A46 komplett „ins Loch legen“
03.06.2011 | 18:38 Uhr 2011-06-03T18:38:00+0200
Menden.Nachdem ein Planungsstopp für die A46 zwischen Menden und Neheim wahrscheinlicher geworden ist, fokussieren die hiesigen Autobahngegner ihren Widerstand auf das verbleibende Teilstück zwischen Hemer und Menden.
SPD und Grüne wollen ein politisches Signal aus der Hönnestadt in Richtung Landesregierung organisieren, möglicherweise eine Ratsresolution contra A46 mit Stimmen aus CDU und FDP.
Es ist ein Treffen mit Symbolcharakter. Im Naturschutzzentrum Arche Noah, wo eine mögliche Autobahn 46 vorbeiführen könnte, treten Stefan Neuhaus und Friedhelm Peters vor die Presse. Gemeinsam sorgten sie 1989 dafür, dass der Mendener Stadtrat sich gegen dieses Autobahnprojekt positionierte – Neuhaus als Mitglied der GAL-Fraktion, Peters als Vorsitzender der SPD-Fraktion. Mehr als 20 Jahre später geben Grüne und Sozialdemokraten nun erneut dieses gemeinsame Ziel aus. Zwar stehen mittlerweile andere Handelnde an der Spitze der beiden Fraktionen. Aber dafür haben sich die Erfolgschancen der Autobahngegner erhöht.
Austritt aus AG A46
Erst wenige Tage alt ist die Aussage aus dem Landesverkehrsministerium, dass die A46 zwischen Menden und Neheim „gestorben“ sei. „Sie ist noch nicht beerdigt, aber das Loch ist schon ausgehoben“, malt Neuhaus dieses Bild weiter. „Nun muss sie nur noch ins Loch gelegt werden.“
Neuhaus gehört nicht mehr zur GAL-Fraktion, ist als Sprecher der Gruppeninitiative gegen die A 46 (GigA46) aber noch immer einer der Aktivposten im Widerstand gegen den Lückenschluss. Er hält in diesem Stadium der Diskussion klare Signale an die Landesregierung für wichtig, dass auch der A46-Abschnitt Hemer - Menden gestoppt werden muss. Denn auch hier würde die Trasse ein wertvolles Waldgebiet durchschneiden. Bei einem Autobahnende an der B515n bekäme Menden möglicherweise noch zusätzlichen Durchgangsverkehr.
Aus den selben Gründen hat sich Friedhelm Peters als Ortsvereinsvorsitzender der Mendener SPD an die Genossen in der Landesregierung gewandt. Im Gegensatz zu den NRW-Grünen, die einheitlich gegen die A46 sind, gibt es in der Landes-SPD nämlich auch Autobahnbefürworter. Peters setzt sich dafür ein, die Haltung der Mendener SPD zu berücksichtigen – und die lehnt den Lückenschluss seit 2010 ab, ist mittlerweile sogar Mitglied der GigA46.
Resolution organisieren
Ferner hat sich Peters mit dem GAL-Fraktionsvorsitzenden Peter Köhler und der Mendener Grünen-Chefin Ingrid Ketzscher kurzgeschlossen. Sie glauben, dass sie im Stadtrat eine Mehrheit für eine Resolution gegen die A46 organisieren können. Weil auch die CDU und die FDP nicht mehr einheitlich für die A46 seien. Ein Autobahnende in Hemer lehnte zuletzt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Sebastian Schmidt klar ab.
Einen SPD-Vorstoß hat Fraktionschef Gisbert Gutberlet unternommen: Menden solle aus der Arbeitsgemeinschaft A46 austreten, beantragt er für den Stadtrat. Auch Bürgermeister Volker Fleige sieht die Notwendigkeit, dass sich der Stadtrat klar zur A46 äußert. Er antwortete Gutberlet, die Rats-Position pro Autobahn halte er nicht mehr für bindend.
20:30
@#17
Ich bin überhaupt kein Fan von Modelleisenbahnen.
Echte Bahnen, z. B. zwischen Hemer und Menden, sind mir lieber und sie sind für alle deutlich nützlicher ;-)
In #16 habe ich allerdings nichts zur Oesetalbahn geschrieben. Es ging um die Obere Ruhrtalbahn, die fast parallel zur B7 und zur A46 läuft.
Selbst wenn die Oesetalbahn nicht (sofort) reaktiviert wird (womit man rechnen musste/muss), bleibe ich bei meiner Meinung dazu.
12:36
Zilp der verkappte Modelleisenbahner.....
Sieh doch endlich ein, dass die Bahn zwischen Hemer und Menden entlang der B7 niemals mehr eine Chance hat. Hier gehören die Schienen schnellstmöglich abgerissen und als Schrott verkauft, bevor der Schrottpreis wieder in den Keller geht.
14:03
@#15
Sowohl für die B7-Anwohner in Hemer als auch für die Speditionen reicht eine B7n als Ortsumfahrung.
Beiden nützt außerdem ein Ausbau Angebotsverbesserungen auf der schon vorhandenen Schienenverbindung der Oberen Ruhrtalbahn (Hagen - Wickede - Arnsberg - Warburg/Winterberg (-Kassel)). Damit ginge es auch für Mensch und Güter schnell ins bzw. durchs Sauerland.
13:00
Jetzt mal im Ernst:
Wer unterstützt die A46 noch?
Mendener Unternehmer? Alle? Wer braucht die denn? Ja, erstmal doch die Speditionen. Hat DHL schon laut nach der A46 gerufen? Treese und Co? Dann die Unternehmer.... wer hat denn was davon?
