A 46: Räte sollen schnell entscheiden
21.07.2011 | 22:14 Uhr 2011-07-21T22:14:00+0200
Menden. Als Rot-Grün im vergangenen Jahr die Landesregierung übernahm, da galt der A 46-Lückenschluss für viele als erledigt. Doch jetzt präsentieren sich die Autobahn-Befürworter so optimistisch wie noch nie – insbesondere nach einem Besuch bei NRW-Wirtschafts-und Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD). Jetzt seien ganz klar die betroffenen Kommunen am Zug. Sie müssten sich schnell für eine Trasse entscheiden.
War da was mit einer Staatssekretärs-Äußerung, die für Wirbel gesorgt hat? Horst Becker aus dem von den Grünen geführten Umweltministerium hatte den Lückenschluss zwischen Menden und Neheim als „gestorben“ bezeichnet.
Doch Dr. Sigurd Pütter (SIHK-Vizepräsident, Sprecher Unternehmerinitiative Pro A 46 und Präsident der Wirtschaftsinitiative Nordkreis WIN) winkte gestern beim Besuch in der WP-Redaktion ebenso ab wie Heinz Vihrog (Sprecher der Bürgerinitiativen Pro A 46) und WIN-Geschäftsführer Franz-Josef Lohmann. Was sie so positiv stimmt, ist der Besuch beim – wie Lohmann betonte – „zuständigen Minister“.
Minister Voigtsberger habe klar und deutlich gemacht, dass das Land alle Vorarbeiten erledigt habe, so Pütter. Jetzt seien die betroffenen Kommunen am Zuge. Sie müssten nun endlich sagen, was sie wollten. „Uns hat man im Ministerium klar gesagt, dass man sofort mit den Planungen beginnen wird, wenn die Entscheidungen aus den Räten vorliegen.“
Genauso klar habe der Minister aber auch gesagt, dass die Entscheidung der Kommunen nur zwischen bereits existierenden Trassen-Vorschlägen fallen könne. „Das Land wird keine anderen Varianten mehr aufnehmen“, so Pütter. „Man hat alles geprüft.“ Das kann als Wink an Wickede und Arnsberg gedeutet werden, die sich über den Verlauf ab Wimbern uneinig sind.
Am anderen Ende der Lücke sei man noch weiter, so Heinz Vihrog: „Hinter den Abschnitt Hemer-Menden können Sie einen Haken machen, der wird kommen.“ Dass dieser Abschnitt separat gebaut werden kann, hat nun auch Mendens Bürgermeister Volker Fleige schriftlich. Er zitierte jetzt im Rat aus einem entsprechenden Schreiben von Minister Voigtsberger.
Was wird aus Menden?
Und was wird nun aus Menden? Für Franz-Josef Lohmann ist klar: „Menden hat sein Schicksal selbst in der Hand.“ Wenn sich der Rat jetzt nicht entscheide, dann werde die A 46 nur von Hemer bis zur Edelburg gebaut. „Wenn dann die Autobahnlücke kleiner wird, dann wird noch mehr Verkehr angezogen und Mendens Innenstadt wird zum Hauptverkehrsplatz in NRW.“
Daher müsse Menden jetzt ein Votum für eine A 46-Linie bis zur Stadtgrenze in Werringsen treffen. Auch wenn ein erster Abschnitt nur bis zur B515n gehe, sei dann der Weg für eine Tunnellösung frei, die für Menden die verträglichste sei. Diese sei heute auch nicht mehr erheblich teurer als eine Brückenlösung.
18:44
@ 26
Ganz so einfach, wie der kleine Moritz sich die große Welt vorstellt, ist die fiskalische Arbeitsteilung nicht. Das Land NRW hat entscheidende Befugnisse in diesem Zusammenhang, nicht zuletzt wegen der Anteile, die vom Land geschultert werden müssen. Dies geht teilweise über Zuweisungswege, mit denen man sich einmal auseinandersetzen muss, bevor man belehrt.
Es ist ohnehin die Unkenntnis über Planung, Durchführung und Folgen des Weiterbaus, die diese Diskussion notwendig macht. Die drei Leute im Bild kennen die Details, aber die Folgen sind denen sch...egal, schon deshalb, weil sie mit Sicherheit den Baubeginn in frühestens 15 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben werden.
