Bedauern über Grohe-Rückzug
08.05.2008 | 23:00 Uhr 2008-05-08T23:00:00+0200Menden. In Menden herrschte am Donnerstag überwiegend Bedauern, wenn auch kein Entsetzen über den von Armaturengigant Grohe angekündigten Rückzug aus Menden zum Jahresende.
Das Bedauern fasste Stefan Sommer, Chef der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, mit diesen Worten zusammen: „Es ist schade, dass Menden eine Firma von Weltruf verliert.”
Während Sommer — wie die meisten anderen — von der neuen Entwicklung gestern aus der Zeitung erfuhr, hatte Bürgermeister Rudolf Düppe bereits am Mittwoch an der Nuss zu knacken. Er war Teilnehmer des Gespräches am runden Tisch, als führende Grohe-Manager informierten. Aber auch für Düppe kam es nicht völlig unerwartet.
Mehrfach hatte Grohe angekündigt, an den Standorten in Hemer und Düsseldorf die Betriebsabläufe zentralisieren zu wollen und dies bereits getan. Stefan Sommer: „Selbstverständlich ist es für uns immer wieder Thema gewesen, dass ein Rückzug erfolgen wird. Beeinflussen konnten wir es nicht.”
Was könnte mit dem jetzigen großen Grohe-Areal — unweit des Kernstadtbereichs — geschehen? Es wären klassische Büroflächen, wenn dieser Markt nicht fast zusammengebrochen wäre. Mit Blick auf das so viele Jahre leer stehende kabelmetal-Verwaltungsgebäude an der Fröndenberger Straße befürchten jetzt Experten: „Es könnte ganz schwierig werden, diese Liegenschaft zu veräußern.”
Gegenüber der WP hieß es bereits, das Grohe-Gelände wäre ideal für einen wirklich großen Elektromarkt. Was übrigens auch Stefan Sommer so sieht: „Bei dieser Lage und einer derart hohen Frequenz von vorbeifahrenden Wagen könnte ich mir das sehr gut vorstellen.” Aber Menden und seine Vergangenheit mit wiederholt nicht kommen wollenden Elektro-Großmärkten am Bahnhofsgelände. . .
Das Heft des Handelns für Vermarktung bzw. Veräußerung liegt einzig bei Grohe. Stefan Sommer: „Ich habe keinen Zweifel, dass alles sehr professionell geschieht.”
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