Architekten suchen beste Idee für Verschönerung
13.05.2010 | 12:00 Uhr 2010-05-13T12:00:00+0200
Menden. In der nächsten Woche entscheidet sich die Zukunft des Rathausplatzes: Drei Teams von Landschaftsarchitekten wetteifern ab Montag um den besten Entwurf für die Verschönerung von Mendens „Herzstück” — und zwar öffentlich im Bürgersaal.
Die Ergebnisse dieser Architektenwerkstatt können sich alle interessierten Bürger Mittwochnachmittag ansehen, und am Donnerstag beschließt der Bauausschuss, welche Idee realisiert wird.
Jahrzehntelang ist auf dem Platz vor St. Vincenz nichts mehr passiert. Ab Montag geht es nun Schlag auf Schlag. Um 10 Uhr wird die Werkstatt im Bürgersaal eröffnet. Alle Mendener und insbesondere die Politik sind dazu eingeladen. Die drei teilnehmenden Architektenteams aus Bochum, Iserlohn und Soest erhalten letzte Informationen über die angestrebte Umgestaltung des Platzes. Anschließend können sie sich vor Ort den Platz und die umliegende Innenstadt ansehen, ehe sie an die Arbeit gehen und Ideen entwickeln.
Dienstag um 11 Uhr werden die ersten Entwürfe der Teams noch einmal mit den Vorgaben abgeglichen. Dann machen sich die Teams an die Arbeit. Mittwochnachmittag um 16 Uhr sollen sie ihre fertigen Entwürfe öffentlich erläutern. Ein Preisgericht zieht sich anschließend zurück, um nichtöffentlich den Siegerentwurf zu küren. Voraussichtlich am Abend wird der Sieger bekannt gegeben, Donnerstag steht er in der WP.
Baustart im Dezember
Am Donnerstag um 17 Uhr hat dann der Bauausschuss als vorentscheidende Instanz der Stadt das Wort. Er kann sich dem Urteil des Preisgerichtes anschließen, aber auch für die Umsetzung eines anderen Entwurfes stimmen. Das Votum des Ausschusses ist der Startschuss für die Bauverwaltung im Rathaus. Sie muss dann die Umsetzung planen und organisieren, damit — so ist die Vorgabe — spätestens im Dezember Baustart ist.
Organisiert wird die Ideenwerkstatt vom Initiativkreis Mendener Wirtschaft (IMW). Er springt für die Stadtverwaltung ein, die das Projekt aufgrund der Rahmenbedingungen einer öffentlichen Behörde nicht so schnell auf die Beine stellen konnte. Allerdings arbeiten Verwaltung und IMW in enger Absprache, wie Fachbereichsleiter Frank Wagenbach sowie Andreas Wallentin und Architekt Anselm Vedder als Vertreter des IMW gestern betonten.
Der enge Zeitplan hat seinen Grund: Wenn die hoch verschuldete Stadt den Rathausplatz verschönern will, kann sie dafür nur noch 500 000 Euro aus dem Konjunkturpaket 2 nutzen. Bedingung: Der Spatenstich muss noch in diesem Jahr erfolgen.
Kein Elfenbeinturm
Vedder und Wagenbach setzen große Hoffnungen in die Architektenwerkstatt. Dieser „Wettstreit der Ideen”, wie Vedder es nennt, befördere die Kreativität der Teilnehmer und liefere den Entscheidern im Bauausschuss eine gute Auswahl. Zudem werde die Bevölkerung einbezogen. „Die Ideen sollen nicht im Elfenbeinturm entwickelt werden, sondern vor und mit der Öffentlichkeit”, sagt Vedder. Er bedauerte, dass sich keine Mendener Architekten und Landschaftsplaner für den Wettbewerb gemeldet hatten.
Im engen Zeitplan sehen IMW und Stadt kein Problem. Wagenbach betont, dass die Bauverwaltung bei ihrem Part „Gas geben” werde. Damit die Bezirksregierung dem Siegerentwurf nicht im letzten Moment einen Stein in den Weg legt, ist bereits ein Termin in Arnsberg am Donnerstagmorgen, 20. Mai, vereinbart. Der Regierungspräsident lernt den Plan dann noch vor dem Bauausschuss kennen und kann Grünes Licht geben.
