Bürger im Kreis sammeln zehn Kubikmeter Flaschenkorken

Kreis Unna..  Flaschenkorken aus Naturkork sind zu schade, um in der Restmülltonne und schließlich in der Müllverbrennungsanlage zu landen. Bei getrennter Sammlung lässt sich das Naturmaterial jedoch zu 100 Prozent wiederverwerten. Beispielsweise lassen sich die Korken zu einem Dämmstoff für den ökologischen Hausbau verarbeiten.

Bereits seit 1994 unterstützt die GWA-Abfallberatung die Aktion „Korken für Kork“, eine Recycling-Aktion der Werkstatt für Behinderte des Epilepsie-Zentrums in Kehl-Kork. Dabei hat sie im Laufe der Jahre ein großes Sammelnetz im Kreis Unna eingerichtet. In diesem Jahr wurden rund 1,1 Tonnen Korken gesammelt, das entspricht ca. 275 000 Stück. Im Rahmen dieser Aktion wurden im gesamten Kreisgebiet bisher insgesamt rund 62,4 Tonnen Korken gesammelt, das entspricht rund 15,7 Millionen Einzelkorken. Die Korken werden am GWA-Standort in Kamen-Heeren-Werve zwischengelagert und dort durch eine Spedition als Beiladung, wenn freier Frachtraum vorhanden ist, abgeholt.

Die Abfallberatung bittet ausdrücklich darum, dass ausschließlich Flaschenkorken aus Naturkork gesammelt werden. Fremdstoffe wie Glas, Metallbügel bei Sektkorken oder Verschlüsse aus Kunststoff gehören nicht in die Sammlung.

Im Kreis Unna steht ein großes Netz von Kork-Sammelstellen zur Verfügung, welches von der GWA-Abfallberatung betreut wird, zum Beispiel:
Bergkamen: Wertstoffhof, TREFFPUNKT an der Lessingstraße
Bönen: Wertstoffhof, Bürgerbüro
Fröndenberg: Rathaus, Kompostwerk Fröndenberg-Ostbüren
Holzwickede: Wertstoffhof, Bürgerbüro
Kamen: Wertstoffhof in Kamen-Heeren-Werve, Wertstoffannahmestelle Hemsack (März bis November), Verbraucherzentrale und Gesamtschule
Schwerte: Wertstoffhof an der Schützenstraße, Paul-Gerhardt-Haus, Friedrich-Bährens-Gymnasium, Gesamtschule.