau wissen, was sie tun. Das zeigte die Frage nach dem Mitnehmen von Kindern, die indes unmissverständlich beantwortet wurde. Das zeigte auch die vielfach unzureichende Ausrüstung. Und einigen wurde erst klar, was sie erwarten könnte, als sie schon losgezogen waren.


Gerade deshalb ist die Frage am Platz, wo angesichts der öffentlich angekündigten Aktion die Behörden waren. Weder Polizei noch Ordnungsämter oder Stadtvertreter zeigten hier Bürgernähe. Die ist erst am 1. Februar wieder dran. In den Sonntagsreden zum Stadtempfang.