Als ob zwei Freunde ganz spontan Musik machen

Terrence Ngassa und  Dominic Quaye im Theater Am Ziegelbrand.
Terrence Ngassa und Dominic Quaye im Theater Am Ziegelbrand.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Für leidenschaftliche Musik ist kein großes Bühnenprogramm nötig. Es reichen ein Klavier, eine Trompete und eine großartige Stimme. Dies bewiesen die beiden Jazz-Musiker Terrence Ngassa und Dominic Quaye am Samstagabend im Theater Am Ziegelbrand (TAZ).

Liebe und die Leidenschaft zur Musik

Das Konzert „Memories of Satchmo“ war nicht mit anderen zu vergleichen. Es machte keinen geplanten oder streng einstudierten Eindruck. Im Gegenteil, es wirkte so, als hätten sich zwei Freunde getroffen, um gemeinsam ganz spontan Musik zu machen. Die Liebe und die Leidenschaft zur Musik war in jedem Lied zu spüren.

Der aus Kamerun stammende Trompeter und Sänger Terrence Ngassa und Pianist Dominic Quaye aus Ghana lernten sich auf der Musikhochschule in Köln kennen, wo sie schnell ihre Begeisterung zum klassischen Jazz erkannten und gemeinsame Auftritte beschlossen. Eine Bereicherung für die europäische und vor allem deutsche Jazz-Szene.

„Und hinter Terrence steht Louis Armstrong!“, lachte Dominic Quaye, als die Musiker sich dem Publikum vorstellten. Dies konnte jeder im TAZ nachvollziehen. Die Stimme des Jazz-Sängers klang der Stimme Armstrongs verblüffend ähnlich und sorgte für Begeisterung bei den Besuchern.

Freude am Jazz

Mit bekannten Stücken wie „All of me“ und „When the saints go marchin in“ wurden die Besucher in die Welt des klassischen Jazz entführt. „Kommt raus aus eurem Winterschlaf“, feuerte Terrence die Mendener an, welche auch sofort munter mitklatschten. Neben der Freude am Jazz strahlten die Musiker eine Gelassenheit aus, die sich direkt auf das Publikum übertrug. Eine Stimmung wie bei einem privaten Wohnzimmerkonzert, bei dem man das große Glück hat lauschen zu dürfen.