17-Jähriger Mendener besteht das Abenteuer Politik

Menden/Berlin..  Für den 17-jährigen Gymnasiasten und Feuerwehrmann Alexander Bode war es das erwartete politische Abenteuer in Berlin: „Jugend und Parlament“, die dreitägige Veranstaltung im Deutsche Bundestag, hielt sogar mehr, als sie versprochen hatte. Denn der Mendener lernte nicht nur die Regeln der Ausschussarbeit und des Debattierens kennen und sah prominente Politiker wie den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Er musste mit seiner christdemokratischen Fantasiepartei CVP sogar aufpassen, in einer Abstimmung über ein neues Einbürgerungsgesetz nicht aufs Kreuz gelegt zu werden.

„Das war wirklich spannend“, schmunzelt Bode, der auf Vermittlung der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser in den jungen Bundestag eingezogen war.

Nach der Ankunft der mehr als 300 jungen Leute, die alle in einem Hostel untergebracht waren, wurden sie vier unterschiedlichen Parteien zugelost. Bodes Partei wurde die „Christliche Volkspartei“ CVP, die es mit dem sozialdemokratischen Pendant APD zu tun bekam. „In der Einwanderungsfrage hatten wir uns als Große Koalition im Fachausschuss auf ein Punktesystem für Arbeitsimmigranten geeinigt“, berichtet der Mendener.

Jetzt ging es darum, ob es jährlich oder nur alle drei Jahre überarbeitet werden sollte. „Da hatten wir intern unseren Vorschlag durchgesetzt, es nur alle drei Jahre zu machen.

Doch als es zur Abstimmung kam, stimmte die APD mit plötzlich mit den anderen.“ Die betuppten CVPler standen ruckzuck bei der Arbeiterpartei auf der Matte. Und erfuhren, dass es auf der Gegenseite einen Übermittlungsfehler gegeben habe. „Am Ende war die Sache bereinigt.“ Andere Schüler befassten sich mit dem EU-Beitritt Illyriens oder einer Neufassung des Tierschutzgesetzes. Von Berlin selbst haben Alex Bade und seine Jungpolitiker-Kollegen nicht viel gesehen, dafür an drei intensiven Tagen umso mehr über den Parlamentarismus gelernt. „Das war wirklich eine Erfahrung.“