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Streitpunkt : Kritik an Präses Buß wegen Haltung zu Homosexuellen

Märkischer Kreis, 04.11.2009, Rüdiger Kahlke

Märkischer Kreis. Die Haltung des evangelischen Landespräses Alfred Buß zu Schwulen und Lesben ist einigen seiner Pfarrer zu liberal. Für Buß ist Homosexualität weder eine Fehlentwicklung noch eine Krankheit. In einem offenen Brief halten westfälische Pfarrer nun dagegen und werben für "Therapien".

„Beunruhigt und bestürzt” über Äußerungen des evangelischen Landespräses Alfred Buß haben sich mehr als 30 westfälische Pfarrer geäußert, gut die Hälfte davon aus dem Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg. Ihnen sind Buß Vorstellungen zu liberal, wie der Halveraner Pfarrer Christoph Dickel im Gespräch mit der WR betont. Stein des Anstoßes sind Positionen, die Buß bereits im Mai auf dem evangelischen Kirchentag in Bremen geäußert hatte.

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Auf einer Veranstaltung des Zentrums „Homosexuelle und Kirche” hatte der Landespräses es als Aufgabe der Kirchenleitungen gesehen, Homosexuelle vor Diffamierungen zu schützen. Der Bibel zufolge seien alle Menschen vor Gott gleich. Gottes Liebe gelten allen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Homosexualität sei weder eine Fehlentwicklung noch eine Krankheit. Der Präses hatte auf den Umgang mit Linkshändern verwiesen. Vor nicht allzu langer Zeit sei deren Veranlagung als Mangel angesehen worden, der durch Erziehung behoben werden müsse. Inzwischen würden Linkshändler akzeptiert.

Stellungnahme im Gemeindebrief bezogen

Wie in einem offenen Brief in November-Ausgabe des Gemeindebriefes „Über uns” der evangelischen Kirchengemeinde Werdohl nachzulesen ist, betonen die Unterzeichner im Blick auf gelebte Homosexualität „allerdings deutlich anderer Meinung” zu sein. „Gelebte Homosexualität entspricht nicht der Schöpfungsordnung Gottes”, wie sie in der Bibel beschrieben werde. Eine „Gleichstellung homosexueller Lebensformen mit der Ehe” können die Pfarrer und weitere Unterstützer des offenen Briefes „in keiner Weise zustimmen”. Den Vergleich der Homosexualität mit Linkshändigkeit halten sie für verzerrend und banalisierend.

Wo Homosexualität als naturgeben „propagiert und Therapien diskreditiert werden, verweigert man Menschen, die unter ihren homosexuellen Empfindungen leiden, die Hilfe zur Veränderung”, heißt es im Brief weiter. Die Sicht Buß sei „ein Weg der Abkehr von der biblischen Orientierung”.

Synode: Diskriminierung entgegentreten

Pastor Christoph Dickel gehört zu den Buß-Kritikern Pastor Christoph Dickel gehört zu den Buß-Kritikern Foto: Dettlaff, Ursula

In seiner Antwort verweist der Landespräses auf einen Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen aus dem Jahr 1996. Konsens sei es gewesen, „dass der Diskriminierung von Homosexuellen in Kirche und Gesellschaft entschieden entgegen zu treten ist”. Gefordert wurde zudem, den Diskussionsprozess fortzusetzen.

Die Pfarrer, mehrheitlich aus Lüdenscheid, dem Volme- und Lennetal, bezweifeln, dass Buß an weiterer Diskussion gelegen sei. Für Pfarrer Christoph Dickel gibt Buß bereits vor, „wo es landen soll.” Sein Fazit: „Der Präses geht zu weit.”Deswegen sei die Unterschriftenaktion gestartet worden, nicht nur im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg.

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Ein feste Burg ist unser Gott, am 07.01.2009 um 15:05

130 Kommentare

Die evangelische und die katholische Kirche täten gut daran, die versteckten Päderasten aus ihren Reihen zu eliminieren anstatt Homosexuelle zu diskriminieren. Solange die Homosexuellen ihre Sexualität als Privatsache behandeln und nicht demonstrativ hervorkehren, so wie dies auch von Heterosexuellen erwartet wird, kann ich daran nichts wirklich Anstößiges finden. Die Kirche ist kein "Christopher Street Day", sollte aber grundsätzlich offen für alle Gläubigen sein. Wenn wir schon homosexuelle Oberbürgermeister und Außenminister haben, dann wird die Welt auch nicht bei homosexuellen Kirchenbesuchern oder gar Pfarrern untergehen. Die verdeckte Prostitution in offiziell akzeptierten Lebenspartnerschaften zwischen etablierten (Polit-)Opas und jungen Damen mit einem Stich nach oben halte ich im übrigen für deutlich verwerflicher!

#1 von Marcus Heinrich Rohner , am 04.01.2009 um 09:54

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#6 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 11:15

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#7 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 11:17

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#8 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 11:28

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#10 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 13:54

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#11 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 14:04

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#14 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 15:16

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#15 von James.Brunt , am 04.01.2009 um 15:27

Jetzt ist es Zeit Flagge zu zeigen:

Nach "Mein Kumpel ist Ausländer!" wird es langsam Zeit, dass die Christen mit Aufklebern herumlaufen, auf denen steht: "Meine Kumpelin ist lesbisch!"

Ihr die ihr die Unterschriftenliste organisiert, Ihr seid mit schuld an dem Leid von denen, die von iher Familie verstoßen werden, von den Eltern rausgeschmissen werden, und an den Selbstmorden derer, die keine Perspektive auf ein würdiges geoutetes Leben für sich sehen.

Schämt euch und legt endlich eure Homophobie ab. Versteckt euch nicht mehr hinter dem vermeintlichen Gotteswillen.

#18 von inundoutlüdenscheid , am 03.11.2009 um 20:37

Homosexualität ist keine Krankheit! Umerziehungsversuche unter dem Tarnnamen Therapie helfen niemand. Es wird Zeit, dass die ev. Kirche im 21. Jahrhundert ankommt! Danke an Präses Buß für die klaren Worte.

#19 von NochKirchenmitglied , am 03.11.2009 um 21:18

Es ist eine Frechheit allersten Ranges, wie unverschämt sich die Kirche in diesem konservativen Sauerland aufführt, wegen solchen Leuten möchte ich diese Gegend nun endgültig verlassen, ich habe die Schanuze gestrichen voll davon, wegen meinen sexuellen oder gedanklichen Abkehrungen von der Kirche hier diffamiert zu werden, es reicht endgültig, das Maß ist voll!

Man sollte diese ganze Pfarrer am Besten in eine Baptisten Stadt in die USA schicken oder noich besser ins erzkonservative Texas, wo sie smühelos ihre schäbigen und verachtungswürdigen Meinungen vertreten können.

Es ist einfach unglaublich, wie herzlos und dumm Menschen sein können. Gott schämt sich für solche Leute, die seinen Namen so missbrauchen, um andere Menschen verletzen zu können. Und so wird wohl auch jeder Kirchenmensch seine gerechete Strafe für soviel Sünde erhalten!

#20 von Chico 1985 , am 04.11.2009 um 07:56

Was nicht heißen soll, das man solchen Leuten überhaupt Beachtung schenken soll, ich denke es gibt so etwas wie göttliche Gerechtigkeit und jeder wird wohl das kriegen, der eine früher, der andere später...

#21 von Chico 1985 , am 04.11.2009 um 08:02

Wow, klingt ja ganz nach amerikanischen Verhältnissen hier!

#22 von Überraschter , am 04.11.2009 um 08:13

"Kritik an Präses Buß wegen Haltung zu Homosexuellen" und "In einem offenen Brief halten westfälische Pfarrer nun dagegen und werben für "Therapien."
Da darf man ja mal gespannt sein, wie die etwa den Guido "therapieren" wollten!

#23 von kordit , am 04.11.2009 um 09:04

Und ich hatte geglaubt, die protestantischen Kirchenvertreter seien dem "Fortschritt" eher zugetan ald die katholischen. Nun gut, dem ist wohl nicht so - zurück ins Mittelalter.

Nur so nebenher: Was maßen diese Herren sich eigentlich an zu wissen, wie Gott was gedacht hat? Das sind doch alles nur Interpretationen von machtbesessenen und verblendeten sogenannten Christen!

