A46-Befürworter vollziehen ihren Lückenschluss
28.07.2010 | 17:49 Uhr 2010-07-28T17:49:00+0200
Menden.Während die A 46 zwischen Hemer und Wickede noch Zukunftsmusik ist, haben die Autobahnbefürworter den Lückenschluss bereits vollzogen: Mit der Bürgerinitiative (BI) Pro A46 Menden haben die BI Hemer und Wickede Verstärkung erhalten.
Seite an Seite wollen die BI nun in der Region und in Düsseldorf für den Bau der Autobahn werben.Die Sprecher der drei BI kündigten gestern öffentliche Aktionen an, um die Planungen für den Lückenschluss zu unterstützen. Marlies Papencoerdt (BI Menden), Heinz Vihrog (BI Wickede) und Hubert Hakenberg (BI Hemer) nannten eine Unterschriftenaktion sowie einen Stand beim Mendener Herbst als Beispiele.
Dass jetzt auch Menden eine Bürgerinitiative für die Autobahn 46 bekommen hat, ist nach Darstellung des Sprecher-Trios eine Reaktion auf die Öffentlichkeitsarbeit der Autobahngegner in der GigA 46. Es handele sich aber nur um „eine kleine Schar von Autobahn-Gegnern mit vielen laut vorgetragenen ideologischen und dogmatischen Argumenten“.
Regierungswechsel in Düsseldorf erleichtert Lückenschluss nicht
Die Zahl der Autobahnbefürworter halten die BI für weitaus größer. 900 bis 1000 Unterstützer hätten die BI allein in Menden. Darunter zahlreiche Menschen, die an den Durchgangsstraßen wohnen und unter dem Transitverkehr leiden, der vom Autobahnstummelende in Hemer bis zur A445 in Wickede fließt. „Warum wurde nicht auch einmal die B 7 und B 63 von Hemer bis Wickede begangen, um die Belastungen von mehreren tausend Anrainern nachzuempfinden“, fragt Heinz Vihrog in Richtung GigA 46, die immer wieder Aktionen auf der geplanten A46-Trasse durchführt. „Erst dann würde man wissen, wovon man spricht.“ Die BI halten den Lückenschluss für alternativlos, wenn man die Durchgangsstraßen entlasten will. Denn ein Ausbau der Durchgangsstraßen sei wegen der dichten Bebauung nicht möglich, und der Neubau von Umgehungsstraßen scheitere an Naturschutzgebieten. Mittels Lärmschutztechnik könnte die Belastung der Menschen entlang der Autobahn erträglich gehalten werden.
Das Sprecher-Trio ist sicher: Ihren Argumenten können sich auch der neue Regierungspräsident und die neue Landesregierung nicht verschließen. Dass mit den Grünen nun erklärte A46-Gegner in der Landesregierung sitzen, erleichtere den Lückenschluss zwar nicht. Doch die BI sehen in CDU, FDP und SPD eine klare Mehrheit der Autobahnbefürworter.
Auch die Unternehmerinitiative Pro A46 betonte gestern, dass sie mit dem Regierungswechsel in Düsseldorf keinesfalls die Chancen für die A46 schwinden sieht. „Die Haltung der SPD, die den Lückenschluss der Bundesautobahn A 46 zwischen Hemer und Neheim als gesichert sieht, macht Mut“, erklärte gestern Hubertus Gössling, Arnsberger Spediteur und stellv. Vorsitzender der Unternehmerinitiative Pro A 46. Die Gründungen der Bürgerinitiativen in Hemer und Menden beweise den großen Rückhalt des Projektes in der Bevölkerung. Informationen zur Unternehmerinitiative Pro A 46 gibt es unter www.initiative-pro-a46.de .
10:13
Liebe claudia (16):
Ich geb´s auf. Mit geschichtslosen Menschen kann man die Zukunft nicht planen.
Nur noch eine Frage - bist du auch gegen die Westtangente von Hemer?
22:15
Lieber Erpel,
wir brauchen keine Leute, die an die 60er Jahre zurückdenken, wir brauchen Menschen, die die Zukunft im Blick haben und diese nun auch endlich mit sinnvollen Planungen anpacken. Ich weiß sehr wohl, was auf den Straßen los ist, wenn die Autobahn gesperrt ist. Aber warum ist denn so viel los? Eben weil es kein sinnvolles Netz aus Umgehungsstraßen gibt. Und genau dieses Netz und diese Straßen gilt es nun zu bauen. Was den betroffenen Menschen (ich gehöre übrigens nicht dazu) überhaupt nicht weiter hilft, sind Leute, die auf die Vergangeneheit verweisen oder die weitere 40 Jahre in ihrer Stadt jegliche Verantwortung für Verkehrsprobleme von sich schieben, weil ja eines schönen Tages eine Autobahn kommen soll.
