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BSV-Familie hat endgültig ein Zuhause

22.10.2012 | 13:00 Uhr
BSV-Familie hat endgültig ein Zuhause
Eröffnung - MBSV - Vereinsheim - HuckenohlFoto: Tobias SchadFoto: Tobias Schad

Menden. In Gelsenkirchen sind einige Straßen rund um die Arena nach den Idolen des FC Schalke 04 wie Ernst Kuzorra und Reinhard Libuda benannt. Seit gestern gibt es etwas Ähnliches im Huckenohl-Stadion: Ein Stück Weg vom Hauptplatz zum neuen Vereinsheim wurde zum Marlene-Leipertz-Weg.

Damit würdigte der BSV Menden im Rahmen der gestrigen Eröffnungsfeier für das neue Vereinsheim das Engagement seiner Frontfrau. „Sie hat mit ihrer Beharrlichkeit den Stadtrat davon überzeugt, dass nach dem Kunstrasenplatz ein neues Umkleidegebäude notwendig sei“, stellte ebenso der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weber die Mendenerin in seiner Laudatio heraus. Der Schwittener wies auch noch einmal darauf hin, dass das neue Heim in Zeiten leerer Stadtkassen keine Selbstverständlichkeit sei. 350 000 Euro gab es von der Stadt, 35 000 Euro steuerte der BSV Menden durch Eigenleistungen bei.

„Das ist aber gut investiertes Geld. Denn hier ist etwas für die ganze Familie entstanden“, freute sich auch Franz Josef Bomnüter, Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletikkreises Iserlohn, über das neue Haus der BSV-Familie. Und das stand ebenfalls im Mittelpunkt der Rede von Udo Schulze-Bramey, dem ersten Vorsitzenden des BSV Menden. „Die lange Zeit der Trennung ist endgültig überwunden. Vor fast 40 Jahren wurde der BSV Menden gegründet – jetzt hat die BSV-Familie endgültig ein Zuhause“, blickte der Funktionär voller Stolz auf das Erreichte. Jahrzehnte spielten Jugend und Senioren an zwei verschiedenen Plätzen in Menden, bevor im Jahr 2000 das Zusammenwachsen begann. 2008 erhielt der Nebenplatz einen Kunstrasen. Und auf den Tag genau vier Jahre später wurde gestern das neue Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben.

„Der BSV hat viel Arbeit geleistet“, so Udo Schulze Bramey. Der Verein bedankte sich besonders bei Marlene Leipertz, die neben dem eigenen Weg auch einen Reisegutschein überreicht bekam.

Ihre zwei größten Mitstreiter waren Franz Josef Stein und Hubert Roland. Beide erhielten einen Präsentkorb für ihren unermüdlichen Einsatz. Dieses ehrenamtliche Engagement hatte schließlich die Mendener Bank bewogen, sich beim Projekt einzubringen. „Hier wird das Ehrenamt wahrgenommen. Das wollen wir unterstützen. Menden ist liebens- und lebenswert“, begründete Thomas Pätzold vom heimischen Bankinstitut das Engagement. Die Bank wird den Vereinsraum „Team Treffpunkt“ in den nächsten Jahren sponsern. „Ich hoffe, dass jeder, der einmal beim BSV war, Positives von diesem Ort mitnimmt“, sagte Marlene Leipertz.

Bei allem Stolz an diesem Freudentag wurde es am Ende noch einmal sehr nachdenklich. „Wir hoffen alle, dass er in den nächsten Wochen und Monaten den Kampf um seine Gesundheit gewinnt“, dachten die Rot-Weißen auch an ihr Vereinsmitglied, das im Juli bei Arbeiten am Heim schwer verunglückte und seitdem im Krankenhaus liegt.

 

Von Burkhard Granseier


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