Ein Lob und Dank an Präses Buß, dass er seine EInstellung so offen vertritt und auf der Seite aller Menschen steht, egal ob homo- oder heterosexuell.

#24 von mondsteinchen , am 04.11.2009 um 09:15

Immerhin nähern sich sich die "Glaubensgemeinschaft" den Katholiken an. Es lebe die Ökumene (Aber nur unter der richtigen Kirche)

"Razinger, das klingt doch schon wie ein billiger Weißwein.
Boah, ich hab gestern zwei Flaschen Razinger getrunken, ich hab nen Kopf wien Rathaus."

"... da stehen wir alle mit Löschdecken im Heuhaufen und der raucht eine nach der anderen..."

"...der Papst hat die Vorhölle abgeschafft, ja, er hat die Vorhölle abgeschafft,
ja heute morgen um halb 8 habe ich die Vorhölle abgeschafft, in den Psychatrien sitzen die Leute für weniger. So nun gehen sie mal mit den zwei starken Männern zurück in ihr Zimmer..."

#25 von Papa Ratzi , am 04.11.2009 um 09:18

Ich glaube die Herren die sich auf die Bibel berufen haben diese nicht im Detail gelesen sonst würden sie sich nicht so liberal äussern. Wenn sie der Meinung sind das sie sich bibeltreu verhalten liegen sie wohl daneben. Hätte es etwas besseres als eine Frau für den Mann gegeben, hätte Gott das bessere geschaffen!

#27 von Tönisvorster , am 04.11.2009 um 09:18

Auf jeden Fall will Kirche im Gespräch bleiben.
Die einen möchten therapieren, möglichst in ihren evangelischen Einrichtungen, die anderen hoffen vielleicht, dass sie durch gezielte Kampagnen in puncto Antidiskriminierung wieder mehr Eintritte verzeichnen können.
Die interne Wirklichkeit sieht ganz anders aus.

#28 von daisyblue , am 04.11.2009 um 09:20

Die Kirche ist wohl nie im 21. Jahrhundert angekommen.
Schwule werden Ministerpräsident, Außenminister und die Kirche will will sie heilen, unglaublich.

Ich bin glücklicherweise längst ausgetreten, so dass ich solche Leute nicht unterstütze.

#29 von LandeiBOR , am 04.11.2009 um 09:20

Die Bibel ist das grösste Märchenbuch,
geschrieben von verbitterten alten Männern.

#30 von Bobby6 , am 04.11.2009 um 09:27

Ich bin dafür, dass sich die Pfarrer einer therapeutische Sitzung (Psychotherapie) unterziehen sollten.

#31 von sosoalso , am 04.11.2009 um 09:29

Wie gut das ich keiner der beiden "Sekten" mehr angehöre. Hört endlich auf, anderen vorzuschreiben wie sie zu leben haben!

@ Bobby6: Stimmt die "christlichen" Feiertag sind eh alle von den Heiden geklaut. Vergleicht mal die heidnischen Feiertage mit den christlichen. Ihr werdet Euch wundern. ;-))

Einen schönen Tag noch....

#32 von vampir88 , am 04.11.2009 um 09:37

Ich bin für Theraphien für religiöse Spinner!

#33 von don , am 04.11.2009 um 09:40

Ob diese Verhaltensweise der Kirchenvertreter "Jesus" gefallen hätte? Ich glaube kaum. Bei ihm galt noch wirklich der Satz: "Vor Gott sind alle Menschen gleich"


Abgesehen davon: Männer, die in "Kleidchen" herumlaufen und dabei auch noch Lila oder Rote Scherpen tragen, sind für mich auch nicht gerade normal.

#34 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 09:45

Dass jemand worunter auch immer, auch unter seiner sexuellen Orientierung, leidet, sollte immer Anlass dafür sein, Hilfe anzubieten und zu leisten. Leidensdruck - wo möglich - zu nehmen, ist ein Akt tätiger Menschenliebe. Schwule und Lesben leiden meiner Beobachtung nach unter der Ignoranz oder auch der Diskreminierung ihres Umfeldes und lieben ansonsten mit dem gleichen Recht wie jeder anders orientierte Mitmensch. Das müsste im Grunde jedem Menschenfreund vermittelbar sein. Auch Kirchenmenschen. Dass Gott immer für Ideologien bestimmter vorurteilsbehafteter Menschen herhalten muss, ist auffallend und nicht auf das Christentum beschränkt. Eine noch konsequentere Trennung von Kirche und Staat sollte die logische Folge sein. Jedenfalls solange es innerhalb der Kirche solche Diskussionen gibt.

#35 von Anke Fischer , am 04.11.2009 um 09:46

das ist n Scherz, obwohl - wir ahebn doch noch gar nicht dn 1.April.
Was bilden sich diese Fundamentalisten eigentlich ein???
Staatsbürgertest nicht bestanden, raus hier : ))))))
Echt, die Kirchen sind ein Treppenwitz der Geschichte.

#36 von metalcage , am 04.11.2009 um 09:48

haben

#37 von metalcage , am 04.11.2009 um 09:48

Abgesehen davon: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Wie oft hat man schon gelesen von Priestern etc., die sich an kleinen Jungen vergangen haben...

Wir war das noch?

Wer frei von aller Sünde ist, der werfe den ersten Stein!!!

#38 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 09:49

Ach ... und noch eins (weil ich mich gerade so in Rage schreibe)...

Die Kirchensteuer wird aber von Homosexuellen gerne einkassiert oder? Oder geht die Kirche hin uns sagt: Wie - sie sind schwul? Nein - ihr Geld wollen wir nicht.. und nein - sie dürfen auch nicht länger in der Kirche Mitglied sein....



#39 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 09:53

Die Kirche, die Bibel, die" christlichen " Feiertage,
all das sollte man nicht so hoch hängen.
Ein erfülltes Leben braucht keinen Pseudogott.

#41 von dieterborussia , am 04.11.2009 um 09:59

Bigotte I.d.i.o.t.e.n.
Wenn einer in Therapie muss, dann die.
Was stellen sich diese scheinheiligen Herren eigentlich vor? Wenn alle Homosexuellen in Deutschland aus diesen "Sekten" austreten können die sich teilweise neue Arbeitgeber suchen, weil kein Geld mehr in der Kasse ist. Es wird auch garantier unter der Priesterschaft genug Homosexuelle geben, die sich nun besser verstecken, weil sie sonst geächtet werden?

#42 von Hoffi65 , am 04.11.2009 um 10:01

Kommen da die "Deutschen Christen" aus Zeiten des 3. Reichs wieder durch?
Um den Herren und Damen der mit wenig Nächstenliebe ausgerüsteten konservativen Möchtegernchristenfront noch ein wenig Salz auf die eiternden Wunden zu streuen sei gesagt:

Psychologisch gesehen ist Homosexualität die Normalform ... denn jeder Mensch sollte an erster Stelle sich selbst lieben, sonst ist er nicht lebensfähig. Das bedingt aber auch ein gewisses "Hingezogen fühlen" zum eigenen Geschlecht. Vielleicht sollten die Herrschaften mal die katholischen Kollegen fragen, die sicherlich noch lebhaft aus den einsamen Nächten im Prieserseminar berichten können ... und wie zärtlich die eigene Hand ist.

In meinen Augen macht die Kirche hier mal wieder deutlich, wie weltfremd und überflüssig sie geworden ist. Man muss sich heute schämen, wenn man öffentlich sagt "Ich bin Christ" ... denn keiner kennt mehr die Ideale des Christentums sondern nur der Lügensermon der Amtskirchen ist noch in der Welt präsent. Und der hat mit dem Christentum mal so gar nichts gemeinsam.

Statt Kruzifixen in Schulen und öffentlichen Gebäuden ist eine Diskussion und Prüfung erforderlich, in wie weit eine Kirche deren Amtsträger sich derart äußern noch Verfassungskonform ist und mit Steuergeldern subventioniert werden darf.

#43 von WattenscheiderJung , am 04.11.2009 um 10:03

Als lutherisches Landeskirchenmitglied der Landeskirche Westfalen finde ich die Haltung von Präses Buß sehr gut.

