Appell an die Täter nach Gully-Unfall in Menden

Dieser Gullydeckel ist normal eingebaut. Die Bösperder Familie krachte mit ihrem VW Tiguan in einen herausgehobenen Deckel.
Dieser Gullydeckel ist normal eingebaut. Die Bösperder Familie krachte mit ihrem VW Tiguan in einen herausgehobenen Deckel.
Foto: Martina Dinslage
Was wir bereits wissen
  • Täter heben Gully-Deckel heraus
  • VW Tiguan kracht gegen 14 Zentimeter dickes schweres Hindernis
  • Familie appelliert an die Täter

Bösperde..  Für die Bösperder Familie war es ein Alptraum. Ihr Auto krachte auf dem Weg in den Urlaub gegen einen hochgestellten Gullydeckel. Für die Autobesitzer wurde es teuer. Später stellte sich heraus, dass bei dem Unfall 3500 Euro Sachschaden entstanden. Die Familie appelliert an die Täter: „Tut das nie wieder! Es hätte ein weitaus höherer Schaden entstehen können.“

Nur 500 Meter von zu Hause

Die Familie war am 8. Oktober um 4 Uhr morgens mit dem VW Tiguan zum Urlaub auf Sylt aufgebrochen. Gerade mal 500 Meter von zu Hause entfernt, habe es an der Bahnhofstraße in Bösperde plötzlich einen lauten Knall und Gepolter gegeben. Das Auto war über einen 14 Zentimeter dicken Kanaldeckel gerumpelt. „Man konnte gar nicht ausweichen“, sagt der Familienvater. „Es hat zweimal gerummst. Wenn ein Motorradfahrer darüber gefahren wäre, hätte das auch noch viel schlimmer ausgehen können.“ Das Auto verfehlte in der Dunkelheit auch den offenstehenden Gully nur knapp.

Die herbeigerufenen Polizei-Beamten konnten in der Dunkelheit zunächst keinen Schaden feststellen. Die Familie setzte ihre Fahrt nach Sylt fort. Dort stellte eine Werkstatt fest, dass das Auto doch deutlich mehr beschädigt war, als zunächst vermutet. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass die Reparatur bis zu 3500 Euro kostet. Unterboden und Tank wurden beschädigt. Die genaue Schadenshöhe wird erst feststehen, wenn das Fahrzeug in der Werkstatt auseinandergenommen wird. „Es kann auch noch teurer werden“, sagt der Familienvater, der anonym bleiben will.

Die Familie will den Fall nicht auf sich beruhen lassen. Er wolle bewusst auf diesem Weg die Täter darauf stoßen, dass sie einen dicken Schaden angerichtet haben, sagt der Vater des Fahrers. „Und einen großen Schrecken habe ihr uns eingejagt“, sagt er – erneut direkt an die Täter gerichtet.

Auch für die Polizei ist der Fall keine Lappalie. „Das ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“, sagt Polizeisprecher Dietmar Boronowski. Die Kreispolizei meldet immer wieder ähnliche Fälle. Zuletzt kam es mehrfach Silvester zu ähnlichen Zwischenfällen.