A 46 wohl erst mal auf Eis gelegt
09.07.2010 | 14:03 Uhr 2010-07-09T14:03:00+0200
Menden.Für die Kreisgrünen wurde die für sie gute Nachricht gestern noch einmal bestätigt: Geht es nach der Koalitionsvereinbarung von Rot-Grün, rückt der Weiterbau der A46 ein Stück weiter in die Ferne.
Johannes Remmel, bereits als NRW-Umweltminister der künftigen rot-grünen Regierung im Gespräch, war am Donnerstagabend in Menden Gast der Mitgliederversammlung des Kreisverband Mark der Grünen.
Ursprünglich sollte Remmel vor allem über NRW nach der Wahl berichten. Jetzt aber war natürlich der frisch gedruckte Koalitionsvertrag, den der derzeit noch Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen Landtagsfraktion gleich mitgebracht hatte, von großem Interesse. Und da besonders die Passage, die sich mit Straßenbauvorhaben befasst. Ausdrücklich ist die A 46 zwar nicht genannt. Aber für Projekte, die in der Region umstrittenen sind, solle nun laut Koalitionsvertrag sichergestellt werden, dass ernsthaft nach Alternativen gesucht werde.
Rot-Grün werde dafür sorgen, dass zunächst alle fest disponierten Vorhaben – zu denen die A 46 nicht zählt – weitergeführt werden und auch das Personal auf diese Bereiche konzentrieren. „Maßnahmen im Planungsbereich sollen erst einmal liegen bleiben“, erläuterte Stefan Neuhaus von der Gruppeninitiative gegen die A 46 (GigA46). Die A 46 sei damit zwar noch nicht verhindert, aber die Möglichkeit, ernsthaft nach Alternativen zu suchen, sei schon „ein Quantensprung“. Johannes Remmel kündigte an, dass mit Horst Becker voraussichtlich ein Grüner als Parlamentarischer Staatssekretär den Bereich Verkehr vertreten werde.
Das klare Nein der Grünen zum Lückenschluss brachte ihnen in Menden ganz offensichtlich auch Wählerstimmen: „Gerade in Bereichen, die von der A 46 betroffen wären, hatten wir einen großen Zuwachs. Selbst in Barge haben wir diesmal 20 Prozent erreicht“, berichtete GAL-Sprecher Peter Köhler.
13:59
Dann lasse man uns doch mal konstruktiv nach vorne denken: Was braucht die Region tatsächlich ?
1. Einen direkten Bahnverkehr nach Dortmund, um den Mitbürgern, die im Ruhrgebiet studieren oder arbeiten eine zeitlich tragbare Alternative zu bieten, Ihren Arbeitsplatz zu erreichen !
2. Den kreuzungsfreien Ausbau der Bundesstrassen B 7 / B63 von Iserlohn nach Werl!
3. Den kreuzungsfreien Ausbau der Bundesstrassen B229/ B515/ B233 von Neuenrade nach Unna!
Diese Lösung wäre preiswerter, umweltschonender und sicherlich in hohem Umfang Standzeiten reduzierend und auch besser für die Verkehsrteilnehmer, zu denen ich auch Touristen zähle, die den betreffenden Gemeinden unserer Region den einen oder anderen € Steuergelder einbringen.
Ich betone ausdrücklich, dass dies eine persönliche Meinung ist.
20:05
@14
Richtig: Die Stau-Vermeider werden natürlich nicht nach Menden kommen, sondern nur unsere Umgebung verpesten.
Die A46 soll nicht für die Bedürfnisse von Mendenern und Hemeranern gebaut werden, sondern für die Entlastung weit entfernter Autobahnen.
Das ist doch wohl zu verstehen.
15:50
@ 15 was soll an der toten stadt menden schon zerstört werden lachhaft
14:27
@ #14
Es würden dann mehr Fahrzeuge über das neue A46-Teilstück und über Mendener Stadtgebiet fahren, und zwar durch einige unserer schönsten Natur- und Erholungslandschaften.
Viele haben ja die irrige Vorstellung, wenn Autos über Autobahnen statt über Ortsdurchfahrten rollen, wären sie quasi aus der Welt und alle Verkehrsprobleme gelöst.