Ich weise die paar homophoben Pastoren aus Lüdenscheid und Umgebung auf die gute lutherische Entscheidung der Schwedischen Kirche hin, wo homosexuelle Paare kirchlich sich trauen lassen dürfen und wo mit Eva Brunne eine offen lesbische Bischöfin mit Partnerin und Kind lutherische Bischöfin in Stockholm ist.

In vielen Landeskirchen der EKD sind Segnungsgottesdienste, homosexueller Paare längst Alltag und es ist eine bodenlose Frechheut von Pfarrer Christoph Dickel hier "wie der Elefant im Porzellanladen" diese Unterschriftenaktion zu starten. Erinnert sei an das gute Grundsatzdokument der EKD von 2002 "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken", das von allen EKD Bischöfen mitgetragen wird.

Als lutherischer Christ ist Christoph Dickel damit als Pfarrer in meinen Augen gescheitert und hat hohe Schuld auf sich geladen. Der möge mir bloß nicht in meine Kirchengemeinde kommen, dann bekommt der dort richtig Ärger mit mir. Was veranlaßt Herrn Dickel so unchristlich zu handeln ? Er sollte besser sein Amt als Pfarrer niederlegen, wenn er so unbarmherzig gegenüber homosexuellen Paare wie beispielsweise Aussenminister Guido Westerwelle und Michael Mronz, usw. ist.

Sollte Dickel in den Kirchenkreis Tecklenburg versetzt werden, werde ich ihm "die Hölle heiß machen".

#44 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 10:05

Als Sozialer Mensch bin ich auch dafür die Homesexuellen zu unterstützen. Sicherlich gibt es Therapien die den abnormalen Lebenswandel eindämmen oder in einer positive Richtung wenden könne. Nur weil (gegen den Willen vieler Menschen) ein Politiker der ebenfalls diese Fehlentwicklung hat Außenminister geworden ist darf man den Kampf gegen diese schwere erkrnakung jetzt nicht einstellen und sie als "gottgegeben" abtun.

#46 von motorroller , am 04.11.2009 um 10:11

Köstlich

#48 von guentherpaul , am 04.11.2009 um 10:17

In 100 Jahren wird es diese Diskussion nicht mehr geben. Dann herrscht hier die Scharia...

#49 von holmark , am 04.11.2009 um 10:17

Ach, ich lach mich platt! Dachte ich doch immer die ev. Kirche sei die Reformierte und Reformierende, Ha, ha!!
Es sind alles genau so knöcherne Dogmatiker wie im Klerus unter Pappa Ratzi!!
Warum schließt ihr euch eigentlich nicht zusammen? Dürfte doch gar nicht so schwierig sein auf dieser erzkonservativen Basis!!

#50 von aufschalke100 , am 04.11.2009 um 10:18

Homosexuelle Paare gibt es überall auf der Welt und es ist gut, das sie in unseren Landeskirchen einen Segnungsgottesdienst erhalten können oder wie in Schweden in der lutherischen Schwedischen Kirche getraut werden dürfen.

In der EKD haben die Bischöfe das gute Grundsatzdokument "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" vor Jahren schon verabschiedet und homosexuelle Paare als ethisch und theologisch zu unterstützende Paare bewertet, die aus lutherischer/reformierter Sicht akzeptiert werden.

Die jetzt von Dickel im sauerländischen Verdohl initiierte Aktion ist "schon ein starkes Stück" und zeigt wie moralisch verdorben dieser Pfarrer ist und wie er seiner eigenen Kirchenleitung "in den Rücken fällt". Er sollte besser sein Amt abgeben, denn es gibt bessere lutherische Pastoren als Ihn.

Bei meinem nächsten Aufenhalt im Sauerland werde ich ihm einen Besuch abstatten und ihm mitteilen, wie moralisch er doch als Pastor am Boden liegt und wie niederträchtig sein Verhalten gegenüber der Kirchenleitung in Bielefeld ist.

#51 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 10:19

Warum sind solche Diskussionen immer noch nötig ? Ich frage doch auch nicht ob der Herr Pfarrer seine Frau lieber von vorne oder von hinten.... Bestätigt mal wieder meinen Kirchenaustritt der nun schon 20 Jahre zurück liegt... geändert hat sich nichts.

#52 von Ausgetreten , am 04.11.2009 um 10:29

@ ''31 Dietmar

Ich hoffe für Sie - nein für Ihre Kinder, dass sie sich Ihrer verstaubten Erziehungsmethoden unterordnen. Nicht auszudenken, was passieren wird, wenn sie sich für ihren eigenen Weg entscheiden, wie sie leben wollen.

Aber das werden wir hier dann sicherlich hier nachlesen können unter die neuesten "Nachrichten"

#53 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 10:29

Bevor mal alle wieder auf die Kirchen draufhauen, gebe ich mal zu bedenken, das Veränderungen im Denken und Handeln oft Zeit braucht.

Abgesehen davon haben sich 30 Priester zu Wort gemeldet. Das ist rechnerisch gesehen an der Gesamtzahl der Prieser sehr gering, aber es wird immer ein großen Faß aufgemacht.

Man wird es nie schaffen, alle Meinungen unter einem Hut zu bringen und es ist gut so. Diskussionen und Erörterungen sind immer notwendig, nur so erlebt man einen Wandel. Die Meinung des anderen muß mir nicht gefallen, aber ich muß diese akzeptieren, soweit diese nicht verletzend, beleidigend, etc. sind.

Ich bin überzeugter Christ und es kommt für micht nicht darauf an, ob jemand homosexuell ist oder nicht. Jesus ist der Bote der Liebe und der Menschlichkeit, der jeden Menschen auf- und annimmt, wenn er es möchte. Leider wurde das nicht nur in der Vergangenheit vergessen sondern auch in der Gegenwart.


#55 von kdi , am 04.11.2009 um 10:35

@Ausgetreten
Es hat sich insofern schon etwas verändet, dass die moralisch verdorbene Ansicht von einigen wenigen fehlgeleiteten Pfarrern gottsedank nicht mehr die Mehrheitsmeinung in der Landeskirche Westfalen ist und insbesondere die Kirchenleitung in Bielefeld aber auch in benachbarten lutherischen/reformierten/uniierten Landeskirchen eine gegenteilige Position zu Herrn Dickel in Halver, Lüdenscheid, haben.
Sehr gut ist auch das ethisch unterstützende Grundsatzdokument der EKD "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken" von 2002.

Herr Dickel ist da mittlerweile in einer klaren Minderheitenposition unter lutherischen/reformierten Christen: er sollte sich schämen, hier so seine Kirchenleitung anzugreifen und hat sich mit seiner EIGENMÄCHTIGEN Aktion viele, viele Feinde in den Reihen der Pfarrer und Theologen geschaffen.

#56 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 10:35

#28 von DietmarKalaschnikow
#29 von motorroller

Und wer therapiert Euch und die Pfaffen? Denn, alle anderen sind gesund und normal. Schlimm, dass Menschen wie Sie unter uns leben und sich ggf. vermehren.

#57 von GluecklicherFreidenker , am 04.11.2009 um 10:35

#40 von kdi

An wieviel Zeit dachten Sie denn? Noch einmal 2.000 Jahre? Wo Vernunft ist, fallen Veränderungen nicht schwer. Aber Vernunft und Glauben schließen sich nunmal aus.

#58 von GluecklicherFreidenker , am 04.11.2009 um 10:38

Wenn sie könnte, würde die Kirche wieder Scheiterhaufen aufstellen...

#59 von Der Stefan , am 04.11.2009 um 10:45

Im Übrigen ist auch Gotteswahn bei einsichtigen Patienten gut therapierbar. Für den Anfang empfehle ich die Bücher von Richard Dawkins!

#60 von zynankarlie , am 04.11.2009 um 10:49

[Von Moderation entfernt]

Bei dermaßen viel nicht lebensfähigen Gottessklaven bleibe ich dem alten Motto treu:

"Wer keine Angst vor Teufel hat, braucht auch keinen Gott!"

Und das gilt nur für Menschen mit Rückgrat und Charakter ... 2 Eigenschaften, die die Kirche nicht bieten kann!


