Bericht über Hasen hat Zeug zum Aprilscherz

Zum Artikel „Schlechte Zeiten für Hasen“ vom 4. April. So funktioniert also die Jagd auf den Feldhasen laut Hegeringsleiter Philipp Nikodem: „Man fährt nachts los und beleuchtet die Felder mit starken Scheinwerfern. Dann werden die Hasen gezählt.“

Da wär ich aber mal gern dabei, wenn die Hasen auf den Feldern Spalier stehen, Männchen machen und sich von den Jägern artig zählen lassen.

Wäre der Artikel drei Tage eher erschienen, hätte man an einen Aprilscherz glauben können. So muss man leider annehmen, dass Herr Nikodem die Leser für dumm verkaufen will. Genauso wie mit der Aussage, dass Jäger in den letzten 200 Jahren noch nie eine Tierart ausgerottet hätten. Fakt ist, dass noch nie eine Tierart eine andere ausgerottet hat, aber die Ausrottung der meisten Tierarten fand durch direkte Bejagung statt.

Als Beispiel lässt sich hier der Braunbär anführen: Bis 1850 lebte er in Deutschland und wurde hier eindeutig durch die Jagd ausgerottet, wodurch auch sonst, da er keine natürlichen Feinde hat. 2006 kehrte ein Exemplar zurück und wurde prompt durch einen Jäger erlegt. Ähnlich erging es den Elchen in Deutschland und genauso
den Wölfen.


Zur Zeit beginnt eine Rückwanderung dieser Tiere nach Deutschland – sie werden keine Chance haben, dank unserer überaus eifrigen Jäger!