Baumfällung am Kasernenwäldchen
11.02.2011 | 23:15 Uhr 2011-02-11T11:15+0100Am Kasernenwäldchen am Papenbusch sind Bäume gefällt worden, die teils 70 Jahre alt waren.
Wer am Freitag zu den Stadtwerken wollte, musste gegebenenfalls einen Umweg fahren. Die Zufahrt an der Bismarckstraße war gesperrt.
Der Grund: Stadtförster Dirk Basse ließ mehr als 30 amerikanische Roteichen im angrenzenden Kasernenwäldchen fällen. Die mehr als 70 Jahre alten Bäume mussten zur Verkehrssicherung abgeholzt werden. „Die Eichen wachsen schräg zum Licht und sind inzwischen so hoch, dass sie bei Sturm auf die Straße fallen könnten“, sagt der Förster.
Das mit der Abholzung betreute Unternehmen arbeitet laut Basse unentgeltlich, darf im Gegenzug aber das Holz behalten und weiterverwenden. „Da kann man wahrscheinlich noch Möbel daraus machen“, sagt Basse.
Ein 77-jähriger Anwohner beobachtet das Geschehen: „Ich bin auf der Lerchenstraße aufgewachsen. Die Bäume müssten so um 1936 gepflanzt worden sein. Als Kinder haben wir im Kasernenwald immer Patronen gesammelt. Oben auf dem Hügel war vor dem Krieg eine Hühnerfarm“, erinnert er sich.