#64 von James.Brunt , am 04.11.2009 um 11:00

Was bin ich froh, dass mir der liebe Gott Weisheit, Geduld und vor allem Toleranz mit auf den Weg gegeben hat.

#65 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 11:01

Gut das wir heute in einer Gesellschaft leben, wo homosexuelle Paare zum Standesamt gehen können und wo das Bundesverfassungsgericht ein klares Urteil zur Gleichstellung aktuell zur Hinterbliebenenversorgung gefällt hat.

Gut das es mit Bischöfin Eva Brunne eine offen lesbische, lutherische Bischöfin in Stockholm in der Schwedischen Kirche gibt, die sehr glücklich mit ihrer Frau im Bischofssitz lebt und gemeinschaftlich einen Sohn erziehen.

Gut das wir eine Bischöfin Käßmann an der Spitze der EKD haben, die auch die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare befürwortet.

Gut das solche sauerländischen Pastoren mittlerweile die krasse Minderheit in der westfälischen Landeskirche sind.

Gut das wir mit Präses Buß einen Mann an der Spitze in Bielefeld haben, der öffentlich den Mut und die Courage hat, für die Rechte homosexueller, verheirateter Paare einzutreten.

Gut das wir offen homosexuelle Spitzenpolitiker wie von Beust in Hamburg, Wowereit in Berlin oder Westerwelle als Aussenminister haben und mittlerweile alle im Bundestag vertretenen Parteien homosexuelle Politiker in Ihren Reihen haben und dort keine Ausgrenzung mehr erfolgt.

#66 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 11:04

@Johannes Timm

Gut - dass es noch konstruktive Beiträge wie die Ihre gibt.

#68 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 11:07

Faschistoide Meinung ist keine Meinung!
Mit Diskriminierung und Hetze gegen alles, was "anders" ist, hat das grösste Verbrechen der Menschheitsgeschichte auch angefangen!

#69 von Gutmensch , am 04.11.2009 um 11:13

[Entfernt von Modearation - Bezog sich auf entfernten Kommentar]

#70 von James.Brunt , am 04.11.2009 um 11:17

„Ihr lacht über mich, weil ich anders bin.
Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!“

#71 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 11:17

[Entfernt von Modearation - Bezog sich auf entfernten Kommentar]]

#72 von James.Brunt , am 04.11.2009 um 11:24


User mit solchen Äußerungen wie dieser Kalaschnikowika sollte man auf ihre ID-Nummer hin suchen. Sowas sollte gelöscht werden bzw. Internetzugang verboten.

#73 von ausderkircheaustritt , am 04.11.2009 um 11:30

Solche Äusserungen bestärken mein Atheistisches Weltbild ! Ich bin glücklich darüber das ich der Indoktrination in unserer Christlichen Gesellschaft wiederstanden habe und immer alles mit einer Gewissen Skepsis sehen kann!

Nachdenklich macht mich an dieser Disskusion das hier in meiner Heimat soviele Pfarrer an diesem offenen Brief beteiligt waren...

#74 von Pepinio , am 04.11.2009 um 11:34

@Gutmensch

Es sind nur ganz paar Pastoren (weniger als 30), die dort im Sauerland hetzen und der Kirchenleitung in Bielefeld in den Rücken fallen - die ganz große Mehrheit der Pfarrer in der Landeskirche Westfalen denkt anders. Und in den letzten Jahren haben bereits eine Reihe von Segnungsgottesdiensten in der Landeskirche Westfalen für verheiratete, homosexuelle Paare stattgefunden.

Die Kirchenleitung in Bielefeld sollte das eigenmächtige Vorgehen dieser paar Pfarrer stoppen, denn eine Unterschriftenaktion schürt nur Stimmung ist aber sicherlich kein geeignetes Mittel in der ethischen und theologischen Diskussion bei diesem Thema ...

#75 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 11:35

Und ich dachte immer die Bibel sei Grundlage christlichen Glaubens!?

#76 von Karl Heinze , am 04.11.2009 um 11:42

@Gutmensch

Das Nationale Aktivisten gegen Homosexuelle hetzen ist doch nur Provokation. Guck doch mal in deren eigenen Reihen, google doch mal nach Michael Kühnen und seinen alten Weggefährten, guck mal nach Österreich (Kamerad Haider), selbst früher zwischen 33 und 45 wurde Homosexualität bei denen öffentlich zur Schau gestellt (Röhm, Göring).

Wenn die also hier hetzen ist das nur Provokation denn der Anteil von Homosexuellen bei denen selbst (gerade in der Führungsebene) ist ausserordentlich hoch !

#77 von kritiker_1 , am 04.11.2009 um 11:43

@ Karl Heinze

Die Bibel ist Grundlage des christlichen Glaubens und hierzu empfehle ich Ihnen das gute Grundsatzdokument der EKD von 2002 "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken", das von allen Landeskirchenleitungen in der EKD mitgetragen wird. Darin kommt zum Ausdruck, dass die Bibel der theologischen und ehtischen Akzeptanz und Unterstützung verheirateter, homosexueller Paare nicht entgegensteht.

Dies wird übrigens von vielen anderen christlichen Kirchen gleich beurteilt. so beispielsweise aktuell auch bei den Quäkern sowie bei der ELCA in den USA oder der anglikanischen Episcopalchurch, usw.

#78 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 11:46

@Redaktion
Ihr solltet bei diesem Thema aufpassen, da dieses Thema gern von rechtsradikalen Bloggern im Internet aufgegriffen wird und schnell volksverhetzende Kommentare von diesen Bloggern hier verfasst werden.

#79 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 11:48

Ich kann die Wellen der Empörung nicht wirklich nachvollziehen. Wer die Bibel kennt, weiß, dass Homosexualität dort eben nicht mit der Ehe gleichgestellt wird. Die ersten Menschen waren lt. Bibel nun einmal nicht Adam und Adam, sondern Adam und Eva. Gleichwohl haben Christen die Verpflichtung, anderen Menschen mit Toleranz und Respekt zu begegnen. Umgekehrt gilt das aber genauso: Auch Christen sollte mit Toleranz und Respekt begegnet werden. Schließlich wird von Muslimen auch nicht erwartet, dass sie Schweinefleisch essen oder von Hindus, dass sie Kühe töten.

#80 von Kröte , am 04.11.2009 um 12:03

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Ich bin heute 64 Jahre alt und –wie ich oft scherzhaft sage- nicht nur in meiner sexuellen Orientierung nach allen Seiten hin offen J.
Der obige Artikel erschreckt und erinnert mich an folgendes:
1963 habe ich als 18jähriger junger Bursche in Essen wegen eines sexuellen Kontaktes zu einem 29jährigen Mann drei Monate in U-Haft gesessen. Da der Bottroper Kripo meine damalige Bekanntschaft durch einen Denunzianten nur unzureichend bekannt war und ich zu seiner Identität nichts sagte, wurde ich nach dem Gerichtsverfahren und anschließender Entlassung wie ein Schwerverbrecher observiert. Die Polizei wollte unbedingt meinen Bekannten ermitteln und vor Gericht stellen. Die Protagonisten von Polizei und Justiz sind noch heute in meinem Kopf: Richter Schulte-Kückelmann und der Kripobeamte Nowak, beide aus Bottrop.
Es gab damals den § 175 StGB. Bei der Gerichtsverhandlung hörte ich ein Vokabular wie bei Freißler vor dem Volksgerichtshof.
Ich dachte, diese Zeit sei lange hinter uns. Wer jedoch auch heute noch über Homosexualität von Krankheit und Fehlentwicklung spricht, dass man erzieherisch dagegen wirken könne und Schwulsein „ein Weg der Abkehr von der biblischen Orientierung“ ist – der steht den Nazis von einst sehr nahe.
Die genannten protestantischen Kirchenmänner stehen dem Papst in der Sache um nichts nach.

Allerdings möchte ich auch sagen, dass mir homosexuelle Eheschließungen nicht gefallen und sie einer Ehe zwischen Mann und Frau für mich nicht gleich sind. Bezeichnungen wie Freund oder Freundin bzw. Partner oder Partnerin finde ich sympathischer als wenn ein Mann von seinem schulen Partner als sein „Mann“ oder wie Hella von Sinnen z. B. im Fernsehen immer wieder von ihrer Lebenspartnerin als ihre Frau spricht.
Die Ehe zwischen Mann und Frau als Familie mit Kindern nimmt für mich persönlich schon eine ganz andere Stelle ein. Das sage ich wertfrei, ohne irgendjemanden diskriminieren zu wollen.

