15.600 Euro Kosten für Schülertickets durch Hauptschul-Aus

Die Stadt muss mehr Geld für Schülerfahrten in dei Hand nehmen.
Die Stadt muss mehr Geld für Schülerfahrten in dei Hand nehmen.
Foto: WP

Menden/Lendringsen..  Die Stadtverwaltung will übrig gebliebenen Schülern der Lendringser Hauptschule nach der Schließung im Sommer großzügiger als üblich Fahrtkosten bewilligen. Auch die 42 Schüler, die im Sommer zur Bonifatius-Hauptschule am Margeruitenweg wechseln, sollen die Fahrtkosten erstattet bekommen.

Anlass für die Diskussion ist ein Passus, nachdem Schüler nur Fahrtkosten zur nächstgelegenen Schule ihrer Schulform erstattet bekommen. Das wäre im Fall der Lendringser Schüler die Hauptschule Am Gelben Morgen und nicht die Bonifatius-Hauptschule. „Aus schulorganisatorischen Gründen soll bei der Prüfung der Schülerfahrtkostenanträge auf den Grundsatz ,Besuch der nächstgelegenen Schule’ verzichtet werden“, heißt es in einer Vorlage für den Schulausschuss. Mit „schulorganisatorischen Gründen“ ist gemeint, dass die Hauptschule Am Gelben Morgen nicht ausreichend Aufnahmekapazitäten für alle Schüler hätte.

Erstattung bis zu 600 Euro je Schüler

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sieben Schüler von der Regelung betroffen sind und keinen Anspruch auf Übernahme von Schülerfahrtkosten hätten. Je Schüler sollen bis zu 600 Euro jährlich erstattet werden, insgesamt 4200 Euro. Aus der geplanten Regelung fallen fünf Schüler heraus, deren Zuhause weniger als 3,5 Kilometer von der Bonifatius-Hauptschule entfernt liegt. Das ist für Schüler der Sekundarstufe I (5. bis 10. Klasse) gesetzlich so vorgeschrieben. Grundsätzlich verursacht die Schulschließung zusätzliche Fahrtkosten in Höhe von 15 600 Euro. Insgesamt muss die Stadt für 30 Kinder Fahrtkosten übernehmen. Darunter sind auch mehrere Kinder, die künftig die nähergelegene Hauptschule Am Gelben Morgen besuchen werden.