Autobahngegner fühlen sich nach Behördentermin bestätigt
04.11.2009 | 06:00 Uhr 2009-11-04T06:00:00+0100
Menden/Meschede. Auch nach dem so genannten Behördentermin zum Weiterbau der A 46 am Dienstag in Meschede ist noch nicht klar, wie genau die Autobahntrasse auf Mendener Gebiet verlaufen würde.
Klar ist auch noch nicht, ob es denn tatsächlich zu einer Tunnellösung kommen könnte oder ob nicht doch ein Brückenbauwerk das Hönnetal überqueren würde.
Unklare Alternativen
Und auch wenn es zur Tunnellösung kommen würde, ist noch unklar, welche Variante zum Zuge käme: Die, die hinter dem Haunsberg früher beginnen und dafür bereits hinter dem Naturschutzzentrum Arche am Limberg auch früher wieder aus der Erde kommen würde. Oder die, die zwar die Natur am Limberg besser schützen, bei der aber auch der Tunnel später beginnen würde — und die Anwohner wohl noch mehr beeinträchtigt würden.
Trotz oder gerade wegen dieser Unklarheiten: Die Umweltverbände und die in der GIgA46 organisierten Autobahngegner sehen sich bestätigt: Der Behördentermin habe die Argumente gegen den Weiterbau der Autobahn A 46 noch verstärkt.
Massive Eingriffe
Aber auch von neutralen Teilnehmern der gestrigen Sitzung bei der Mescheder Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau sind eher nachdenkliche Töne zu hören: Zwar komme ein Autobahnbau nie ohne Konflikte mit dem Umweltschutz aus, doch hier seien die Eingriffe schon sehr massiv — vor allem, wenn man sie in Relation zu dem doch eher niedrigen Verkehrsaufkommen setze, das für die A 46 kalkuliert werde. Die schon eher optimistisch angesetzten Prognosen über die Fahrzeugbewegungen lägen am unteren Rand des Spektrums, in dem man überhaupt eine Autobahn baue.
Offensichtlich gab es gestern bei dem Behördentermin, der eine Vorstufe für die noch kommende Bürgerbeteiligung ist, auch Kritik an der Methodik der Gutachter. So seien etwa Zahlen des interkommunalen Verkehrsplans nicht richtig verarbeitet worden.
Öffentlichkeitsarbeit
Bürger informieren
Die offizielle Einschätzung der Landesbetriebs Straßenbau, nach der es einen Korridor gebe, in dem „unter Einbeziehung von Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen die Umsetzung im Rahmen einer Gesamtabwägung möglich ist”, kann die Mendenerin Claudia Mölle von der GiGA46 keinesfalls teilen: Es habe sich vielmehr ein weiteres Mal die Unsinnigkeit des Autobahnprojekts gezeigt. Die Gegner wollen nun verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Den Bürgern sei überhaupt noch nicht klar, wie massiv die Auswirkungen auf Menden seien. „Das Rauherfeld und der Berkenhofskamp werden voneinander getrennt.”
23:29
@ marwang #16
Wer gegen den Weiterbau der A 46 ist, ist auch bereit, auf die (angeblichen) Vorteile eines ortsnahen Autobahnanschlusses zu verzichten.
Den A46-Gegnern ist u. a. der Erhalt einer intakten Landschaft und Wohnumgebung wichtiger.
Die Autobahngegner haben übrigens viele gute Gründe und diese auch in vielen Kommentaren immer wieder genannt.
Von Ihnen, marwang, kommen aber nur selten echte Argumente!
Ich als Wenig-Autofahrer nutze kaum Autobahnen, aber umso öfter die Bahn (und Radwege). Während in den letzten über 40 Jahren immer mehr Straßen für die Autofahrer gebaut wurden, mussten wir Bahnfahrer umso mehr Abbau von Schienen und Zugverbindungen hinnehmen. Jetzt muss endlich umgesteuert werden! Und dazu gehört der Verzicht auf den A46-Lückenschluss!
20:01
Nasse Wände? ;-)
18:09
@16
Woher wissen Sie etwas über die Gewohnheiten der Autobahngegner? Haben Sie nichts anderes zu der Diskussion beizutragen als Verleumdungen und unqualifizierte Kommentare zu Äußerungen, die zumeist mit viel Sachkenntnis und Sorge um die Umwelt angereichert sind.
