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Adolf-Kolping-Grundschule

Bettermann-Kritik zurückgewiesen

19.07.2012 | 13:00 Uhr
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
Bürgermeister Volker Fleige. WP-Foto: Birgit Kalle

Menden. Bürgermeister Volker Fleige hat Ulrich Bettermanns Vorwurf zurückgewiesen, die Stadtverwaltung habe bei der geplanten Schließung der Adolf-Kolping-Grundschule Hüingsen „fatale Fehler“ gemacht. Die Stadt passt sich laut Fleige nur den Veränderungen in der Schullandschaft an, so wie sich ein Unternehmer ebenfalls neuen Strukturen anpassen müsse. Das müsse er „einem erfolgreichen Unternehmer wie Ihnen, der mich in seinem Schreiben darauf hinweist, der größte Arbeitgeber der Stadt Menden zu sein, nicht erklären“, so der Verwaltungschef in einem offenen Antwortbrief gestern Morgen.

Fleige rechnet in seiner Stellungnahme vor, dass es in Menden vor drei Jahrzehnten 800 Geburten im Jahr gab, im vergangenen Jahr seien es aber nicht einmal 400 gewesen. Fleige: „Die Stadt Menden weist im Grundschulbereich für Menden einen Raumüberhang von 1/3 auf; allein Lendringsen und Hüingsen haben vier Grundschulen, benötigen jedoch maximal zwei. Es ehrt Sie, dass Sie den Stadtteil Hüingsen mit besonderem Wohlwollen betrachten. Diese Diskussionen werden jedoch in allen Stadtteilen in derselben Weise geführt“. Aufgabe von Rat und Verwaltung sei es, die Gesamtheit der Stadt Menden im Auge zu haben und weiterhin eine Schulgerechtigkeit zu garantieren, was Klassengrößen wie auch Schulausstattungen betrifft.

Fleige zieht in seiner Stellungnahme mehrfach den Vergleich zwischen der Stadt und einem Wirtschaftsunternehmen. Er erinnert Bettermann daran, dass der die Halle der Bösperder Schützen geschlossen habe, weil er die Interessen der Firma höher bewertet habe als die Erfordernisse des Stadtteils.

Ulrich Bettermann hatte am Dienstag die geplante Schließung der Hüingser Grundschule als „Skandal“ und „Unsinn“ bezeichnet und den Stadtrat aufgefordert, den Erhalt der Schule notfalls in einer Sondersitzung zu beschließen.

WP-Redaktion


Kommentare
21.07.2012
12:20
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von dorthueingsen | #10

[Entfernt von Moderation - Doppelpost]

20.07.2012
19:46
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von jegeschr | #9

Ist doch ganz einfach, kommen nicht 18 Anmeldungen/Schüler zusammen kann keine Klasse gebildet werden. Geschieht das ein paar Jahre hintereinander, wird die Schule dicht gemacht und die Kinder mit den Bus dahin gekarrte wo es noch Grund- oder Hauptschulen gibt.
Die Realschulen nehmen mittlerweile fast jedem, auch Hauptschüler, damit die Anzahl gehalten werden kann.
Um Secundar-Schulen zu gründen fehlen oft auch genügend Anmeldungszahlen auf dem Land.

Gymnasium nimmt nur die besten, die Anderen werden aussortiert.

Nur Dumm das auf dem Land die Schulen so weit aus einander sind und das die Kinder immer weitere Wege haben. Man muss acht geben, das es noch alle Bildungswege in dem Kreis oder Nachbarkreis gibt...
Einzigste Lösung wäre wenn es mehr Kinder oder Zuwandere geben würde.

20.07.2012
15:34
Fortsetzung 2
von HarryCane | #8

Also,
wie wäre es statt dessen mit eine ordentlichen (und sicher hitzigen) öffentlichen Diskussion, wo Herr Fleige und Herr Bettermann das ganze sachlich vortragen und argumentieren können?
Alle interessierten Bürger einladen und mal sehen, was dabei raus kommt.

Ich fände es als Mendener auch toll, wenn wir uns mit solchen Problemen nicht herumschlagen müssten, aber der städische Geldbeutel ist nunmal leer und das Schülerzahlen zurückgehen ist auch klar.
Alles andere muss an Hand von Zahlen, Daten und Fakten diskutiert werden.

Herr Bettermann kann sich ja gerne engagieren und mahnend eine Stimme erheben - aber ansonsten sollte er sich eher um sein Unternehmen kümmern, dass wiederum kommt dann den Mendenern auch zu gute.

20.07.2012
15:30
Fortsetzung
von HarryCane | #7

wie wir uns leisten können.
Dankt der Finanzwelt mit Bankern und Investoren und der immer schlechteren Einkommensverteilung dafür!

Das Engagement von Herrn Bettermann finde ich lobenswert, er ist für viele sicherlich ein Vorbild, was die Verbundenheit mit der Region angeht. So sollte es sein!!

Dass der Ulli Bettermann jetzt gleich wieder die Keule rausholt (und stets die Wichtigkeit des Unternehmens für Menden betont), finde ich aber alles andere als glücklich.
Ich hab den Eindruck, dass Bettermann vs. Kommunalpolitik bald sowas wie eine schlechte Talkshow im Fernsehen wird, die wohl keiner braucht.

