Anlagen in Schwitten und am Habicht stehen auf der Kippe

Schwitten mit dem Sportplatz der DJK Grün-Weiß (rechts im Bild). Dem Platz droht mittelfristig die Schließung.
Schwitten mit dem Sportplatz der DJK Grün-Weiß (rechts im Bild). Dem Platz droht mittelfristig die Schließung.
Foto: Hans Blossey

Menden..  Mindestens zwei der neun Sportplätze in der Stadt sind laut Verwaltung in den nächsten Jahren aufzugeben. Zugleich soll der Rat entscheiden, ob ein neues Sportzentrum für den Mendener Norden entstehen soll – und falls ja, ob es dann in Bösperde oder auf der Platte Heide liegt. Am Donnerstag nächster Woche im Sportausschuss können die Fachpolitiker eine Vorentscheidung treffen.

Drei Optionen legt die Stadtverwaltung dafür auf den Tisch:

1.Bau von zwei Sportplätzen und einem neuen Vereinsheim in Bösperde hinter der früheren Hauptschule. Kosten: 1,93 Millionen Euro. Dafür wären die heutigen Plätze in Bösperde, Schwitten und Platte Heide aufzugeben. Im Investitionsplan der Stadt für 2016-18 sind rund 1,3 Millionen Euro für einen Platz plus Umkleide vorgesehen. Die heutigen Plätze in Bösperde und Schwitten könnten vermarktet werden, in Platte Heide müsste die Stadt weiter die Kosten aus der dort bestehenden Erbbaupacht aufbringen.

2.Bau von zwei Sportplätzen Im Hülschenbrauck für 1,26 Millionen Euro. Das würde die Aufgabe des Sportplatzes in Bösperde bedeuten, wo hinter der Schule auch nicht neu gebaut würde. Beide Flächen könnten verkauft werden. Auch in dieser Option würde der Sportplatz Schwitten aufgegeben.

3.Bau eines Kunstrasenplatzes plus Vereinsheim in Bösperde für rund 1,3 Millionen Euro sowie die Sanierung des Platzes Im Hülschenbrauck. Beides entspräche der Sportstätten-Zielplanung, so das von der Stadt beauftragte Gutachterbüro ZAK. Allerdings stehen für Platte Heide bisher nur die schon zugesagten 80 000 Euro für 2015 im Plan.

Ans Eingemachte geht es auch im Falle der DJK Grün-Weiß Menden in Schwitten und des SV Oesbern. Die Stadtverwaltung schlägt der Politik vor, beide Sportplätze, auch den neuen Kunstrasen in Oesbern, mittelfristig aufzugeben und „eventuell zu verkaufen“. Dabei beruft sich die Verwaltung ebenfalls auf den Bedarfsplan von ZAK, wonach Menden wegen der sinkenden Einwohnerzahl höchstens sieben Plätze braucht.

Nicht zur Disposition stehen das Huckenohl-Stadion und der Gisbert-Kranz-Platz. Für letzteren empfiehlt der Gutachter die rasche Sanierung von Platz und Laufbahn (240 000 Euro) für den Schulsport.

Die Verwaltung erwartet nun eine Weichenstellung: Entweder legt sich der Sportausschuss schon auf konkrete Baumaßnahmen fest. Oder die Politik verlangt genauere Kostenschätzungen für alle Optionen. Dazu bräuchte die Stadtverwaltung die Hilfe eines Ingenieurbüros – was auch erst einmal Geld kostet.