Breitband-Ausbau wird politisches Streit-Thema

Frömern..  Der geplante Breitbandausbau in Frömern wird zum Politikum. Nachdem die Stadtverwaltung angekündigt hatte, die bereits zugesagten 20 000 Euro Fördermittel nicht an das Unternehmen Muenet auszahlen zu wollen, schlägt die CDU eine Splittung der Fördermittel auf beide interessierten Anbieter vor.

Denkbar sei zum Beispiel eine Aufteilung je nach Zahl der in einem bestimmten Zeitraum abgeschlossenen Verträge, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sibylle Weber. „Nur, weil plötzlich zwei Anbieter auf dem Markt sind, darf dieses innovative Projekt nicht scheitern.“

Die Firma Annexe hatte jüngst ebenfalls Interesse bekundet, das Dorf mit Hochgeschwindigkeits-Internet auszurüsten, allerdings mit einem Richtfunk-Verfahren. Gleichzeitig sammelt eine Bürgerinitiative Verträge für Muenet ein. Das Unternehmen verlangt, dass sich mindestens 40 Prozent der Frömerner Haushalte vertraglich binden. Muenet setzt auf eine herkömmliche Glasfaser-Anbindung.

Verunsicherung

Ärgerlich, so die Christdemokraten, sei die Verunsicherung, die durch die häppchenweisen Informationen erzeugt werde. Fraktionsmitglied Oliver Funke betont, „dass der Breitbandausbau im Dorf ein richtungsweisender Schritt ist. Und dass es sich lohnt, dabei zu sein.“

Die Frömerner Bürgerinitiative für den Ausbau zeigt sich optimistisch, dass Muenet auch ohne den städtischen Zuschuss Kabel verlegen wird. Bürger Peter Quade sagt: „Die Firma Muenet hat uns deutliche Signale gegeben, dass der Ausbau kommt – sofern die 40 Prozent erreicht werden.“ Dennoch sorgen die jüngsten Aussagen der Stadt für einige Irritationen und Verwunderungen in Frömern. „Wir verstehen das nicht so richtig.“ sagt Quade. „Einige technische Dinge scheinen da nicht ganz richtig kommuniziert zu sein.“

Die Multiplikatoren-Gruppe richtet unterdessen noch zwei „Briefkästen für Kurzentschlossene“ ein. Wer noch bis zum Stichtag (Samstag, 31. Januar) Verträge mit Muenet unterschreiben will, kann die Unterlagen hier abgeben: Bei Heiner Sigmann - In der Twiete 5b sowie bei Tobias Becker - Brückenstraße 2 (altes Bahnhofsgebäude). „Wir stellen dann persönlich sicher, dass die noch fristgerecht bei Muenet eingehen“, verspricht Sigmann.