Alten Bunker eventuell mit Beton verfüllen
23.02.2009 | 19:59 Uhr 2009-02-23T19:59:00+0100Menden. Kann ein alter Bunker die Ursache dafür sein, dass an der Unnaer Landstraße der Hang abgerutscht ist? Diese Vermutung äußerte nun ein WP-Leser.
„Ich weiß noch aus meiner Kindheit, dass dort ein Bunker ist”, berichtet der Mendener. Dieser liege etwa zwischen dem Klevesberg und der Ampel-Baustelle. Möglicherweise sei der Bunker nun zusammengefallen und habe den Hangrutsch bewirkt.
Michael Neumann, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW und derzeit unter anderem für den Bereich Unnaer Landstraße zuständig, bestätigt, dass sich dort tatsächlich ein Bunker befindet.
121 Jahre alte Bäume
Bei den Erkundungsbohrungen, die im November durchgeführt wurden, „haben wir eine Betonwand der Bunkeranlage auch angebohrt”. Der eigentliche Bunker sei aber intakt, „und zudem ist der Schaden nicht im Bereich des Bunkers aufgetreten”.
Im Zuge der Arbeiten an der Unnaer Landstraße müsse der Bunker möglicherweise freigelegt werden, vermutet Michael Neumann. Damit der Bunker nicht tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt mal einbrechen könnte, soll er eventuell mit Beton verfüllt werden.
In dieser Woche werden die von Projektleiter Michael Neumann aus Gründen der Verkehrssicherheit für notwendig erachteten Baumfällungen im Böschungsbereich der Unnaer Landstraße erneut von verschiedenen Experten thematisiert. An der Unnaer Landstraße sollen mehrere hundert Bäume, die zwischen 86 und 121 Jahre alt sind, gefällt werden. Zudem, so der Stadtforst, sei dort in der Fläche „eines der wenigen Ulmenvorkommen des Stadtwaldes Menden”. Die geplante Rodung ist Donnerstag Thema im Bauausschuss. Zudem treffen sich in dieser Woche Vertreter von Straßen.NRW, der Unteren Landschaftsbehörde, der Unteren Wasserbehörde und der Stadt Menden zum Ortstermin, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Natur- und Tierschützer hatten die geplante Rodung heftig kritisiert.
23:29
Wo genau ist denn der Grund, warum diese schönen alten Bäume gefällt werden?
15:48
Es ist wie im Wilden Westen: Zuerst wird geschossen, sprich baumtechnischer Kahlschlag, und dann wird gefragt. Es muss doch bei aller verfügbaren Technik möglich sein, auch ohne die vollständige Rodung den Hang zu untersuchen. Ist vielleicht etwas aufwendiger und kostenintensiver, aber lohnt sich die Mühe nicht. Sollte es doch mal wieder nur ums Geld gehen?
10:39
Die Unnaer Landstr. wurde doch erts vor gar nicht allzulanger Zeit saniert. Beginnend von der Kreuzung Bismarckstr/Mühlenbergstr. in Richtung Westtangente, allerdings nur bis zum Ende des Parkplatzes des Haus Slamic.
Man kann ja viel erzählen, aber ich behaupte, die Stadt wußte schon vorher, dass die Straße absacken wird.
Daher wurde der Fahrbahnbelag in Höhe der Baustellenampel auch nicht erneuert.
Die Stadt hoffte wohl darauf, dass der Hang noch etwas länger stand hält um sich vor den Kosten zu drücken.
Dies ist meine Meinung!