10:57
Liebe claudia (11),
hast du schon erlebt, was auf den Umgehungsstraßen in Letmathe, Oestrich, Dröschede los ist, wenn der Verkehr auf der A 46 wegen eines Unfalles umgeleitet werden muss? Mit Grausen denke ich im Übrigen an den Verkehr der 60iger Jahre auf der Hagener Straße in Letmathe zurück. Die Vorstellungskraft der jungen Generation ist leider nicht ausgeprägt. Träum weiter, aber etwas professioneller.
23:29
Die Befürworter legen auch immer wieder die gleiche Platte auf. Zum Beispiel die, dass nun gefälligst auch Menden und Wimbern von einer Autobahn zerschnitten werden, weil Iserlohn ja schließlich (vor wievielen Jahrzahnten?) den Seilersee opfern musste.
Als wäre den Iserlohnern damit gedient, wenn nun auch die Mendener leiden müssen.
Aus den Fehlern der Vergangenheit sollte man doch lernen, statt an diese Fehler anzuknüpfen.
Wenn ich es entscheiden könne, würde ich die Trasse über den Seilersee wieder abreißen und von Iserlohn-Zentrum aus ein Netz an Umgehungsstraßen bauen/Ausbauen.
15:55
@1
Es musste natürlich heißen Ein Weiterbau der A 46 ist ohne Alternative.
An die Gegner:
Legt nicht immer die alte, abgenudelte Platte auf.
Rechnet ihr mit einem konfliktfreien Planfeststellungsverfahren für neue Ortsumgehungen und für breitere Fahrbahnen und Radwegen?
Mit welcher Trassenplanung für die B 7 wollt ihr den Höhenunterschied zwischen Hemer und Is-Bilveringsen überwinden, mit einer Hemer Schleife wie früher die Bahn?
Welchen ÖPNV stellt ihr euch vor, schienengebunden und kreuzungsfrei wie eine Autobahn?
Wie steht ihr mit Blick auf den Seilersee zur Vorleistung Iserlohns?
16:24
Anstatt noch mal 30 Jahre weiter zu fuckeln und mit Verfahren die Gerichte zu beschäftigen, sollten Brennpunkte mit Umgehungsstraße entschärft werden, damit die genervten Anwohner endlich mal Entlastung kriegen. Aber dafür braucht es keine Autobahn, die 15 Mio. Euro pro Kilometer kostet, geht´s noch? Und nach dem Bauen kommt die Instandhaltung von Brücken und Tunneln.
23:19
Diese beiden Herren sollten in der Nähe einer
Autobahn wohnen.
21:55
6 Kilometer Stau zwischen Menden-Hönneinsel und Wickede-Wimbern
DAS wär doch was! Jeder Radiohörer würde früher oder später sagen: ja, Menden und Wimbern, das hab ich schon mal gehört.
Bei so viel PR wird jedes Stadtmarketing überflüssig. Endlich sind wir wer, jeden zweiten Tag im Verkersfunk!
Um viel mehr scheint es einigen Befürwortern nicht zu gehen. Ich erkenne jedenfalls keinen logisch nachvollziehbaren Grund, diese Autobahn zu bauen.
12:06
Mal ganz abgesehen davon, dass die beiden Herren auf dem Photo altersbedingt sowieso wohl eher nicht mehr in den Genuss einer A46- Fahrt kommen würden. Die Planungshorizonte sind ja etwas größer, gerade bei solchen 800 Millionen-Euro-Projekten.
Wenn man das Geld in einen guten ÖPNV stecken würde... Das wäre Verkehrsvermeidung.
12:03
Vor allem sollten die belasteten Anwohner mal schauen, woher ein Großteil des Verkehrs kommt. Das sind nämlich überwiegend Quellverkehre aus der Gegend. Mal ganz abgesehen davon, dass die B7 im direkten Vergleich doch eher leicht frequentiert ist, wenn man die Verkehrszahlen mal mit ähnlichen Bundesstraßen vergleicht. Da gibt es nämlich Verkehrsbelastungen, die sind um ein vielfaches Höher.
Und bisher hab ich eher den Eindruck, dass ein Großteil der Leute gegen die A46 sind. Jedenfalls die mit höherem Bildungsabschluss und die unsere noch ruhige Region wirklich mögen...