14-jähriger Mendener verletzt am Straßenrand – niemand hilft

Hilflos hockte der Junge mit seinem Rad direkt neben der Hauptverkehrsstraße.
Hilflos hockte der Junge mit seinem Rad direkt neben der Hauptverkehrsstraße.
Foto: dpa
Zitternd und blutend hockte ein 14-Jähriger in Menden nach einem schweren Sturz mit dem Rad über eine halbe Stunde am Fahrbandrand – niemand hielt an!

Fröndenberg.. Ein 14-Jähriger ist in Menden an einer stark befahrenen Straße mit dem Fahrrad schwer gestürzt. Zitternd und blutend hockte der Junge am Straßenrand - doch niemand hielt an, niemand half, obgleich in diesen 30 Minuten wie am Fließband Autos vorbeifuhren.

Sandra H., die Mutter des betroffenen 14-Jährigen aus Fröndenberg, ist entsetzt und sehr wütend über diese Ignoranz am Freitagabend. Ihr Sohn war gegen 19 Uhr auf der stark befahrenen Fröndenberger Straße aus ungeklärter Ursache mit seinem Rad gestürzt. „Er sagte, es gab einen Knall und dann lag er schon da”, schildert seine Mutter das Geschehen. „Autos hinter ihm sind ausgewichen und weitergefahren.” Der Unfall passierte nahe einer Aral-Tankstelle, unmittelbar vor einem fest installierten Blitzer.

Demnächst nicht wegsehen

Hilflos hockte der Junge also direkt neben der Hauptverkehrsstraße, neben sich sein kaputtes Fahrrad. „Er rief mich auf seinem Handy an. Ich brauchte 30 Minuten, bis ich da war”, berichtet seine Mutter weiter. Als sie an der Fröndenberger Straße ankam, fand sie ihren Sohn „zitternd vom Schock am Straßenrand – er blutete heftig aus offenen Stellen an Beinen und Arm, das Rad war deutlich beschädigt. In den 30 Minuten, in denen er auf mich wartete, hielt kein einziger an, um zu helfen. Unglaublich", schließt Sandra H. ihren Bericht. Gegenüber unserer Redaktion erklärte die Fröndenbergerin: „Ich hoffe, dass meine Schilderung viele dazu anregt, demnächst nicht wegzusehen.“

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