Tatsächlich werden sie aber nur verschoben.
Weil neue Straßen im Zweifel insgesamt mehr statt weniger Verkehr erzeugen, nehmen auch die Probleme zu: Lärm, Abgase, Flächenverbrauch, Landschaftszerschneidung, Bodenversiegelung usw.
Die Probleme durch zu viel Autoverkehr kann man nicht mit noch mehr davon beseitigen.
Nur durch Vermeidung und Verlagerung von Personenverkehr auf Bahn, Bus, Rad und Fußwege sowie Güter auf die Schiene, Binnenschiffe und Rohrleitungen usw. schafft man die Entlastung von Straßen, Städten, Natur und Mensch.
Begleitend sind Verflüssigung des Verkehrs durch Umgestaltung/Ausbau von Kreuzungen, Entzerrung von Arbeits- und Öffnungszeiten sowie Verbesserung von Fahrzeugantrieben und Lärmschutz notwendig.
Neue Fernstraßen und Autobahnlückenschlüsse sind jedenfalls keine Lösung!
21:37
Auch mir wird das hier einfach zu dumm. Warum würden Fahrer , die die genannten Autobahnkreuze meiden , nach Menden kommen ?
Ich sage nur Bräukerweg / Unnaer Landstr. u.v.m.
Da kommt Freude auf. Von der Verpestung unsere Luft ganz abgesehen.
20:37
Man braucht sich nicht selbst an die Straße zu stellen, um Autos zu zählen. Das hat vor einiger Zeit ein Ingenieurbüro aus Neuss erledigt. Wer keine Tomaten auf den Augen hat, der konnte Dutzende von Zählteams an allen möglichen Punkten der Stadt sehen, die über mehrere Tage die Verkehrsflüsse ermittelt haben.
Die Ergebnisse bestätigten die Aussagen der Autobahngegner voll und ganz.
Es gibt nur geringen Durchgangsverkehr in Menden. 91% bleiben am Ort oder fahren hier los. Tatsächlich würde die A 46 nur neuen Verkehr nach Hemer und Menden ziehen, nämlich Fahrer, die die Autobahnkreuze Westhofen, Unna/Dortmund und Kamen vermeiden wollen.
Genau das ergibt sich aus dem Gutachten, das auch Osis bekannt zu sein scheint. Seine Einwände sind zutreffend.
Vielleicht beantwortet das auch die Frage, was man unter sachkundig versteht.
Das hier ist keine Thekendiskussion für Schwadroneure.
13:31
Der VCD Hagen-MK unterstützt die Untersuchung von sinnvollen Alternativen zum A46-Lückenschluss!
Mehr zu unserer Haltung zur Autobahn gibt es hier:
www.vcd.org/vorort/hagen-mk/themen/weiterbau-autobahn-a-46/
11:42
@10: Stimme zu....
Und dichert Verkehr entsteht in Menden und Umgebung durch Quellverkehre... mehr nicht.
Menden udn Umgebung ist längst eine Pendlergegend.Das hat auch das Verkehrsgutachten ergeben.
Und dichter Verkehr ist das auch nicht, dafür gibt es in Deutschland genug andere Beispiele. Menden und Umgebung hat ein Verkehrsproblem durch
a) zuviele Ampeln
b) durch einen extrem mangelhaften ÖPNV der am Bedarf vorbei geplant wird.
Die A46 ist nicht angesichts der haushaltslage überhaupt nicht finanzierbar, der Tunnel ein politisches Luftschloss der lokalen Parteien.
Mal ganz abgsehen davon dass Menden eh schrumpft. Und das nicht wegen der fehlenden Autobahn.
Ich empfehle mal allen das Verkerhsgutachten vom Nordkreis, das auf einer Verkehrszählung basiert.
08:45
@lolipop
Selten so einen Quatsch gelesen! Wer so etwas bei der Disposition der Touren nicht einplanen kann, sollte sich einen anderen Job suchen!
03:43
ich bin autofahrer, seit dem ich 18 bin, und vollkommen mit dem autobahn anschluss in hemer zufrieden. ich weiß nicht was es dem mendener bürger bringen würde die autobahin zu erweitern zumal die meisten dagegen sind.