Ausstellung "Lebensborn"
Anonym geboren und von SS-Familien adoptiert
08.04.2010 | 16:00 Uhr 2010-04-08T16:00:00+0200Menden. Im Rathaus beginnt am Freitag,9. April, die Ausstellung „Der Lebensborn e.V.” - einen von den Nazis gegründeten Verein, der anonyme Entbindung von Kindern lediger Mütter organisierte, damit anschließend vorzugsweise SS-Angehörige die „arischen” Neugeborenen adoptieren konnte.
Aufgeteilt in zehn Themenbereiche, beleuchtet die Ausstellung das Entstehen, die Arbeit und die Folgen des Vereins „Lebensborn” sowie die Lebensbornheime. Beispielhaft wird das Lebensbornheim Harz in Wernigerode dargestellt. Besucher der Ausstellung können auch erfahren, welche psychischen Folgen das Vorgehen der Nazis für die betroffenen Kinder hat. Viele begaben sich nach dem Krieg auf die Suche nach ihrer Identität und suchten Unterstützung in Selbsthilfegruppen.
Ein fachkundiges Referententeam wird in die Ausstellung einführen: der Historiker Dr. Phil. et. med. habil. Georg Lilienthal, der Kulturwissenaschaftler Matthias Meißner, der Autor und Künstler Ludwig Norz sowie die beiden Lebensborn-Kinder Volker Röder und Gisela Heidenreich, die als Mediatorin und Familientherapeutin arbeitet. Sie stehen dem Punblikum auch für Fragen zur Verfügung.
Die Ausstellung „Der Lebensborn e.V.” ist eine Wanderausstellung gegen Rechts, organisiert vom Kreisjugendring Eberberg. Nach Menden geholt haben sie die Gleichstellungsstelle und das Stadtarchiv. Die Ausstellung ist nach der Eröffnung am 9. April um 17.30 Uhr im Ratssaal bis zum 30. April im Foyer des Neuen Rathauses zu sehen, und zwar während der Öffnungszeiten der städtischen Dienststellen.
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