Autobahnende in Menden befürchtet
30.05.2011 | 19:09 Uhr 2011-05-30T19:09:00+0200
Menden/Hemer.Höchst unterschiedliche Reaktionen auf die Äußerung von NRW-Verkehrsstaatssekretär Horst Becker zur A46: Der Grünen-Politiker hatte in der WP gesagt, der Autobahn-Lückenschluss zwischen Menden und Neheim sei„gestorben“.
Problem der nächsten Generation
Mendens Bürgermeister Volker Fleige (SPD) bleibt gelassen: „Ich wiederhole das, was ich schon vor zwei Jahren im Wahlkampf gesagt habe: Zu Lebzeiten der jetzt aktiven Generationen wird das Problem Lückenschluss schon aus finanziellen Gründen nicht aktuell werden.“ Insofern hätten die Staatssekretärs-Worte für Klarheit gesorgt. „Die Entscheidung muss die nächste Generation treffen.“
Gleichwohl habe er NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger angeschrieben und um eine definitive Antwort gebeten, ob ein Weiterbau der Autobahn auch abschnittsweise oder mit einer verbleibenden Lücke von Menden nach Neheim möglich sei. „Wir brauchen eine Aussage, mit der man auch arbeiten kann.“ Den früheren Mendener A46-Ratsbeschluss wertet Fleige als nicht mehr aktuell, da er sich auf eine andere Linienführung beziehe. „Schon für vergangenes Jahr war uns vom Land ein neuer Vorschlag zugesagt worden, aber den gibt es immer noch nicht.“
Hemer für Lückenschluss
Sein Hemeraner Amtskollege Michael Esken (CDU) hingegen kritisiert die Aussagen des Grünen-Politikers Becker scharf. Er verlasse sich zwar weiter darauf, dass sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für den Lückenschluss einsetze, und auch er werde für die komplette Variante von Hemer bis Neheim mit aller Kraft kämpfen. Wenn diese nicht möglich sei, werde er sich aber für eine „abgekoppelte Variante von Hemer nach Menden“ einsetzen. Für Volker Fleige hingegen „kann das keine Lösung sein“. Dann werde das Problem nur nach Menden verlagert.
So sehen es auch erwartungsgemäß die in der Initiative „GigA46“ zusammengeschlossenen Autobahngegner. Sie begrüßen die Staatssekretärs-Worte zwar, fordern nun aber von der rot-grünen Landesregierung, dass auch der Abschnitt Hemer-Menden auf die Streichliste gesetzt wird.
Nicht überraschend
Kritik kommt – ebenso erwartungsgemäß – von den Autobahnbefürwortern. Für Heinz Vihrog, den Sprecher der Bürgerinitiativen für den Lückenschluss, kommt die Einschätzung des Staatssekretärs nicht überraschend: „Dieser Trend hat sich schon abgezeichnet, da die Mittel des Bundes für NRW-Verkehrsprojekte erheblich gekürzt worden sind.“ Die Verantwortung hierfür sieht Vihrog bei den Grünen: Diese hätten den Eindruck erweckt, NRW brauche gar nicht so viel Geld. Der Landesregierung attestiert er ein heilloses Durcheinander. Er hält es nun für wahrscheinlich, dass ein erster Bauabschnitt von Hemer nach Menden kommt: „Das wäre zumindest ein erster Schritt.“
13:36
@ Wundermann:
Was ich schreibe, entspricht schon meiner Überzeugung. Aus Jux oder Langeweile mache ich das nicht.
In Menden bekommen wir einen neuen Rathausplatz, ein großes Fachmarktzentrum am Nordwall und eins am Bahnhof.
Gleichzeittig behalten wir unsere Bahnstrecke und haben einen Rad-/Fußweg entlang der Hönne - und brauchen dafür keine Schienen platt zu machen.
Auch Ihnen noch einen schönen Feiertag und übriges Wochenende
und auf hoffentlich weiter anspornenden Wettbewerb, aber auch möglichst viel Zusammenarbeit (u. a. für die gemeinsame Bahnstrecke), zwischen Hemer und Menden!
07:28
Hier nochmal ein Hinweis, wie es mit Hemer aufwärts geht:
http://www.derwesten.de/staedte/hemer/Weiterer-Fachmarkt-an-der-Bahnhofstrasse-id4717452.html
07:27
@zilp:
Ich hoffe, Sie glauben selbst daran, was sie da so schreiben....
Und um Menden auf den derzeitigen Stand von Hemer zu bringen, werden noch Jahrzehnte vergehen.
Grüße aus dem erblühenden Hemer
Ich wünsche ein schönes Wochenende.
22:49
@#8
Es gab in 2010 15 Fahrtage auf der Oesetalbahn mit insg. knapp 100 Zugfahrten.
An 3 Fahrtagen fuhren moderne Talent-Triebwagen mehrfach zwischen Hemer und Dortmund. Der Erfolg der Dortmund-Fahrten im Oktober war riesig.
s.
www.oesetalbahn.de
Sowohl der Mendener als auch der Hemeraner Rat haben den Antrag gestellt, die Machbarkeit/Rentabilität der Bahnstrecke im Rahmen der Aufstellung des Schienen-Nahverkehrsplans Westfalen-Lippe zu untersuchen.
Beim Vergleich Schiene - Straße werden Autofahrer immer nervös, weil es unbequeme Wahrheiten hervorbringt. Denn auch Straßenbau und -unterhalt sind ein gewaltiges Zuschussgeschäft aus öffentlichen Mitteln.
Menden wird aufholen - keine Sorge. Denn Aufstiege und Abstiege wechseln sich immer ab.