Ganz besonders bedenklich finde ich aber, dass er seiner ganzen Belegschaft sinnbildlich Mistgabeln und Fackeln in die Hand gibt, auf dass sie gefälligst mit ihm vorne weg das Rathaus stürmen sollen. Tut mir leid, aber DAS stinkt zum Himmel.
Die Mitarbeiter+Betriebsrat sollten hier äußerste Vorsicht walten lassen.

20.07.2012
15:24
Lieber öffentliche Diskussion anstatt Abwahl-Verfahren
von HarryCane | #6

Liebe Mendener (auch Hüingsener *g),

das ist eine ganz schön schwierige Situation - und wir sollten versuchen das ohne große Emotionen erstmal nüchtern zu betrachten.

- Ich bin auch dafür, dass Grundschulen in einem möglichst nahen Umfeld wichtig sind, definitiv! Den Fakten muss man insgesamt natürlich trotzdem ins Auge sehen, wir haben einen demografischen Wandel, und der wird auch nicht aufzuhalten sein.
(langfristig gesehen wird es für uns alle sogar von Vorteil sein, dass wir weniger Menschen in Deutschland haben und versorgen müssen, daran habe ich keinen Zweifel, doch das ist ein anderes Thema)
Auf jeden Fall kann ich jede Familie verstehen, die jetzt dem Ulli Bettermann zur Seite springen. Im Zweifelsfall ist der Politiker eh der Stinkstiefel :-)

Aber im ernst: Schulschließungen finden überall in Deutschland statt - nicht nur in Menden. Das ist bitter, aber leider nicht anders möglich, da die BRD nunmal auch hoch verschuldet ist. Wir sollten also so viel Grundschule behalten,

19.07.2012
17:18
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von eineausmenden | #5

"Fleige zieht in seiner Stellungnahme mehrfach den Vergleich zwischen der Stadt und einem Wirtschaftsunternehmen. "
Herr Fleige, Sie sollten keine Vergleiche anstellen mit Sachen von denen Sie NULL Ahnung haben.
Jeder kleine Selbstständige hat mehr Ahnung von Unternehmen und Wirtschaft als Sie. Sie und Ihre Mitarbeiter sind nicht einmal in der Lage einen geordneten Haushalt mit belastbaren Zahlen für nur EIN Jahr vorzulegen.
Woher kommt den die ganze Misere mit den Schulschließungen? Es waren doch die FALSCHEN Zahlen aus Ihrem Haus die jetzt die Bürger aufregen. Backen Sie kleine Brötchen Herr Fleige und versuchen Sie nicht eine betriebswirtschaftliche notwendige Hallenschließung mit einer nicht notwendigen Schulschließung zu vergleichen.

19.07.2012
16:44
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von LemonP | #4

Als Mutter kann ich die Bedeutung einer Schule im Ort nur hervorheben. Und wenn zudem das Einsparpotential auf eine gewisse Größe schrumpft und man diesem noch auf die Stadt zukommende Fahrtkosten etc. gegenrechnet, glaube ich schon, daß es sich um eine sinnvolle Investition in unsere Kinder und unsere Zukunft handelt.
Herrn Bettermann können wir nur dafür danken, daß er sich in dieser Weise engagiert. Diese Unterstützung ist ihm hoch anzurechnen, anders als das Verhalten eines Bürgermeisters beim Vortragen unserer Sorgen und Nöte durch die Hüingser Kinder im vergangenen Herbst. Das war durchaus peinlich und eines BM nicht gerecht. Wir hätten damals des Friedens willen nicht stillhalten sollen....
Bliebe noch die Frage, wir Herr Fleige auf 4 Grundschulen in Hüingsen und Lendringsen kommt...Meiner Meinung bestehen derzeit noch 3 Grundschulen, solch eine Unkenntnis in der derzeit diskutierten Thematik spricht für sich.

19.07.2012
16:10
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von Hueingser | #3

Dieser vorangegangenen Meinung kann ich mich nicht anschließe. Der Ort Hüingsen wächst kontinuierlich, ich selbst bin vor wenigen Jahren mit meinen drei Kinder hierhergezogen. Die fußläufig zu erreichende Schule war hier auch ein ausschlaggebendes Argument. Die Attraktivität und Lebensqualität des Vorortes würde bei einer Schließung deutlich sinken bei einer Einsparung von unter 85.000 TE p.a. Da gibt es bestimmt bessere Sparansätze.

Das die Geburten über ganz Menden zurückgehen ist nicht zu leugnen, hier geht es aber um die Entwicklung in Hüingsen und hier ist ein deutlicher Zuwachs durch Geburten und zugezogene Familien zu beobachten. Dies sieht man übrigens auch an den aktuellen Prognosen der Schülerzahlen für die Grundschule in Hüingsen die die Stadt ermittelt hat.

19.07.2012
15:12
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von bardolino | #2

Vielleicht sollten sich endlich alle mal damit abfinden, dass es immer weniger Kinder gibt. Es kann nicht sein, dass hier jeder Stadtteil meint, dass seine Grundschule aufbleiben muss. Man sollte wirklich einmal alle Zahlen der Grundschüler in den vergangaen 20 Jahren mal auflisten. Dann sieht man, wo die Entwicklung hingeht. Ärgerlich ist, dass der Unternehmer aus Hüingsen immer wieder mit der Steuerkeule kommt.

19.07.2012
14:29
Bettermann-Kritik zurückgewiesen
von ich-m | #1

Dann kann man damit rechnen, dass sie als der BM dafür sorgen das die Schule aufbleibt?
Denn wer Fehler macht muss auch die Größe haben sie zuzugeben und sie gegebenenfalls rückgängig zumachen

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