Baustelle legt Bahnhofstraße in Menden lahm

Die Taxifahrer Rainer Pohle (40), Gregor Kleineher (52) und Astrid Rahl (44) warten auf Kundschaft.
Die Taxifahrer Rainer Pohle (40), Gregor Kleineher (52) und Astrid Rahl (44) warten auf Kundschaft.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die neue Baustelle lähmt den Verkehr auf der Bahnhofstraße. Das Ende der Behinderungen ist absehbar. Nach einer Dauerlösung für die Taxi-Fahrer wird noch gesucht.

Menden..  Die drei Taxifahrer haben genügend Zeit, um sich eine Zigarette anzustecken. „Hier kommt im Moment kaum noch Laufkundschaft her“, sagt Rainer Pohle. Der 40-Jährige steht mit seinem Taxi am hinteren Ende des Parkplatzes vor dem neuen Rathaus. Er wartet schon lange auf Kundschaft.

Die Baustelle in der Bahnhofstraße legt vorübergehend den Verkehr (und zum Teil auch das Geschäft) lahm. Fußgänger stehen vor dem Gitter, das die kleine Brücke über den Mühlengraben absperrt. Kein Durchgang zur Post und zum Rewe-Markt. Viele Passanten hatten die Ankündigung der Sperrung nicht mitbekommen. „Wieder so ein Schwachsinn“, schimpft eine alte Frau, die jetzt den Bogen bis zur Kreuzung auslaufen muss. „Warum machen die das denn dicht?“

Die Sperrung der Brücke lasse sich nicht verhindern, betonen die Verantwortlichen. Ab Anfang kommender Woche sollen dort die Pflasterarbeiten beginnen. „Wir hoffen, dass der Bereich Ende nächster Woche, oder Anfang übernächster Woche wieder geöffnet werden kann“, sagt Jürgen Grade aus der Abteilung Straßenbau und Verkehr. Wenn es wieder einen stärkeren Wintereinbruch gibt, kann sich der Zeitplan verzögern. Dann werde man aber flexibel nach Zwischenlösungen suchen. Nach der Brücke ist das Pflaster vor dem Fass und am Südwall an der Reihe.

Für die Autofahrer gibt es wie angekündigt eine Umleitung über die Wasserstraße. Die Stadtverwaltung rät aber ausdrücklich dazu, den Bereich möglichst zu umgehen. Die Lösung sei vor allem für Anlieger und Taxifahrer gedacht. „Wir wollen dort möglichst wenig Durchgangsverkehr haben“, sagt der städtische Verkehrsexperte Andreas Nolte. „Autofahrer sollten in diesem Bereich unbedingt Schrittgeschwindigkeit einhalten.“

Politik diskutiert Lösungen für Taxis

Den Taxifahrern ist für ihre Standplätze eine Lösung von Dauer wichtig. „Wir brauchen auch in Zukunft Platz für mindestens sieben oder acht Pkw“, sagt Rainer Pohle. Sein Kollege Gregor Kleineher (52) legt viel Wert auf einen besseren Standort. Der Stellplatz für die Taxis müsse wieder direkt an die Bahnhofstraße. „Man muss uns sehen können.“ Einen Umzug zum Bahnhof können sich die drei Chauffeure nicht vorstellen. Es komme ganz selten vor, dass sie dort mal jemanden einsammle, sagt Astrid Rahl (40). „Das sind nur Leute, die zu irgendwelchen Firmen wollen.“ Für die oft ältere Stammkundschaft sei es wichtig, direkt in der Innenstadt einsteigen zu können.

„Für die Taxistellplätze gibt es noch keine endgültige Entscheidung“, sagt Jürgen Grade. „Wir erarbeiten derzeit Lösungen“, ergänzt Andreas Nolte. Über die Vorschläge zum künftigen Standort der Taxis soll die Politik dann endgültig im Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung entscheiden.