Den Mitarbeitern von Unternehmen geht es heute doch viel mehr um eine schöne Stadt, eine ruhige Lage und erst dann um eine einigermassen gute Anbindung. Wer will schon in eine durchschnittene Stadt ziehen. Warum hat Grohe viele Mitarbeiter nach Düsseldorf geschickt? Weil die Anbindung in Hemer so Sch.... ist? Das hat ganz andere Gründe.
Also: Ich fahre gern und am Liebsten schnell ins Sauerland, kann mit den Gegebenheiten aber ganz gut leben.... Und alles Andere ist gut angebunden.
Als Mensch an der Bundesstrasse in Hemer würde ich das, mit Verlaub natürlich, anders sehen.
Ach ja, jetzt sollte desVolkes Fleige mal Basta rufen und die Autobahn kommt! BASTA! Und sich das dann im Leserbrief vom Chef der Sozialdemokraten Peters bestätigen lassen, damit kein Gegenwind aufkommen möge. So geht Politik und Entscheidungsfindung in Menden!
21:39
Für den gesamten Regierungsbezirk wären schnelle Datenleitungen wesentlich wichtiger als weitere Verkehrswege. Es wird außerdem in Zukunft entscheidend werden, dass die horizontale Produktionsstruktur sich kleinräumlich vernetzt und Märkte erschließt, die weniger Straßenverkehr erfordern.
Aber selbst Massengut-Produzenten im Hönnetal denken an die Reaktivierung des Schienen-Güterverkehrs.
Dass durch den Bau von Autobahnen Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden, das sollte Hemer 30 mal den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erzählen. Die haben nämlich die Erkenntnis bereits gewonnen, dass eine Autobahn in zwei Richtungen funktioniert. Sie sorgen vor allem für die Zerschneidung von gewachsenen Strukturen und Funktionen. Die A46, so viel steht fest, wird zu erheblichen Verlusten für die Region zwischen Iserlohn und Neheim führen, verbunden mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität und Immobilienwerten.
16:06
Na offensichtlich funktioniert die Automobil-Zulieferindustrie auch ohne diesen Lückenschluss, ansonsten wäre #10 bestimmt schon arbeitslos und müsste mit dem Ochsenkarren zum Einkaufen.
Ein Lückenschluss würde rein statistisch die Gewinne solcher Firmen erhöhen.... rein statistisch, da schnellere Lieferwege (ca. 5 Minuten) hochgerechnet werden auf Lieferungen mehrerer Jahre, um so zu beeindruckenden Zahlen zu kommen. Dass Arbeitsplätze verloren gehen dadurch ist quatsch.
15:38
@#10 und 11
Das ist jetzt aber nicht mehr besonders sachlich, was da kommt....
Wir liegen hier am Rande des Ruhrgebiets in einer der am besten von Verkehrswegen erschlossenen Regionen der Welt. Allerdings sind leider zu viele Schienen und andere Bahnanlagen rückgebaut worden. Aber das kann man ja - und sollte es auch - wieder ändern.
zu #10: Es ist doch auch jetzt nicht unmöglich, von Hemer nach Wolfsburg zu kommen. Eine B7n wird das nochmals verbessern. Außerdem kann/könnte man per LKW bis Hagen, ab da auf die Schiene bis Wolfsburg.
Zu Straßenanbindung und Arbeitslosigkeit s. auch #5
14:58
@Hemer30:
Vielleicht gehören die Autobahngegner ja auch der größten Berufsgruppe an, einer chemischen Industrie die Harz4 produziert :)
Dann wäre es mir auch egal, ob eine Autobahn kommt, denn dann könnte ich mir auch kein Auto erlauben.
Ich bleibe dabei: Weiterbau von mir aus erst mal bis Menden, damit die Verkehrsbelastung in Hemer abnimmt und die Firmen besser angebunden werden.
Grün und rot - der Fortschritt Tod
14:34
Diese Autobahngegner legen Menden, Hemer und die Region ins Loch, wenn die A 46 nicht kommt. Ich will meinen Arbeitsplatz behalten und kann nur sagen, dass mein Arbeitgeber dringend auf die A 46 angewiesen ist. Wir liefern just in time im Automotivebereich und wenn in 10 Jahren keine Verbindung zum Hersteller in Wolfsburg geschaffen wurde, ist hier alles abgeschrieben und es findet eine Verlagerung der Arbeitsplätze statt. Mich würde einmal die Berufsgruppen der A 46 Gegner interessieren. Wahrscheinlich alles Beamte und Lehrer, die nicht um ihren Job fürchten müssen. Aber Deutschland wird schon sehen, was es an den Verhinderern von Großprojakten hat: Arbeitslosigkeit und Rückschritt! Arbeiter aller Städte vereinigt Euch gegen die Bremser und A 46 Gegner aus grün und rot.
14:27
Die Sekte Pro-A46 lebt nur von der selbstbetrügerischen Hoffnung, dass der Lückenschluss zur Reduzierung des Verkehrs in der Werler Straße oder auf dem Bräukerweg führen würde.
Die Verkehrslast in Menden ist allerdings selbst verursacht, und zwar durch eine Vielzahl unkoordinierter Ampeln, die Stop-and-Go verursachen, ähnlich wie in Niederhemer.
Ein sinnvolles Verkehrsmanagement in beiden Städten entlang der B7 und B515 wird genau das erreichen, wofür die A46 überhaupt nicht gedacht und konzipiert ist.