#81 von Heinz W. Geisenberger , am 04.11.2009 um 12:19


Nicht erschrecken , auch wenn es um das :

> Evangelium Mk 12,38-44
vom 32. Sonntag B – 08.11.2009 , geht

> „ In jener Zeit lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte:
Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten!
Sie gehen gern in langen Gewändern umher,“

vielleicht auch im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg . Sie sind dort :
„Beunruhigt und bestürzt” über Äußerungen des evangelischen Landespräses Alfred Buß ,weil er verkündet :
„Der Bibel zufolge seien alle Menschen vor Gott gleich. Gottes Liebe gelten allen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Homosexualität sei weder eine Fehlentwicklung noch eine Krankheit.

> „ lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen
grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten
Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben.“

verkünden :
Eine „Gleichstellung homosexueller Lebensformen mit der Ehe” können sie als Pfarrer ( und auch einige weitere Unterstützer des offenen Briefes) „in keiner Weise zustimmen” .

> „ …… und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.“

Mein Fazit: Pfarrer Christoph Dickel geht viel zu weit !

Als theologischer Laie – aber als authentischer Christ sollte , m.E.
eine GEGEN - Unterschriftenaktion gestartet werden ! Diese sollte ,von Persönlichkeiten, die über Empathie und Kongruenz verfügen , von solchen Persönlichkeitsmerkmalen getragen sind ,unterstützt werden !!
Weil sie die NICHT die Auffassung vertreten Homosexualität sei :
„ ein Weg der Abkehr von der biblischen Orientierung”..
und damit ,dacor ,die Sichtweise von Herrn Landespräses Alfred Buß unterstützen!:

Diese GEGEN – Unterschriftenaktion sollte nicht nur im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg ( „ dem Vorhof der Männer, im Tempelhof ;-) -
sondern im gesamten : Westen de stattfinden !“ )

Meine Hochachtung gilt Herrn Landespräses Alfred Buß !
Scheinbar werden ihm und den Betroffenen ,Homosexualität lebenden Persönlichkeiten ,immer wieder neue Steine in den Weg gelegt.
Ich wünsche ihm , der anscheinend ständig Auseinandersetzungen mit „besonderen“ Schriftgelehrten zu führen hat (die ihm dadurch vielleicht auch große Enttäuschungen bereiten) weiterhin Kongruenz ,in seinem Christlichen Tun !
Überreichen wir ( vergleichsweise wie die arme Frau ,aus dem o.g. Evangelium , diese geht mit einer Entschlusskraft die andere nur beschämen
kann zum Opferkasten,) Herrn Buß , auch schriftlich unsere Solidarität !

Schenken wir Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl auch ,
als Mit – und Nachdenkliche Christen, allen Schwulen und Lesben !
Und dumme mickrige Bemerkungen , aus dem Merkwürdigen Kreis(en) ,
machen den direkt Betroffenen und den ,zu ihnen stehenden
Beteiligten , nichts aus !

Es scheint , wie der armen Witwe ,aus dem Evangelium ,
das Selbstverständlichste der Welt zu sein, so einstehend zu handeln ( bei ihr, folgendermaßen ,zu spenden).

Genauso sollte es Uns allen ergehen , die ein Verständnis von einem Eigenen Selbst haben , das nicht diskreditiert oder diffamiert !!

Ich Danke Ihnen Allen für Ihre Geduld , beim lesen dieser Zeilen !

Mit zuversichtlichen Grüssen

Theo van Wesel
ein Kerl, obgleich ein schlechter…!

#82 von zuversicht1 , am 04.11.2009 um 12:32

Das Menschen so offen gegen Schwule und Lesben Stellung beziehen und Ihre Meinung kundtun ist ja sehr selten. Trotzdem: Lüdenscheid ist überall, auf dem Land, den Städten und auch in den Metropolen. Überall dort ist die Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben nicht selten nur geheuchelt und das Ausbleiben öffentlicher Unmutsbekundungen zu diesem Thema ist doch eher die Angst vor der eigenen Courage.

Zwei Sachen interessieren mich dabei immer mehr. Was bewegt das Normalo-Hetenmännchen dazu sich mit dem Thema Homosexualität so intensiv zu beschäftigen? Für einigermaßen gefestigte Heterosexuelle sollte das Thema völlig belanglos sein. Ein Grund fällt mir ein: "Die schärfsten Kritiker der Elche, sind meist selber welche". Und dann noch: Wie wird sich diese Gesellschaft entwickeln und gelingt es uns die Zeichen der Zeit geschichtlich einzuordnen und den Weg in die richtige Richtung zu lenken? Danke an Alfred Buß für den ersten Schritt geradeaus!

#83 von sbe , am 04.11.2009 um 12:33

@Heinz W. Geissenberger
Ich stimme Dir nicht zu, was die Bezeichnung angeht. Natürlich sind es Mann und Mann bei Guido Westerwelle und Michael Mronz oder Frau und Frau bei Hella von Sinnen und Cornelia Scheel.

Und du solltest das gute aktuelle Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichstellung in der Hinterbliebenenversorgung lesen. Dort wird treffend geschrieben, das längst nicht in allen Ehen von Frau und Mann heute Kinder aufwachsen, sondern teilweise nicht einmal von diesen Ehepaaren gewollt sind und nur das Interesse an der Einkommenssteuervergünstigung im Vordergrund steht. Kinder sind da nicht vorhanden. Genauso gibt es viele (natürlich nicht alle) homoesxuelle Paarbeziehungen in den Kinder aufwachsen und erzogen werden.
Es ist falsch, wenn Du glauben solltest, dass nur bei Mann/Frau Kinder glücklich aufwachsen; denn dies ist definitiv nicht der Fall, wie auch die aktuelle gute Studie aus Bamberg dies beweist.

#84 von Johannes Timm , am 04.11.2009 um 12:35

@ Johannes Timm
Das, was Sie schreiben ist mir schon bekannt und in Ordnung. Für den Hörfunk habe ich über Jahre zum vorliegenden Thema einiges verfasst.
Ich hatte ja nur meine Meinung gesagt und wie mir Details gefallen oder nicht. Vielleicht liegt manches an meinen ganz persönlichen Erfahrungen hierzu.
Im Gegensatz zu heute war früher die Vokabel „schwul“ leider auch ein ganz übles Schimpfwort.

#85 von Heinz W. Geisenberger , am 04.11.2009 um 12:48

Was bin ich froh das wir uns im Jahr 2009 befinden.
Einige hundert Jahre zurück hätte man die vermeindlich verirrten Schäfchen, auf dem Scheiterhaufen, mit dem Segen der Kirche, verbrannt.

#86 von volans , am 04.11.2009 um 12:57

Habe zu einigen homosexuellen Menschen Kontakt.Sind durch die Bank tolle Leute und sollten sich heutzutage vor keinem mehr rechtfertigen müssen.Den Herrn W.Aus B. habe ich jedoch noch nicht persönlich kennen gelernt.Und das ist auch gut so.Die Kirche jedoch ist so ungefähr die letzte Institution,die jedwedes Sexual(er)leben kommentieren sollte.Wie geht nochmal die Geschichte mit dem Glashaus?

#87 von Mohammed Busch , am 04.11.2009 um 13:11

#41 Es hat sich in der Kirche, besonders in der evangelischen Kirche massive Veränderungen gegeben, das werden Sie wohl kaum bestreiten können. Aber ebenso wie sich der einzelne Mensch ungern ändert und auch Fehler zugibt (mögen sich hier mal einige Kommentartoren an die Nase fassen), tun sich Gruppen umso schwerer, da viele Interessen und Betrachungsweisen aufeinander treffen.

Die Kirche ist nicht was losgelöstes, sondern eine Gemeinschaft von Menschen. Ich erwarte von meinen kirchlichen Vertretern, das sie Leitlinien und moralische Werte vertreten, auch gegen den vielleicht aktuellen Trend.

Wie ich in meinen vorherigen Kommentar schon erwähnt habe, bedeutet Glaube ein ewiges Auseinandersetzen mit seinen Glaubensgrundsätzen.

