Beide Bewerber für die Stelle des Feuerwehr-Chefs abgelehnt
10.02.2012 | 20:56 Uhr 2012-02-10T20:56:00+0100
Menden.Die Suche nach einem neuen Mendener Feuerwehrchef ist im ersten Anlauf gescheitert. Beide verbliebenen Bewerber hat eine Auswahlkommission abgelehnt. Jetzt soll es eine neue Ausschreibung geben. Ziel: „Die Basis der Bewerber verbreitern“.
Von zehn Bewerbern waren zuletzt zwei noch im Rennen: Zwei Berufsfeuerwehrleute, die derzeit Führungsaufgaben in den Großstädten Dortmund und München wahrnehmen. Einer stammt aus Fröndenberg, der andere wohnt in München, ist aber weiter bei der Mendener Feuerwehr ehrenamtlich aktiv.
Doch beide wurden gestern von der verwaltungsinternen Auswahlkommission abgelehnt. Entsprechende Informationen der WESTFALENPOST bestätigte Bürgermeister Volker Fleige. Der Ausschreibungstext solle nun so verändert werden, dass sich ein größerer Kreis von Interessierten bewerben könne. „An einer Einstufung in die Besoldungsstufe A14 halten wir fest“, so Fleige. Allerdings sollen bei der Wiederholung des Verfahrens auch die eine Chance bekommen, die noch nicht die Voraussetzung für die Besoldungsstufe haben. Fleige: „Er oder sie soll sich im Amt diese Position erarbeiten können.“
Ein in diesem Sinne überarbeiteter Ausschreibungstext könnte wohl auch einer internen Lösung den Weg bahnen: Bislang hatte keiner der schon jetzt in Menden tätigen hauptamtlichen Feuerwehrleute die formalen Voraussetzungen , um sich direkt auf die A14-Stele bewerben zu können.
Zum 1. April hätte der neue Feuerwehrchef, der erstmals die Positionen des Chefs der ehrenamtlichen Feuerwehr (früher: Stadtbrandmeister) und des Leiters der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache übernehmen soll, seinen Dienst antreten sollen. Denn dann geht Wachenleiter Siegfried Arndt in den Ruhestand. Werner Bartmann als Leiter der ehrenamtlichen Feuerwehr wollte eigentlich mit ihm sein Amt niederlegen – als hauptamtlicher Feuerwehrmann ist er längst pensioniert.
Bürgermeister Volker Fleige geht nun trotzdem davon aus, dass man „ohne großen Zeitverzug“ zu einer Lösung kommen werde. Es sei auch nicht zu befürchten, dass sich die Qualität der Bewerbungen durch eine Modifizierung des Ausschreibungstextes verschlechtern werde.
Der jetzige Leiter der ehrenamtlichen Feuerwehr, Werner Bartmann, hat gestern Abend die Löschzugführer und Vertreter der einzelnen Löschgruppen über die neue Entwicklung informiert, von der er selbst überrascht wurde. Gegenüber der WP sagte er nur soviel: „Ich hoffe, dass die Feuerwehr keinen Schaden nimmt. Sie braucht Ruhe und eine klare Führung.“
Nach WP-Informationen sehen Teile der Mendener Feuerwehr die Entwicklung kritisch. Eine breite Enttäuschung wird befürchtet.