Fatal ist es jedoch, wenn sich Bewohner dieser schönen Region von diesen Gestalten verschiffschaukeln lassen und es diesen und ihren Helfershelfern erlauben, die Landschaft großflächig zu zerstören.
15:43
@Ruhrik:
Das Land braucht auch kein Geld für den Autobahnbau, denn wie der Name schon sagt ist es eine BUNDES-Autobahn, die dementsprechend vom Bund finanziert wird. Und dort ist reichlich Geld vorhanden, denn sonst (wie oben schon erwähnt) würden nicht Milliarden in ein marodes Land gepumpt und das ist nur der Anfang, denn das wird sich als Fass ohne Boden herausstellen.
Dann lieber das Geld in unserem Land investieren.
14:36
@ Wurzelpacker: Der Lückenschluss ist sooo weit weg, den werden wir wohl beide nicht mehr erleben. Aber ich habe Kinder und wünsche mir, dass diese es auch nicht erleben müssen.
@ 19: Welcher Minderwertigkeitskomplex schürrt eigentlich ihr Konkurrenzdenken zwischen Menden und Hemer. Hemer ist ein verschlafenes Kaff, dass duch die LGS kurzfristig etwas Wind unter die Flügel bekommen hat.... Menden ist nicht wirklich besser, aber eben auch nicht schlechter.... Sie scheinen ein Problem mit Menden zu haben. Was treibt sie eigentlich in dieses Forum?
14:18
Die sicheren Nachteile wie Kosten und Landschaftszerschneidung wiegen schwerer als die eher spekulativen Vorteile des A46-Weiterbaus.
Deshalb sollte auf den Lückenschluss verzichtet werden und endlich die Alternativen angepackt werden.
Mehr Infos:
http://www.vcd.org/vorort/hagen-mk/themen/weiterbau-autobahn-a-46/
14:05
@ 22
Bedarf gibt es nicht. Das Problem der Hemeraner mit dem Straßenverkehr haben sie sich selbst gemacht. Der Weiterbau der A46 würde die Situation in Hemer noch verschärfen, denn bei der derzeitigen Planungslage verliefe die Trasse durch eine Wohnsiedlung, und nicht nur randlich daran vorbei. Die Tunnellösung, über die eine Zeit lang gefaselt wurde, ist geologisch nicht machbar.
Der tatsächliche Lückenschluss würde zudem die Verkehrslast, die sich durch Hemer bewegt, noch vervielfachen, weil damit die direkte Verbindung von der A45 auf die A445/44 hergestellt würde.
Geld ist in NRW nicht vorhanden, weil es nicht einmal einen gültigen Landeshaushalt gibt.
Man sollte die drei Greise auf dem Foto einfach an der Trasse zwangsansiedeln, und - schwupps! - wären sie bei den Autobahngegnern,.
12:30
@ Ruhrik:
Bedarf gibt es und Geld gibt es auch anscheinend genug, sonst könnte unser Land ja nicht Milliarden unserer hart erarbeiteten Steuergelder in ein Pleiteland pumpen. Das ist sinnlos investiertes Geld.
12:27
@HerrJensen:
Hemer ist wenigstens erwacht im Gegensatz zu Menden. Da dauert der Schlaf ja weiterhin an, Menden wird seine Zukunfts-Chancen noch komplett verschlafen.
Aber Hemer kann ja mal für ein Jahr den Bürgermeister an Menden ausleihen, dann rüttelt er Menden auch mal aus dem Schlaf und macht was daraus.
11:56
Wenn rr_aus_m sagt, dass weitergebaut werden soll fresse ich einen Besen quer! Das scheint mal sicher ...
Ansonsten schadet bei dem Wetter ein bisschen warme Luft nicht und davon wurde mal wieder viel produziert von den drei Weisen aus dem CDU Land.
Was genau hat Hemer denn geschafft? OK, sie sind kurzzeitig aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Das ist normal bei Kommunal-Narkolepsie. Bald kommt das nächste Nickerchen für 50 Jahre!
00:20
Ach, wenn die Mendener mal das auf die Reihe bekommen, was Hemer in der letzten Zeit geschafft hat, dann dürfen die auch mal mitreden...
Bis dahin: Pssst und zurückhalten :)
23:54
Wir werden es sehen rr_aus_m
Dann wirst du sagen: Hoffentlich wird bald weitergebaut.
Aber dann ist hoffentlich kein Geld mehr für den Lückenschluß mehr da, damit du an die Abgase tief inhalieren kannst.