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Bald Handel und Gastro am Rentschreiberturm?

01.11.2012 | 07:00 Uhr
Bald Handel und Gastro am Rentschreiberturm?
Bald Handel und Gastronomie im Bereich Rentschreiberturm?.Foto: Pia Maranca

Menden. Es gibt gleich drei wichtige neue Nachrichten für die Entwicklung der Mendener Innenstadt. 1. Architekt Hans-Georg Simon will die Achse Bahnhof-Fußgängerzone stärken. Mit einem Anbau an das „Mendener Schloss“ in Richtung Rathaus, um die bestehenden Ladenlokale größer und attraktiver zu machen oder auch Gastronomie zu ermöglichen. 2. Die AOK steht als erster Mieter für das neue Bahnhofsgebäude fest. Die Krankenkasse wird dafür ihren Standort an der Gartenstraße aufgeben. 3. Die Pläne für das Einkaufszentrum Nordwall sollen nächste Woche eine entscheidende Hürde nehmen. Die Planungen sind jetzt so weit konkret, dass die Bürgerbeteiligung starten kann. Im Einzelnen:

1. „Rentschreiberturm“: Kommt es bald zu einem völlig neuen Gesicht und einer deutlichen Stärkung der Bahnhofstraße? Architekt Hans-Georg Simon steht jedenfalls in den Startlöchern. Als Inhaber des Bahnhofstraßen-Gebäudes 20 (ehemals „Mendener Schloss“/Amecke) könnte er sich eine Erweiterung vorstellen. Simons Ausgangspunkt: „Der kleine Spielplatz am Neumarkt ist wenig attraktiv und wird kaum von Kindern frequentiert. Ich könnte mir vorstellen, das Gelände zu erwerben und würde mich auch finanziell an einer Verlegung des jetzigen Spielplatzes beteiligen.“ Mit dem Grunderwerb könnten unter anderem die gewerblichen Flächen im Erdgeschoss des Gebäudes erweitert werden. Sein Kaufinteresse ist Thema im Bauausschuss am kommenden Donnerstag. Konkrete Nutzungsideen hat Simon derzeit nicht. „Ist ja vieles denkbar. Eine attraktive Einzelhandelsnutzung ist möglich. Aber es ist meinerseits absolut nichts in trockenen Tüchern.“ In einer neuen und gestärkten Achse „Bahnhof/Bahnhofstraße“ sei auch Außengastronomie mit Freiluftplätzen denkbar – „auch in Verbindung mit dem Rentschreiberturm“, heißt es in Simons Schreiben an die Stadt.



Kommentare
01.11.2012
17:16
Bald Handel und Gastro am Rentschreiberturm?
von Mendener-Patriot | #2

Das ist eine sehr gute Idee. Neben Nordwall und Bahnhof einer weiterer ganz wichtiger Schritt zur Revolutionierung unserer Innenstadt. Weitere Maßnahmen der Immobilienbesitzer müssen nun folgen. Der Platz am neuen Rathaus soll laut Innenstadtkonzeption eh umgestaltet werden. Der "einzigartige Wasserspiel-Spielplatz" wird nach willen des Investors an eine geeignete Stelle verlegt. Der Spielplatz wurde in dieser Form nicht wirklich angenommen. Eine oppulente Außengastronomie würde den Platz weiter beleben und die Attraktivität der Innenstadt steigern. Der Bahnhof wird aufgrund seiner exponierten 1A-Lage und der baulichen Ausrichtung auf die gastronomische Nutzung ohnehin problemlos vermietet werden. Eine richtungsweisende Nachricht für Menden!

1 Antwort
Bald Handel und Gastro am Rentschreiberturm?
von zilp | #2-1

Eine wirklich oppulente Außengastronomie um die Ecke "im Rücken" der Bahnhofstr. zwischen einem künftig vergrößerten Ex-Schloss-Gebäude und dem Rathaus passt dort nicht richtig gut, weder räumlich noch atmosphärisch. Zwischen Bahnhofstr. und Rentschreiberturm wäre allerdings ein guter Standort.
Der jetzige Spielplatzbereich liegt nämlich nicht an der Achse Bahnhof - Bahnhofstr. - (alter) Marktplatz, könnte diese Achse - wenn überhaupt - also höchstens indirekt stärken.

Wo wäre denn ein mindestens gleichwertiger und nicht zu weit entfernter Ausweich-Standort für den Spielplatz?

Außerdem hätten andere Ecken der Innenstadt eine weitere Attraktivierung und Belebung nötiger als die Achse Bahnhofstr. Es droht hier sonst eine übermäßige Bevorzugung.

01.11.2012
16:48
Bald Handel und Gastro am Rentschreiberturm?
von zilp | #1

Das ist keine gute Idee. Der einzigartige Wasserspiel-Spielplatz in Innenstadtnähe sollte an dieser Stelle bleiben. Auch die dortigen Bäume und Hecken sollte man erhalten und nicht für zusätzliche Gebäudefläche opfern.
Ganz in der Nähe des alten Schlosses gibt es auch schon (Außen-)Gastronomie (Mühle u. a.). Dringender ist es, Gastronomie für das Bahnhofsgebäude zu finden und die Attraktivität der innerstädtischen Ecken Hochstr. und Oberstadt zu steigern.
Auch wäre es besser, den Neumarkt-Parkplatz zu verkleinern und dort Aufenthaltsflächen (und zwar nicht für Autos) zu schaffen. Das wäre für die Attraktivität der Bahnhofstr. wichtiger als eine Gebäudevergrößerung zu Lasten einer bestehenden Spiel- und Grünfläche.

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