Von welcher Vernunft reden Sie denn?
(theoretische, epistemologische, metaphysische oder kosmologische Vernunft)

#88 von kdi , am 04.11.2009 um 13:13

Tatsache ist: in der Bibel wird homosexuelles Handeln an mehreren Stellen verdammt oder sogar mit dem Tod bedroht.

Aber was ist schon die Bibel? Ein zusammen gekritzeltes Werk von Staats- und Herrschaftsideologien, Mythologie und glatter Scharlatanerie! Jeder vermeintliche "Gotteswille" in der Bibel (oder dem Koran und anderen Schriften auch) ist in Wirklichkeit der Wille weltlicher Machteliten. Sowas sollte nun wirklich nicht als unhinterfragte Basis für ein modernes Staatswesen dienen!

Wenn also Priester behaupten, Homosexualität sei bibelwidrig, dann haben sie Recht, aber das sollte keinen interessieren! Einen Gotteswillen oder eine göttliche Schöpfungsordnung gibt es aber nicht; und wenn in einer solchen Homosexualität nicht vorgesehen wäre, dann gäbe es sie eben nicht! Die ganzen Verbote und Strafen für Homosexualität in der Bibel sind Repressionsakte weltlicher Machtinstanzen, genauso wie früher der §175!

Zu den "Therapien":
Wenn jemand sich durch eine homosexuelle Neigung belastet fühlt, sollte es ihm durchaus möglich sein, Hilfe anzunehmen, vorausgesetzt, es gibt seriöse Hilfsangebote, nicht Beten und Bibellesen! Die Gefahr dabei ist mir durchaus bewusst, nämlich, dass dann auf Homosexuelle Druck ausgeübt wird, entsprechende Angebote anzunehmen, und dass gesellschaftliche und staatliche Repression u.U. mit solchen Möglichkeiten gerechtfertigt würde.

Trotzdem sollte niemandem, der bestimmte Eigenschaften an sich als belastend empfindet, eine Änderung ebendieser verwehrt sein.

Aber der Bibelschund hat in der Gesellschaft oder gar in staatlichen Gesetzen nichts verloren! Es sollte vielmehr Konsens sein, dass jeder sexuelle Handlung in Ordnung ist, wenn sie nicht auf Gewalt, Nötigung oder Missbrauch Entscheidungsunfähiger bzw. Abhängiger beruht.

#89 von bbirke , am 04.11.2009 um 13:18

@Johannes Timm
Jeder legt die Bibel so aus wie es ihm gefällt! Da brauche ich kein Grundsatzdokument von irgendwelchen Kirchenfürsten. Ich kann ihnen ja meine 100 Jahre alte Bibel mal ausleihen. Was da drin steht, besonders am Ende der Offenbarung, wird ihnen mit Sicherheit nicht gefallen!!

#90 von Karl Heinze , am 04.11.2009 um 13:22

Ich wundere mich, dass alle diejenigen, die auf die Pastoren und die Kirche eindreschen, Toleranz verlangen und selber im Sprachgebrauch unterste Schublade verwenden!

#91 von Konservativer1 , am 04.11.2009 um 13:28

Dass Homosexualität weder eine Fehlentwicklung noch eine Krankheit ist, gehört zu den Erkenntnissen, die für jemanden, der sich mit diesen Fragen beschäftigt hat, mittlerweile selbstverständlich sein sollte. Ebensowenig, wie ein dunkelhäutiger Mensch hellhäutig werden kann, kann ein homosexueller Mensch heterosexuell empfinden oder sich heterosexuell verhalten. Leider gibt es immer noch heterosexuelle Christen, wie sie durch Herrn Dickel vertreten werden, die sich dies nicht vorstellen oder es gar verstehen können. Dennoch tun sie so, als seien sie "Fachleute".
Die Argumentation von Herrn Dickel und Gleichgesinnten hat keinen konkreten Lebensbezug, sondern ist eine bloße - und anscheinend ganz heiß geliebte - Theorie! Wer erfahren hat, was es bedeutet, einen Menschen zu lieben, der wird sich hüten, Liebe ausschließlich unter sexuellen Aspekten zu sehen und zu beurteilen. Er weiß dann, dass Liebe viel mehr - und ganz anders - ist. Haben die protestierenden Pfarrer diese Erfahrung eigentlich nicht gemacht? Schließlich leben sie doch auch in einer Partnerschaft bzw. Ehe!



#92 von tolstefanz , am 04.11.2009 um 14:04

Kirche ist für den "Vollzug" der biblischen Gesetze (u. a. Gebote) zuständig. Im Staat sind zuständig legislative-, judikative- und exekutive Gewalt!

#93 von Karl Heinze , am 04.11.2009 um 14:08

@ tolstefanz: Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Erkenntnisse haben. Gott sei Dank ist lt. wissenschaftlichen Studien Sexualität keineswegs so schrecklich unabänderlich wie Sie meinen - schließlich gibt es genügend vormals überzeugte Schwule und Lesben, die in ihren jetzigen heterosexuellen Beziehungen sehr glücklich sind.
Die Vorstellung, die Sie propagieren - Sexualität wäre immer und in jedem Fall wie eine unveränderliche Hautfarbe - ist nun wirklich extrem veraltet und erscheint mir auch sehr grausam. Ich empfehle dazu auch die gestrige Sendung "Menschen bei Maischberger", in der Michael Gerlach erklärt, das Sexualität sich nicht so einfach erklären lässt, wie Sie meinen: http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=03.11.2009&startseite=true

#94 von Kröte , am 04.11.2009 um 14:29

@ 85: Als "Krankheit" würde ich alles bezeichnen, woran Menschen leiden. Wenn ein Mensch unter seiner Homosexualität leidet, damit nicht klar kommt und so nicht mehr leben möchte - warum soll er dann nicht Hilfsangebote dazu in Anspruch nehmen?
Ich vermute übrigens, dass viele von denen, die jetzt doch in heterosexuellen Beziehungen leben, vormals wahrscheinlich einfach nur bisexuell waren und sich nur nicht trauten, in der Schwulen-/Lesbenszene offen dazu zu stehen. Die Diskriminierung bisexueller Menschen ist nochmal ein Thema für sich, aber das nur am Rande.
Wenn sowohl in hetero- als auch in homosexuellen Kreisen lockerer mit der Tatsache umgegangen würde, dass Sexualität sich nicht unbedingt nach starren Verhaltensmustern richtet, sondern sehr wohl auch entwicklungsfähig ist, würde das vielen Betroffenen sicherlich schon sehr helfen und Beratungsstellen überflüssig machen.

#95 von Kröte , am 04.11.2009 um 15:02

Dieser Kommentar entsprach nicht den Nutzungsbedingungen und wurde daher entfernt!

#96 von James.Brunt , am 04.11.2009 um 15:16

[Entfernt von Moderation - Bezog sich auf entfernten Kommentar]

#97 von James.Brunt , am 04.11.2009 um 15:27

Mit Verlaub,
das Niveau einer 8-Jährigen muss man ersteinmal haben :)))))

#98 von willewallo , am 04.11.2009 um 15:29

Selbstverständlich ist Homosexualität keine Krankheit oder so etwas.
Allerdings sollte man eine Ehe zwischen zwei Männern/zwei Frauen auch nicht auf die gleiche Ebene stellen wie die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau.
Zumindestens nicht in Bezug auf die Bibel/ Religion.


Das heißt aber nicht das Schwule in die Hölle fahren oder so etwas....

#99 von juppppi , am 04.11.2009 um 15:38

Ersten 10 Kommentare und so viel Gehetze gegen die Kirche! Versucht nicht ständig den Glauben anderer in den Dreck zu ziehen und besinnt euch auf Religionsfreiheit!
Wenn ihr meint die Bibel sei ein Märchenbuch und das Christentum eine Sekte und das Gott nicht existiert, dann behaltet eure traurige Meinung für Euch

#100 von SchönenTag , am 04.11.2009 um 15:44

bin weder das eine noch das andere aber froh aus der kirche ausgetreten zu sein - leibhaftig sozusagen - mit einer solch altmodischen haltung wünsche ich genüßlich frohes beten und langsames aussterben...

und zum beten bedarf es keiner kirche

#101 von danielo124 , am 04.11.2009 um 15:47

#91 von juppppi

Hm, der einzige Unterschied ist doch, dass homosexuelle Paare keine Kinder bekommen können? Dann dürfte ja ein unfruchtbarer Mann und/oder eine unfruchtbare Frau auch nicht heiraten? Oder müsste dann nicht jede Ehe, die willentlich keine Kinder hervorbringt nicht auch sofort null und nichtig erklärt werden? So in Bezug auf Kirche und Religion.

