Bürgermeister Fleige erreichen Hass-Mails aus dem Netz

Menden..  Dass sich Bürgermeister Volker Fleige von Pegida-Sympathisanten auf Facebook trennte, bringt ihm hasserfüllte Mails mit wilden Beschimpfungen ein. Ein Schreiber will ihn wörtlich „an den Laternenpfahl aufhängen wo ihr hingehören tut“. Ein anderer schreibt, Deutschland habe sich „schon oft genug selbst gerettet“, und passiere das wieder, „werden Personen wie Sie sicher ihre vollauf gerechte Strafe erhalten“. Andere schreiben, Fleige sei „auf dem verfaulten Holzweg“ und erkenne nicht „die Zeichen des Völkermordes in Deutschland“. Daneben gibt es viele nicht druckreife Obszönitäten. Die Mail-Adresse des Mendener Bürgermeisters war auf einer Pegida-Internetseite unter dem Bericht unserer Zeitung veröffentlicht worden.

Angesichts der Äußerungen, die Fleige der Redaktion vorlegte, werde er auf das „Gesprächsangebot“ von AfD-Kreissprecher Sebastian Schulze nicht mehr reagieren, erklärte er. Zumal Schulze die Facebook-Aktion mit der Einladung zu einer öffentlichen Debatte „AfD versus SPD“ beantwortet habe – zu Themen wie „Euro-Wahnsinn“, „EU-Diktatur“, „Einwanderung braucht klare Regeln“ und „Freihandel“. Laut Fleige müsste Schulze ein Streitgespräch unter Parteien mit der SPD vereinbaren. Als Bürgermeister sei er dafür der falsche Ansprechpartner.