Brände in Heim und Fitnessstudio

Fröndenberg..  Zu zwei Bränden, die kurz nacheinander ausbrachen, musste die Feuerwehr Fröndenberg am Dienstagabend ausrücken. Den ersten Alarm löste gegen 17 Uhr die Meldeanlage auf dem Behinderten-WC im Schmallenbach Haus Hubertia an der Karl-Wildschütz-Straße aus. Hier brannte, wie vor wenigen Tagen, erneut ein Mülleimer. Um 18.44 Uhr, die Feuerwehr wartete am Altenheim nur noch auf das Eintreffen der Polizei, kam der nächste Alarm: Feuer im Edeka-Gebäude an der Alleestraße. Beim Eintreffen der Wehrleute, insgesamt waren 70 Kräfte im Einsatz, brannte eine Schaufenster-Werbepuppe im Eingang des Fitnessstudios. Der Treppenaufgang war stark verraucht, wie Fröndenbergs Feuerwehrchef Jörg Sommer berichtete. Die etwa 40 Besucher des Sporttreffs konnten das Studio über einen Notausgang im rückwärtigen Bereich verlassen. Sie warteten danach auf dem Edeka-Parkplatz auf den Ausgang der Löscharbeiten, viele noch in ihrem Sportdress.

Während drinnen die Löscharbeiten liefen, befragte die Feuerwehr die frierenden Sportler draußen danach, ob noch jemand vermisste würde, der sich im Gebäude befinden könnte. Endgültige Klarheit – und Erleichterung – brachte später ein Erkundungstrupp, der unter Atemschutz in das Studio ging und schließlich Entwarnung geben konnte. Weil der Edeka-Parkplatz als Einsatzraum gesperrt wurde, kam es rundherum zu massiven Verkehrsbehinderungen. Der Polizei war zunächst auch ein Brand bei Edeka gemeldet worden. Dort allerdings ließ die Wehr den Betrieb weiterlaufen, nachdem keinerlei Verrauchung im Laden festgestellt werden konnte.

Die Fröndenberger Wehr war in großer Besetzung sehr rasch vor Ort, weil das Altenheim nicht weit vom Edeka entfernt liegt. „Und wenn wir zu einem Altenheim gerufen werden, sind viele Personen gefährdet, entsprechend hoch ist der Aufwand“, erläuterte Sommer.

Im und am Haus Hubertia hatte es allerdings erst Anfang Mai zuletzt gebrannt. Als dringend tatverdächtig dafür gilt ein 16-jähriger Jugendlicher, der beide Taten eingestanden hatte.

Ob der junge Mann auch für die aktuellen Feuer, die mutmaßlich beide auf Brandstiftung zurückgehen, in Frage kommt, ist indes noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei nahm in beiden Fällen die Ermittlungen auf. Am späten Abend hieß es, man könne noch keine Ergebnisse präsentieren, die Ermittlungen dauerten an.

Für Jörg Sommer ist ohnehin vor allem eines wichtig: „Ich bin heilfroh, dass weder im Altenheim noch in dem Sportstudio irgendein Mensch zu Schaden gekommen ist.“ Eine erhöhte Alarmbereitschaft werde es vorläufig nicht geben. „Wir stehen ohnehin immer Gewehr bei Fuß.“