#102 von GluecklicherFreidenker , am 04.11.2009 um 15:49

#92 von SchönenTag

Tja, wir Atheisten müssen ja auch immer den Unsinn der Theisten bzw. der Kirchen aushalten. Sie halten das schon aus! ;-)

#103 von GluecklicherFreidenker , am 04.11.2009 um 15:52

Das ist keine traurige Meinung sondern eine sehr lebensfrohe, da sie sich nicht dem Diktat eines auf komplett irrationalen Thesen beruhenden Unterdrückungsapparates beugt.

Und wir behalten diese Meinung gerne für uns, wenn wir im Gegenzug nicht mehr mit morgendlicher Ruhestörung in Form von Glockengeläut, Gottesdiensten im Rundfunk und versuchter kirchlicher Einflussnahme auf gesellschaftliche Prozesse belästigt werden.

#104 von EsLebeDieAufklärung , am 04.11.2009 um 15:53

@83 Kröte
Hallo Kröte, meine "Erkenntnisse" habe ich meinem eigenen Leben entnommen. Ich bin jetzt fast 70 und lebe davon die letzten 20 Jahre mit einem Mann zusammen. Ich habe meine sexuelle Prägung zu keinem Zeitpunkt als schrecklich und grausam erlebt, sondern als genauso selbstverständlich, wie Sie Ihre heterosexuelle Prägung. Schrecklich und grausam sind dagegen so manche Äußerungen in diesem Forum!

Die Sendung "Menschen bei Maischberger" habe ich gestern Abend gesehen. Michael Gerlach hat sich dahingehend geäußert, dass Homosexualität als solche keineswegs eine therapiewürdige Störung sei oder "behandelt" werden müsste, dass aber Menschen, die sich in ihrer sexuellen Prägung - seien sie homo- oder heterosexuell - unglücklich fühlen, eine therapeutische Begleitung in Anspruch nehmen dürfen. Dieser Meinung bin ich auch.

#106 von tolstefanz , am 04.11.2009 um 16:41

wer eine therapie braucht sind die pfarrer welche nun kritik üben.lassst den menschen ihre lebensform zu welcher sie nichts können.mit welchem recht will man diese menschenauf den so gen.normalen weg bringen?ist den kritikern nicht bekannt das es da zu seelischen störungen kommen kann?dann sind die menschen wirklich krank.krank gemacht durch menschen welche heuchelerisch auf der kanzel stehen und
nächstenliebe predigen welche sie selber nicht haben.

#107 von strubbel , am 04.11.2009 um 16:44

Ja, Strubbel, da hast du vollkommen recht!

#108 von tolstefanz , am 04.11.2009 um 17:07

@97 tolstefanz:

Ja, es ist richtig, dass Herr Gerlach sehr bemüht war, die richtige Wortwahl zu treffen und wohl von therapeutischer Begleitung sprach. Vermutlich lag das auch an den äußerst aggressiven Anfeindungen, die er wegen seiner Arbeit erfuhr - er erwähnte ja kurz die üblen Beschimpfungen durch Volker Beck.
Dass Sie wie viele andere auch völlig mit Ihrer Sexualität zufrieden sind, ist sicherlich zu begrüßen. Dennoch gibt es aber auch einige Menschen, die damit nicht besonders glücklich sind und denen eine Therapie bzw. therapeutische Begleitung vielleicht helfen kann. Für diese Menschen haben sich die 30 westfälischen Pfarrer deutlich eingesetzt. Homosexualität ist für Betroffene keineswegs immer so harmlos-belanglos wie z.B. Linkshändigkeit - Herr Buß hätte das eigentlich wissen müssen.

#109 von Kröte , am 04.11.2009 um 17:33

Ja schon mal die Frage gestellt, warum manche homosexuelle Menschen mit ihrer Sexualität Probleme haben könnten???

Wegen denen, die sie als entwicklungsgestört hinstellen. Die Kirche könte hier segensvoll voran gehen und die Stimmung gegen Homosexuelle bessern.

Das ist für mich eine wichtige Frage: Was machen denn die anderen Pfarrer und Gemeindeglieder in den nächsten Tagen: Werden sie schweigen oder Flagge zeigen?
Wird sich ein Bündnis für Zivilcourage aufraffen, Stellung zu beziehen?

#110 von inundoutlüdenscheid , am 04.11.2009 um 17:38

Ja schon mal überlegt, warum manche Homos Probleme mit ihrer Sexualität haben könnten??

Wenn mich meine Umgebung als entwicklungsgestört und von Gott nicht akzeptiert hinstellt, soll ich wohl Probleme mit meiner Homosexualität haben.

Die Kirche könnte hier segensvoll voran gehen und die Stimmung in der Gesellschaft für Homosexuelle leichter machen.

Das ist für mich auch die Frage der nächsten Tage: Werden die anderen Pfarrer und Gemeindeglieder Flagge zeigen oder werden sie schweigen?
Wird ein Bündnis für Toleranz und Zivilcourage sich aufraffen, eine Stellungnahme zu schreiben??

#111 von inundoutlüdenscheid , am 04.11.2009 um 17:43

@ 102: Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Pfarrer jemals einen Homosexuellen als entwicklungsgestört/von Gott nicht akzeptiert hinstellen wird.
Was den Theologen wohl eher Probleme macht, ist die Homosexualität an sich mit Gottes Wort zu vereinbaren, weil das biblische Idealbild eben ein heterosexuelles ist.
Das Idealbild beinhaltet aber z.B. auch die vegane (also rein vegetarische) Ernährungsweise und an dieser Stelle halten sich die wenigsten Christen an Gottes Schöpfungsordnung. Deswegen können Homosexuelle hier ruhig etwas gelassener reagieren - schließlich gibt es kaum einen Christen, der auch nur annähernd dem biblischen Ideal entspricht.
Vielleicht sind viele konservative Kreise sehr bemüht, die Bibel beim Thema Homosexualität besonders ernstzunehmen, weil die Gleichstellung mit der Ehe Tür und Tor öffnen würde für weitere Zugeständnisse an den Zeitgeist. Als nächstes würden sich dann wahrscheinlich die Sodomisten diskriminiert fühlen und eine kirchliche Anerkennung ihrer Sexualität fordern. Vermutlich würde dann irgendwann die Bibel komplett umgeschrieben, damit sich auch ja keiner irgendwie benachteiligt fühlt und auf die Idee kommen könnte, sich zu ändern.
Meines Erachtens brechen sich Homosexuelle keinen Zacken aus der Krone, wenn sie die Toleranz, die sie für sich einfordern, auch manchen Christen entgegenbringen würden.

#112 von Kröte , am 04.11.2009 um 18:32

"In einem offenen Brief halten westfälische Pfarrer nun dagegen und werben für "Therapien"."

Diese Therapien sind in D ja bekannt.
Nur das die Leute, die therapiert wurden, diese Tortour meist nicht überlebt haben...

Und damit zeigt sich wieder, das einige Leute (nicht nur) in der evangelischen Kirche leider immer noch geistig weit, weit in der Vergangenheit leben.

Aber, es gibt aber eine Religion, die in Sachen Homosexualität noch in der Steinzeit lebt. Aber diese Religion darf leider in D nicht offen genannt werden...

#113 von Elektrosteiger , am 04.11.2009 um 18:37

Jetzt heißt es Flagge zu zeigen für eine Grundlage des Christentums. die Bibel:

Römer 1,25-27:

"Sie haben die Wahrheit Gottes in Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Gottesdienst dargebracht statt dem Schöpfer ... Deswegen hat Gott sie in schandbare Leidenschaften dahingegeben. Denn ihre Frauen haben den natürlichen (Geschlechts-) Verkehr mit dem widernatürlichen vertauscht und ebenso haben auch die Männer den natürlichen (Geschlechts-) Verkehr mit ihren Frauen verlassen und sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie, Mann mit Mann, Schande trieben und so den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfingen".

