Bei Heilig-Kreuz bleibt Brücke

Hochwasser im Bereich der Heilig-Kreuz.Kirche.
Hochwasser im Bereich der Heilig-Kreuz.Kirche.
Foto: WP

Menden.. Es waren zahlreiche Bilder von drei Hochwasser-Situationen in Menden, die Donnerstag im Bauausschuss gezeigt wurden. Doch die beschleunigten das Entscheidungstempo wenig. Zum Abriss der Hönne-Brücke kommt es nicht.

Heimische Politiker werden sich immer häufiger mit dem Thema Hochwasser beschäftigen müssen. Mittlerweile haben Experten spezielle Gefährdungskarten erstellt. Enthalten sind da auch die besonders kritischen Abschnitte von Oese, Bieber und Hönne.

Auf dieser Basis will die Bezirksregierung bis zum Jahr 2013 rechtskräftig Überschwemmungsgebiete ausweisen. Somit ist noch ein erhebliches Maß an Abstimmungen notwendig. Am weit reichendsten reagierten CDU-Sprecher Hubert Schulte und Éugen Heinrich, Chef der Unabhängigen Sozialen. Sie fordern ein Gesamtkonzept. Tenor: „Jede einzelne Maßnahme hat Auswirkungen auf andere Bereiche.“ Diesem komplizierten Geflecht solle Rechnung getragen werden.

Somit kommt es auch vorläufig nicht zu einem Abriss der Hönne-Brücke an der Balver Straße. Der Wasserverband Hönne 2 hätte dafür sogar die Kosten übernommen. Bau-Fachbereichsleiter Frank Wagenbach hatte noch ermuntert: „Wenn wir durch einen Abriss auch nur einmal verhindern, dass das Hochwasser in die Innenstadt gelangt, ist das eine richtige Entscheidung.“ Eine Mehrheit gab es jedoch nicht dafür.

Christian Kluczynski, Pfarrer von Heilig Kreuz, hatte am Donnerstag der Stadt mitgeteilt, dass die Gemeinde einen Abriss bedauern würde. Die Wege zum Gotteshaus würden dann für viele deutlich länger.