Aus in Halingen und Schwitten im Jahr 2014
28.10.2010 | 20:58 Uhr 2010-10-28T20:58:00+0200
Schwitten/Halingen.Etappensieg der Grundschuleltern von Schwitten, Enttäuschung bei den Müttern und Vätern in Halingen: Der Schulausschuss hat sich Donnerstag in einer Sondersitzung grundsätzlich zur Schließung der beiden Grundschulen zum Ende des Schuljahres 2013/2014 bekannt.
So dramatisch dieses Votum klingt – für die St.-Michael-Grundschule Schwitten ist es ein kleiner Erfolg. Noch im September hatte derselbe Ausschuss nämlich noch das Schul-Aus bereits für 2011 empfohlen. Dies sei aber eine „Ungleichbehandlung der Lernanfänger“, argumentierten schon kurz darauf CDU- und FDP-Fraktion, weil die Grundschule Halingen und die Albert-Schweitzer-Grundschule Lendringsen erst im Schuljahr 2013/2014 auslaufen sollen. CDU und FDP beantragten, die Schließung von St. Michael Schwitten ebenfalls auf das Schuljahr 2013/2014 zu verschieben. Eine breite Mehrheit im Ausschuss folgte diesem Vorschlag gestern.
Damit ist klar, dass auch zum Schuljahr 2011/2012 noch i-Dötze in Schwitten eingeschult werden können. Die Stadtverwaltung soll die Eltern der Lernanfänger in einem Schreiben auf diese Möglichkeit hinweisen und die Anmeldefrist für die Grundschulen verlängern.
So groß der Applaus der rund 75 Eltern und Grundschulkinder gestern im Ratssaal über diese Entscheidung war, so groß war anschließend die Enttäuschung darüber, dass die Schließung der Schwittener und Halinger Grundschulen nicht grundsätzlich revidiert wurde. Entsprechende Anträge hatten eine Bürgerinitiative aus Schwitten sowie die GAL-Fraktion eingebracht. Doch CDU, FDP, USF und SPD hielten mit ihrer Stimmenmehrheit im Ausschuss an den Grundschulschließungen fest.
Das Schulgesetz und die Finanzmisere der Stadt, so ihr Argument, ließen keinen anderen Weg zu. Denn die prognostizierten Neuanmeldungen in Halingen und Schwitten unterschreiten in den kommenden Jahren allmählich die per Gesetz vorgegebene Mindest-Größe für Grundschulkassen.
Die Eltern aus Halingen und Schwitten auf den Zuschauerrängen zeigten Solidarität: Sie applaudierten für den Erhalt der jeweils anderen Schule und drückten ihr Missfallen aus, wenn Ausschussmitglieder für die Schließung argumentierten. Ausschussvorsitzender Markus Sälzer rief die Eltern mehrmals dazu auf, diese „Beeinflussung“ der Ausschussmitglieder zu unterlassen.
23:23
Ich appelliere an alle Eltern, ihre Kinder auf jeden Fall in der Heimatgrundschule anzumelden!!!
Wenn die Zahlen jetzt drastisch sinken würden, wäre trotz aller Beschlüsse eine vorzeitige Schließung möglich!
21:31
Hier wird eine Chance vertan, skandinavische Bedingungen zu schaffen: kleine Klassen. Damit verbunden, gibt man auch die Chance auf, skandinavische PISA-Ergebnisse zu erzielen.
Es ist schlimm, wenn Dummheit durch die Schulpolitik nicht beseitigt wird. Schlimmer ist es, wenn Dummheit die Maxime von Schulpolitik wird.
20:44
Ach ja..........nun ist es beschlossen. Und was kommt als Nächstes. Sparen, sparen, sparen.
Klar muss es auch mal sein, aber geht es nicht auch anders? Bürgerbüros werden geschlossen, aber außer der Miete wird nichts gespart...denn Personal muss ja weiter arbeiten. Lampen werden aufgestellt, wo sie erst vor 2 Jahren erneuert wurden, Straßen werden aufgerissen, die bislang eh rumpelig waren und wo man sicher sein kann, dass sie nach Ende der Bauarbeiten nicht weniger rumpelig sein wird.....
Ich finde es grausam an unseren Kindern zu sparen. Vor allem, wenn man dann die Politik über den Geburtenrückgang schimpfen hört. Wer will denn noch Kinder in unserer fast kinderunfreundlichen Welt?
14:08
Gerade Sälzer möchte die Beeinflussung unterlassen sehen! Gerade der!!