Ihre Einwürfe sind übrigens in sprachlicher Hinsicht eine Beleidigung für die Muttersprache.
09:03
selbst die autobahn benutzen aber bitte nicht bei uns bauen dass sind die größten heuchler der nation !!!!!!!
22:29
@12
Die Erhebungen für den Generalverkehrsplan Iserlohn-Hemer-Menden haben gezeigt, dass der Verkehr in der Werler Straße und im Bräukerweg zu 90 % Ziel- und Quellverkehr von und nach Menden ist. Die A 46 würde also keine Änderung bringen, außer dann, wenn sich ein Stau bilden sollte: dann nämlich würde der zusätzliche Verkehr durch Ihre Straße fließen, der jetzt noch über das Kamener und das Unnaer Kreuz fließt. Das ist die wahre Alternative.
Es geht schon lange nicht mehr um Schwarzstorch und Feldhamster, sondern darum dass der Lückenschluss der A 46 auch längst als ökonomisch sinnlos in der Fachwelt erkannt ist. Es sind nur noch starrsinnige Politiker, die unfähig zu einer ehrlichen Kehrtwendung sind und deswegen an den längst von der Realität überholten Plänen festhalten.
Um sich eine Legitimation zu verschaffen, hetzt man ahnungslose Bürger und Anwohner mit falschen Behauptungen gegen die Autobahngegner auf und versucht diese lächerlich zu machen.
Lassen Sie sich nicht zum Instrument einer okologischen Zerstörungsmafia machen! Und lassen Sie sich nicht mit falschen Versprechungen hinter die Fichte führen!
22:16
@ Anwohner Werler Straße #12
Eine neue Fernstraße schafft unterm Strich mehr Verkehr. Der wird höchstens umverteilt, aber Umverteilung ist keine Entlastung. Über die A 46 wird mehr überregionaler Verkehr als bisher durch Menden rollen. Die alten Straßen werden dann sehr wahrscheinlich schnell wieder von inner- und zwischenörtlichem Verkehr neu gefüllt.
Unter der Landschaftszerstörung leidet nicht nur der Feldhamster, sondern die Lebensqualität in Menden insgesamt, für Anwohner, heimische und auswärtige Erholungsuchende.
Motorisierter Verkehr muss möglichst vermieden oder auf Schiene, Fahrrad und Fußwege verlagert werden. Die Autos müssen außerdem sauberer und leiser werden. Immer mehr Straßen lösen das Problem von zu viel Verkehr nicht.
17:07
@#12
eine Entlastung der Durchgangsstrassen kann auch ohne A46 erreicht werden, zu sicherlich deutlich geringeren Kosten und mit weniger Zerstörung von Umwelt und Landschaft. (s. Lendringsen und Rheinkalk-Transporte)
13:50
Ich lade alle Gegner ein, eine Nacht an der Werler Straße zu schlafen. Dann hätten wir viele Gegner weniger. Was ist mit der Lebensqualität der Anwohner vom Bräuker Weg, der Werler Straße und anderen betroffenen Straßen. Seit Jahren wird uns Hoffnung auf die Autobahn gemacht, um diese Durchgangsstraßen vom Fernverkehr zu entlasten und immer wieder wird das Projekt von einigen wenigen verhindert. Ich habe den Eindruck, dass die Leute gar nicht wissen, was sie uns antun. Was ist wichter, die Lebensqualität von vielen Anwohnern oder die Lebensqualität einiger Feldhamster? Auch ich bemängel die vielfach einseitige Berichterstattung der WP. Hier spiegelt sich nicht die Meinung der Leser wieder sondern die Meinung einiger Redakteure die wahrscheinlich ein Häuschen im Grünen haben und sich zu weit von der Realität entfernt haben.
13:02
Ist der Lückenschluss wirklich noch nötig, nachdem es jetzt so viele Jahrzehnte auch ohne ging?
Und falls er nötig sein sollte, ist dann der hohe Preis für Natur, Landschaft, Umwelt und Staatshaushalt (Steuermittel) gerechtfertigt?
Meiner Meinung nach: nein!
Die sicher eintretenden Nachteile überwiegen gegenüber den bloß erwarteten/erhofften Vorteilen.
10:16
@nwblau
wohin faehrst du denn, wenn du durch Hemer UND Menden faehrst?