„Aktiv in Lendringsen“ wird heute zum Verein

Lendringsen..  Eine Initiative wird zum eingetragenen Verein: Mindestens einen geschäftsführenden Vorstand wird „Aktiv in Lendringsen“ heute Abend vorweisen können. „Kandidaten dafür gibt es“, erklärte Hans Schäfer, Moderator verschiedener Veranstaltungen des Bürgerkreises, auf Anfrage der WP vor der Gründungsversammlung, die um 19.30 Uhr bei Dederich beginnt.

„Aktiv in Lendringsen“ sind die AiL-Mitglieder indes schon lange: Als die Stadt ihre Ankündigungen wahr machte und das Bürgerbüro nebst Stadtteilbücherei schloss, machten sich viele Lendringser ernste Sorgen um ihr Dorf. Der Verkauf des Lendringser Platzes, die schon in den Vorjahren erfolgten Schließungen des Naturbades und der Albert-Schweitzer-Grundschule taten ein Übriges: Ein ganzer Stadtteil fühlte sich abgehängt.

Doch statt nur Dampf abzulassen und zu protestieren, fasste die erste Bürgerversammlung bei Dederich den Entschluss, sich fortan intensiver mit den Problemen, aber auch den vielen Stärken ihres Ortes zu befassen: Einmal alle Wünsche und Forderungen an die Wand zu pinnen, markierte die Geburtsstunde von „Aktiv für Lendringsen“.

Denn immerhin mussten sich nun auch Leute finden, die sich daran machten, die vielen Ideen in die Tat umzusetzen. Mehrere Arbeitskreise knöpften sich einzelne Themen vor. Und besonders aktiv zeigten sich laut Hans Schäfer diejenigen, die sich mit dem Lendringser Platz, dem Naturbad und der Lendringser Hauptstraße auseinandersetzten.

Dabei gab es indes Erfolge und Misserfolge: So steht inzwischen der Ratsantrag auf durchgehendes Tempo 30 auf der Hauptstraße. Beim Biebertalbad galt die Forderung, das attraktive Gelände öffentlich zugänglich zu halten – unter anderem deshalb wurde eine Entscheidung im ISM-Ausschuss dazu gestern nochmals vertagt (Bericht Seite 2). Und: Die Politik will vom neuen Verein baldmöglichst wissen, ob diese Forderung so bestehen bleibt. Oder ob sie auch anhand der Ergebnisse des Ortstermins, bei dem erst alles für eine Überlassung an die Vereine zu sprechen schien, zugunsten einer Spielfläche fallengelassen wird.

Zum Lendringser Platz habe die Initiative immerhin eine Planung angeschoben, die eine attraktive terrassierte Gestaltung auf mehreren Ebenen vorsieht, erklärte Schäfer weiter. Damit solle der Platz, der heute noch einer Betonwüste gleiche, einen einladenden Charakter erhalten.

Wie berichtet, hofft „Aktiv in Lendingsen“ heute Abend auch auf die Beteiligung anderer Vereine und Interessengruppen aus dem Dorf.