Sollte der Planungsprozess mit der Architektenwerkstatt erfolgreich verlaufen, kann er nach Ansicht der Beteiligten beispielhaft für künftige Planungen werden. „Wenn wir Hand in Hand arbeiten, Schulter an Schulter, und trotzdem nichts übers Knie brechen, kann etwas gelingen”, sagt Andreas Wallentin.
23:44
@9 Es gibt bereits seit dem Frühjahr ein umfassendes Innenstadtkonzept, das von der Verwaltung vorgelegt wurde. Die Planung für den Platz vor dem Alten Rathaus ist nur ein Teil davon.
Es ist natürlich ein Skandal, dass durch die Wahl des Zeitpunktes weite Teile der Bevölkerung an der Mitwirkung gehindert werden. Wenn jedoch Leute wie Vedder beteiligt sind, kann man davon ausgehen, dass Auswüchse, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten durch die desinteressierte CDU-Fraktion verschuldet wurden, hier nicht möglich sein werden.
Alleine die Tatsache, dass es Planung mit Bürgerbeteiligung gibt, ist für Menden bereits ein Fortschritt.
17:45
u 3
Sie haben wirklich recht.
Nicht alle Politiker/Fraktionen haben dafür gestimmt.
Vorrangig dafür waren CDU/FDP .
17:26
den Bereich so lassen und ihn einfach nur modernisieren, alles andere wäre, wenn man die restliche Stadt betrachtet nicht vertretbar.
Aber ich bin mal auf die Vorschläge der Geldgeier gespannt.
13:01
Ich denke da schlummert viel Potential. Auch unsere Stadtfeste müssne berücksichtigt werden, ganz klar. Aber auch die vorhandenen Blumebeete überleben die Feste.
Von daher ist da immer eine Menge möglich, auch wenn das den geistige Horizont von gewissen Kommentatoren übersteigt.
Besser geht immer, überlegtes (!) handeln ist immer besser als konzeptloses herumnörgeln.
Von daher schauen wir doch einfach was hier erarbeitet wird und reden darüber.
12:16
Bitte Bitte vergesst nicht, es existiert bereits eine Kneipe, eine Bar, ein Brunnen in direkter Umgebung.
Desweiteren bitte bitte nicht vergessen, der Platz vor St. Vincenz wird für die Kirmes, Rally Monte Menden, Mendener Frühling, Mendener Sommer, Menderner Herbst, Mendener Winter mit Rindenmulch, Silvester usw.. genutzt.
Es ist also kein bedeutungsloser Platz den mal so eben zweckentfremden kann.
Man könnten ihn doch einfach nur funktionaler machen, z.B. Hülsen in den Boden einlassen für ein Stecksystem (Stühle/Wände/Überdachung), man könnte Kabel verlegen um Beschallung, oder Wärmetechnik oder um sonstige Ideen zu realisieren.
Zwar haben wir unsere Zeltdach, welches uns schon wetterunabhängig macht, leider am falschen Platz.
09:18
Eine Idee habe ich aber doch:
Wie wäre es mit einem kleinen Souvenier-Laden? Dort könnte man z.B. kleine Trümmerteile aus dem Bahnhofsabriss verkaufen, Teile der Inneneinrichtung aus dem ehemaligen Stadtkrug und alles, was sonst noch so in nächster Zeit vor die Hunde geht in Menden. Wenn dann alles weg ist, könnte man eigentlich auch die A46 quer über den Rathausplatz führen.
03:20
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22:16
Verstehe ich das richtig? Menden hat seit Jahren - wenn nicht seit Jahrzehnten - kein rechtes Konzept für die Innenstadt. Und nun soll eines innerhalb von 48 Stunden aus dem Hut gezaubert und besiegelt werden? Und die Bürger erfahren während eines langen Wochenendes, dass sie am Montag einen Tag Urlaub nehmen müssen, wenn sie ab 10 Uhr mitreden wollen?
Oder ist nur die Meinung von Rentnern gefragt? Kann mir jemand (vielleicht nicht gerade SG) den Sinn dieser Aktion erklären?
21:26
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21:05
Warum haben wir noch ein Planungsamt ?
Müssen Andere für Geld uns noch mehr in den Leerstand bzw. Sackgasse führen?