Anlieger wollen Baupläne prüfen lassen
11.12.2009 | 11:30 Uhr 2009-12-11T11:30:00+0100
Menden. Anwohner der Fingerhutsmühle haben sich jetzt wegen des geplanten Moschee-Baus der schiitischen Gemeinde an Bürgermeister Volker Fleige gewandt. Sie stellen „einen Bürgerantrag zur Prüfung des Bauantrages für eine Großmoschee in der Fingerhutsmühle 15".
Die Anlieger bitten insbesondere um eine Prüfung baurechtlicher Fragen — ob der Lärmschutz, der Hochwasserschutz, die Parkplatzsituation und der Besucherandrang während der vorgesehenen Betriebszeiten der Moschee rechtskonform sein werden.
Die Anlieger haben aber auch grundsätzliche Probleme mit dem Bauprojekt der Mendener Schiiten: „Sollte die Moschee an der vorgesehenen Stelle in der im Bauantrag dargestellten Größe errichtet werden, fallen die vorhandenen Häuser und Grundstücke in ihrem Wert. Wer zahlt den Eigentümern den Wertausgleich?”, fragen sie. Und weiter: „Benötigt eine kleine Gemeinde wie Menden eine so große Moschee?”
Zurzeit ruht der Bauantrag für die Moschee (wir berichteten). Altbürgermeister Rudolf Düppe sowie der Integrationsbeauftragte der Stadtverwaltung, Rüdiger Midasch, vermitteln zwischen der schiitischen Gemeinde und den Anwohnern. „Mir geht es darum, dass am Ende keine der beiden Seiten als Verlierer dasteht”, erklärte Midasch gegenüber unserer Zeitung.
Die Sorgen der Anlieger nehme er ernst. Ziel müsse jedoch sein, einen Kompromiss zu finden. „Die Gesellschaft verändert sich. Davor kann man nicht die Augen verschließen”, sagt der Integrationsbeauftragte und verweist darauf, dass die Mitglieder der schiitischen Gemeinde teilweise seit Jahrzehnten in Menden leben. Andererseits erwartet er, dass auch die Gemeinde Verständnis für die Anwohner zeigt. Midasch: „Verlässlichkeit ist ein hohes Gut.”
Entschieden wird über das Bauprojekt Moschee am Ende wahrscheinlich politisch — im Stadtrat. Bis dahin will Midasch gegenseitiges Misstrauen abbauen: „Ich werde versuchen, einen Islamwissenschaftler nach Menden zu holen, damit die Bürger erfahren, was die schiitische Gemeinde ist und wofür sie steht.”
09:41
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19:53
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19:45
Damals wurde auf uns gehetzt und heute hetzt man gegen die muslime,habt ihr denn immernoch nicht aus euren fehlern gelernt?wieso immer diese hetze dieser rassismus?
08:28
@Taffy
Es kommt ja vielleicht nicht oft vor, das Sie und ich einer Meinung sind, aber Sie schreiben mir aus der Seele. Zu oft werden Zweifler oder Kritiker gleich als Neonazi bezeichnet, obwohl man doch auf ein ganz anderes Problem aufmerksam machen möchte. Es bewährt sich für Migranten und Befürworter solcher Projekte allerdings wenn man gleich wieder ans 3. Reich erinnert, dann ist erfahrungsgemäß ein schnelles Ende dieser Diskussionen in Sicht.
23:41
Man kann nur immer wieder betonen, dass es hier nicht um eine religiöse Frage geht, sondern um eine politische. Genau wie das Kopftuch ist das Bestreben, auffällige Moscheen mit spektakulärer Architektur in die Landschaft zu setzen, ein hochpolitischer Akt. Hier versucht eine radikale türkische Bewegung Duftmarken zu setzen.
Mit langem Atem wird hier der Augenblick vorberereitet, an dem man von einem hohen Berg herunter auf die Landschaft zeigen und mit Verweis auf die vielen Minarette behaupten kann, das Sauerland oder das Ruhrgebiet seien seit eh und je türkisch besiedeltes Gebiet gewesen.
Genau so verfährt das türkische Regime mit der Landesgeschichte, die bis in die Schulbücher hinein erbarmungslos geklittert wird.
Der Bau von Minaretten ist nicht ein islamisches Problem in Deutschland, sondern der Ausdruck einer zielstrebigen, geduldigen und langatmigen Durchdringungspolitik mit dem Ziel der schleichenden Übernahme.
23:29
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18:24
@mendenbeobachter
Ihr Vergleich mendener Bahnhof und einer Moschee ist wohl etwas daneben und zeigt nur, dass Sie die Problematik überhaupt nicht verstanden haben.
Gerade weil das Vergangene im Gedächnis ist, muss man an die Zukunft denken. Auch die NS Idiologie hatte einen intoleranten Alleinvertretungsanspruch, genauso wie die christlichen Religionen. Deren Machstellung wurde aber seit der Zeit der Aufklärung gebrochen..
Ausserdem hat NIEMAND gesagt die Muslime sollen in einem Hinterzimmer oder Kellerraum ihren Glauben praktizieren. Es geht um das politische Symbol einer Moschee mit Minarett. Das ist das, was einige wohl nicht verstehen. Eine Moschee ist eben nicht mit einer Kirche zu vergleichen. Die Moscheebefürworter sehen nur das Bauwerk. Beide, Kirche wie Moschee, ein Raum mit einem hohen Turm. Eine Moschee lässt sich aber eher mit der Kirche zu Zeiten eines Bischofs von Galen und eines Bonhöffer vergleichen, beide Repräsentanten eines politischen Glaubens, beide Personen aus der nicht vergessenen Vergangenheit.
mfg
18:24
@43
Ich sehe prinzipiell keinen Unterschied zwischen Kirchen und Moscheen. Beide sind von der Idee her Gebetsstätten, werden aber für politische Zwecke missbraucht, und zwar nicht nur im Islam.
Ich kann mich sehr gut an die parteipolitischen Predigten katholischer Geistlicher bis weit in die 70er Jahre erinnern, die mehr oder weniger offen für die CDU predigten und die SPD als Antichrist verunglimpften.
Ein Unterschied besteht lediglich darin, dass die katholische Kirche ihre Eroberungsstrategie für den Nahen Osten nach dem grandiosen Scheitern der Kreuzzüge aufgegeben hat, während die Türkei unter dem Mäntelchen des Islam nach wie vor von einem moslemischen Europa (bis zum Tien-Schan-Gebirge) unter türkischer Führung träumt. Auf dem Weg dahin wird alles Nicht-Türkische aus dem Weg geräumt. Zur Zeit fängt man damit bei den Kurden an. Und in hundert Jahren sind die nicht-moslemischen Europäer dran.
18:02
Mendenbeobachter:
wieder mal gebe ich Recht und beende die Diskusion für mich damit. :-)
17:07
Leserbriefschreiber bedenkt doch einmal, dass es bei der ganzen Rederei doch letztendlich nur darum geht, ob das Gebäude baurechtlich zulässig ist oder nicht. Wenn es zulässig ist, kann es doch wohl nicht verhindert werden. Wollt ihr engstirnigen Sauerländer mit der Moschee genau so verfahren wie mit dem wunderschönen Baudenkmal Mendener Bahnhof? Noch einmal meine Meinung zu dem ganzen Hickhack lasst die Leute doch öffentlich ihren Glauben leben als in irgendeinem Hinterzimmer wie es uns schon so schmerzlich in Erinnerung ist. Denkt doch einmal ein paar Jahre zurück oder reicht das Gedächnis nicht.