Immer dran denken: Hochmut kommt vor dem Fall.
Menden schafft das auch, ohne dass wir vom Land eine LGS spendiert bekommen hätten.
Am allerbesten ist es aber, wenn wir zusammenarbeiten. Dann können wir den MK-Nordkreis (Städtenetz) gemeinsam voranbringen.
Und dazu gehört, unsere schöne und wertvolle Landschaft nicht von einer Autobahn zerfetzen zu lassen, sondern stattdessen nur eine B7n zu bauen und vor allem die ja schließlich vorhandene Verkehrsinfrastruktur der Oesetalbahn nicht durch einen weniger leistungsfähigen Radweg ersetzen, den man außerdem woanders anlegen kann.
16:41
Welche Fahrten haben es denn gezeigt?
Die 2 Fahrten, die im ganzen letzten Jahr durchgeführt wurden. Lächerlich überhaupt noch über die Bahnstrecke Hemer - Menden zu diskutieren. Die gehört abgerissen und gut ist´s.
Es wird sich keiner finden, der diese Strecke betreiben wird und falls doch, ist derjenige nach spätestens einem Jahr pleite, weil der Zuspruch riesengroß sein wird, (noch einmal siehe letztes Jahr).
Der Vergleich Schienen zu Straßen ist der größte Schwachsinn, den ich hier gelesen habe, denn Straßen werden niemals unrentabel sein, die werden immer gebraucht.
Seht ihr in Menden erst mal zu, dass ihr alles andere auf die Reihe bekommt (z.B. die Bauruinen abreißen) und dann leistet erst mal das, was in Hemer die letzten Jahre geleistet wurde. Dann dürft ihr auch Kommentare über das wundervolle Hemer abgeben.
13:39
@#6
Im zweiten Teil meines letzten Satzes schrieb ich aber auch ....bestmöglich mit dem ÖPNV verbinden.
Wir brauchen alle Verkehrsarten zwischen Hemer und Menden, auch die Bahn. Straßenradwege als Seitenstreifen gibt es jetzt schon, einen (touristischen) Radweg abseits der B7 kann man anderswo im Oesetal anlegen.
Reißt man Straßen denn auch ab, weil sie mal irgendwann repariert werden müssen?
Die Bahnstrecke von Hemer liegt nicht irgendwo in menschenleerer Pampa, sondern in einem Ballungsrandgebiedicht, t. Es wohnen genug Menschen nahe an der Strecke und rings um die Bahnhöfe/Haltepunkte. Bei einem guten Fahrplanangebot Hemer - Menden - Fröndenberg - Dortmund würde diese Bahnverbindung ganz sicher ein großer Erfolg. Das haben die Fahrten im letzten Jahr gezeigt und es zeigt sich auch an der hervorragenden Auslastung der anderen Bahnstrecken von DO in Richtung Sauerland.
08:20
An Ihren letzten Satz schließe ich mich vollkommen an und kann da nur vorschlagen:
Bahntrasse weg und Fußgänger- und Radweg darauf bauen.
Die Bahn zwischen Hemer und Menden ist gestorben.
Alleine die riesigen Kosten, die zur Sanierung nötig wären, wird kein Betreiber investieren um im Anschluß vielleicht hundert Leute am Tag zu befördern. Und bitte erzähle mir keiner, dass es bei den horrenden Preisen viel mehr wären...
00:14
@#2:
Dafür, dass angeblich nur der Individualverkehr zählt, fahren aber ziemlich viele Leute z. B. im Ruhrgebiet, aber auch per Sauerland-Express Dortmund-Winterberg, mit der Bahn.
Woanders wurden in den letzten Jahren sehr erfolgreich Bahnstrecken reaktiviert (z. B. RegioBahn Kaarst-Mettmann).
Es dauert oft lange mit den Öffentlichen, weil Schienennetz und Fahrtenangebote bei Bahn und Bus vielerorts so ausgedünnt wurden.
Auf einer modernisierten Bahn wäre die Strecke Hemer/Mitte - Menden/Mitte zu den Verkehrspitzenzeiten auf jeden Fall mit dem Zug schneller zu schaffen als mit vor Ampeln oder in sonstigen Staus steckendem PKW oder Bus und auch schneller als mit dem Rad.
Ganz nebenbei: auch Radeln und Zu-Fuß-Gehen sind Individualverkehr. Das soll man in der Tat fördern und bestmöglich mit dem ÖPNV verbinden.
23:48
Nach den erfolgen der letzten Jahre in Hemer, Wette ich hier und heute, dass der Bürgermeister aus Hemer erneut recht behalten wird und Hemer voranbringen wird. Hemer wird die Autobahn bekommen und Menden wird aufgrund der Uneinsichtigkeit der Politik und des BM Fleige das Nachsehen haben und im Verkehr vor Ort fast ersticken. Da lobe ich mir doch die Einmütigkeit in Hemer
23:26
zu 1:
über die 2-spurige Trasse ist ja auch schon in der Vergangenheit diskutiert worden - allein: auch diese Diskussionen führten nicht zum Erfolg.
In dieser Sache muss ich Herrn Fleige zustimmen: wir erleben die Autobahn oder die 2-spurige Trasse in diesem Leben nicht mehr ...
Die Sache mit der Bahn ist für den Streckenabschnitt Menden-Hemer-Iserlohn gestorben - die großen Höhenunterschiede ließen sich früher ja auch nur durch die riesige Eisenbahnschleife in Hemer-Westig lösen, wo wollte man (nachdem man die alte Trasse größtenteils überbaut hat) denn heute die Gleise verlegen? Die Kosten wären enorm und stünden vermutlich in keinem Verhältnis zum Nutzen.