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Musikschule

Aus Abstellraum wird schmucker Konzertsaal

24.01.2015 | 13:00 Uhr
Aus Abstellraum wird schmucker Konzertsaal
Hier ist bald ein Konzertsaal: Musikschulleiter Holger Busemann im Dachgeschoss der neuen Musikschule.Foto: Martina Dinslage

Menden. Genug Unterrichtsräume, Parkplätze am Haus, ein eigener Konzertsaal, innenstadtnah und alles zentral in einem Haus – wenn die städtische Musikschule im Sommer in die alte Westschule zieht, geht für Leiter Holger Busemann ein Traum in Erfüllung. Seit November laufen die Umbauarbeiten, bei denen aus der einstigen Grundschule ein musikalisches Haus wird.

An den Fensterscheiben im Erdgeschoss kleben noch Bilder von Schmetterlingen, an der Wand eines Klassenzimmers schlängelt sich eine Raupe mit den Namen ehemaliger Westschüler. Es sind nur noch wenige Überbleibsel, die daran erinnern, dass hier Grundschüler unterrichtet wurden. Vieles ist auf dem Sperrmüll gelandet.

Bauliche Änderungen, die in einem relativ kurzen Zeitrahmen vor der Schul-Schließung noch vorgenommen wurden, können zum Teil für die Musikschule genutzt werden – etwa die Brandschutzmaßnahmen im Treppenhaus. Das, was im Rückblick quasi überflüssigerweise investiert wurde, halte sich in Grenzen, bilanziert Projektleiter Dipl.-Ing. Detlef Kaiser und nennt als Beispiel die EDV-technische Vorbereitung für Computer.

Nach den Sommerferien soll das neue Zuhause der Musikschule eröffnet werden. Dann gibt die Einrichtung die bisher genutzten Räume in der alten Musikschule am Kirchplatz und in der Rodenbergschule auf. Der Zeitplan werde auf alle Fälle eingehalten, berichtet Detlef Kaiser. Elf Unterrichtsräume, zwei Büros, ein Leiterraum sowie ein Konzertsaal entstehen auf drei Etagen. Die Baukosten belaufen sich auf 450 000 Euro.

Zimmer für die Instrumente

Im Dachgeschoss wird der einstige Abstellbereich in einen Konzertsaal umgewandelt, in dem ein besonderes Augenmerk auf die Akustik gelegt wird. „Das hier ist komplett entkernt worden“, erklärt Detlef Kaiser. „Aus mehreren kleinen Räumen machen wir jetzt einen großen.“

Im Dachgeschoss gibt es künftig außerdem einen Mehrzweckraum sowie ein Zimmer für die Instrumente. Mit Hilfe eines Hygrometers sollen die Lagerbedingungen für die Instrumente im Blick behalten werden.

Großer Wert wird auf den Schallschutz der Unterrichtsräume gelegt. So sind die Rigipsplatten, die hier verbaut werden, doppelt so dick und schwer wie normalerweise. Akustisch komplett isoliert wird aber trotzdem keiner der Räume sein.

„Es ist ja auch romantisch, wenn es im Haus klingt, das ist schön zu hören“, sagt Holger Buse­mann. Besonders abgeschirmt ist der Schlagzeugraum. Hier gibt es eine Schleuse, „damit möglichst wenig Schall nach außen dringt“, erklärt Detlef Kaiser. Zudem werde im Schlagzeugraum die Decke abgehängt, „so dass der ganze Raum wie eine Schallkabine wirkt“.

Ein Warte- und Kommunikationsbereich – mit Spielecke für Kleinkinder – soll ebenfalls eingerichtet werden. Insgesamt solle die Musikschule, so wünscht es sich Holger Busemann, „eine Kontaktstelle werden für Menschen, die schon mal ein Instrument gespielt haben und die sich hier treffen“.

Corinna Schutzeichel

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2015-01-24 13:00
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