Paulus beschreibt im ersten Kapitel des Römerbriefs den Zustand der Menschen unter dem Zorn Gottes. Der katastrophale Zustand der Menschheit zeigt offenkundig, daß Gottes Zorn auf ihr ruht, daß Gott sich ihr widersetzt. Dies ist die Antwort auf das Handeln der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit verkehren (Röm 1,18). Bei den Menschen besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen Wahrheit und Lebenswirklichkeit. Wahrheit ist, daß die Menschen Geschöpfe Gottes sind, in der Schöpfung Gottes leben und alles, was sie haben von Gott, ihrem Schöpfer erhalten haben (Röm 1,19 und 20). Die Lebenswirklichkeit der Menschen aber ist, daß niemand Gott anerkennt und ihm die Ehre gibt. Ganz im Gegenteil, die Menschen haben sich willentlich von Gott losgesagt und sich selbst Götzen gemacht, ja sich sogar selbst vergötzt (Röm 1,22f.).

Die Menschen machen sich ihre Maßstäbe selbst, nach denen sie leben wollen. Deshalb läßt Gott die Menschen die Folgen ihres sündigen Abfalls spüren und tragen. Gott hindert sie nicht daran, "in verworfenem Sinn zu tun, was nichts taugt" (Röm 1,28ff.). Als Beispiel für die allgemeine Sittenlosigkeit stellt Paulus besonders den widernatürlichen homosexuellen Geschlechtsverkehr zweier Männer oder zweier Frauen heraus.

Nur in dieser Stelle (Röm 1,26) erwähnt die Bibel dabei explizit das Vorhandensein lesbischer Sexualbeziehungen.

#114 von Klaus Kemper , am 04.11.2009 um 19:46

#105 von Klaus Kemper

Schön, aber was soll das einem intelligenten und erwachsenen Menschen nun sagen?

#115 von GluecklicherFreidenker , am 04.11.2009 um 19:53

@Klaus Kemper #105

Die Liebe ist die Grundlage des Christentums! Auch eine Wahrheit, die sich mühelos aus der Bibel ableiten lässt. Das Papsttum, nicht sehr evangelisch aber begründbar aus der Bibel, Judenhass, ebenso. Von welcher Wahrheit sprechen Sie denn? Ach ja, die göttliche Wahrheit. Sind sie da Fachmann? Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.

#116 von sbe , am 04.11.2009 um 20:46

Kennt der Herr Pastor etwa die Bibel nicht?

Mose 18: 22 - 23

"Du sollst nicht bei einer männlichen Person ebenso liegen, wie du bei einer Frau liegst, es ist eine Abscheulichkeit."

Unsere feige Konsensgesellschaft drückt uns nun überall nur "Toleranz" auf, auch bei biblischen "Abscheulichkeiten", tut mir leid, dem kann ich nicht folgen, für mich ist und bleibt Homosexualität eben eine Abscheulichkeit ...

#117 von ayberger , am 04.11.2009 um 21:07

@ Klaus Kemper # 105
@ ayberger # 108

Lieber Klaus Kemper, lieber ayberger, glauben Sie tatsächlich, dass Homosexualität eine "Auflehnung gegen Gott" ist? Wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass homosexuelle Menschen nur "in ihrer Wollust zueinander entbrennen" können und "Mann mit Mann Schande treiben"? Wissen Sie nicht, dass Homosexualität in der Regel eine genausolche Prägung ist, wie Heterosexualität, und dass Menschen nicht aus Lust und Laune heraus homo- oder heterosexuell sind, sondern sich in dieser ihrer Prägung vorfinden?
Selbst wenn Sie dies alles nicht wissen sollten, dann sollten Sie doch zur Kenntnis nehmen, was homosexuelle Menschen selber und aus eigenem Erleben heraus hierzu sagen können!

Die Maßstäbe, nach denen wir als Christen leben, gelten für homo- wie für heterosexuelle Menschen in gleicher Weise!! Nicht sexuelle Ausschweifung und Zügellosigkeit, sondern gegenseitige Liebe und Verantwortlichkeit füreinander sind gefragt. Und dies bei allen Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Prägung!

#118 von tolstefanz , am 04.11.2009 um 22:25

Ich kann nur sagen das jeder der über die A 45 aus dem Ruhegebiet Richtung Frankfurt fährt, spätestens hinter Hagen feststellt das hier das moderne zivilisierte Leben wie wir es kennen endet.
Ich dachte immer die Kath. Kirche würde es übertreiben.....nun fängt die EV. Kirche genau so an.
Ich würde gerne allen doch so schlauen Bibeltreuen hier noch zwei Texte aus der Bibel empfehlen:
König David spricht im Buch 2 Samuel 1 zu seinem geliebten Jonatan: "Wunderbarer war deine Liebe für mich, als die Liebe der Frauen".

http://www.die-bibel.de/online-bibeln/zuercher-bibel/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/2.sam/cache/12a1b86f1d/

41 Als er gegangen war, kam David aus seinem Versteck hinter dem Steinhaufen vor. Er kniete sich vor Jonatan hin und beugte sich dreimal zur Erde nieder. Dann küssten sie einander und weinten einer über den anderen.

http://www.kh-vanheiden.de/NeUe/Bibeltexte/1sam.html#20

Ich würde diese beiden Biebeltexte als ziemlich "Gay" bezeichnen....oder warum küssen sich Männer ?
Leute wir leben im Jahr 2009......da kann es doch nicht angehen das hier von " Abscheulichkeiten" und "Krankheiten" und" Therapie" gesprochen werden muss.
Ist es so schlimm wenn jemand anderes Liebt?
Nix für ungut aber ich finde es gibt wirklich viel wichtigere Themen.

#119 von teachyou , am 04.11.2009 um 22:59

.
Das nennt man wohl Stärke im Glauben!

Inzwischen glauben die Herrn Pfarrer nicht nur an die Geschichten, die sie ihren Schäfchen ständig erzählen, sondern auch noch an die wundersame Kraft von Therapien.

Die Realität dagegen ist, dass es auch für einen Super-Therapeuten genau so schwierig sein dürfte, einem Homosexuellen eine Dame ans Hemd zu flicken, wie mich persönlich mit einen Kerl ins Bett zu quatschen.

DonFernando


#126 von donfernando , am 04.11.2009 um 23:23

Die größte aller Freiheiten mit dem Blut von Abermillionen Opfern erkämpft ist die Religionsfreiheit!!! Die wahre Bedeutung dieses Begriffs: FREI sein zu können von jeglicher Religion!!!
Die längst von USamerikanischen Extremisten kontrollierten evangelischen Kirchen zeigen die wahre Fratze immer unverhohlener.

#127 von G.E.Horster , am 05.11.2009 um 05:42

68#Herr Geisenberger das liegt an Ihrem Alter. An der Prägung "moralischer" Werte in der Jugend. Sehen Sie mal wie der Wert Ehe sich seitdem verändert hat. Wer heute jung und gut erzogen aufwächst mit Schwulen und Lesbenehen in den Medien der sieht das anders. Eine Variation des Begriffes Ehe. Die "Keimzelle" der Gesellschaft gibt es schon lange nicht mehr.
Und allgemein, wie hier die Mär von den unglücklichen Schwulen (warum nicht Lesben?) breitgetreten wird in den Kommmentaren zeigt wie tief die Ablehnung noch sitzt in den Köpfen. Biologisch sind wir alle bisexuell. Manche sind natürlich langweiliger als andere. Der penetranteste jüngere Schwulenhasser den ich persönlich kenne spricht auch offen darüber das er seine Frau schlägt. Und alle die sexuelle Zoten reissen ohne Ende haben ein gestörtes Verhältnis zur eigenen. Die brauchen wirklich therapeutische Hilfe. Wer 3x die Woche ins Bordell rennt, unfähig ist zu einer festen Beziehung ist und das auch noch für normal hält... Da sind mir schwule Ehepartner symphatischer.

#128 von die uralte fratze , am 05.11.2009 um 06:04

@ donfernando #119

Die von Don Fernando geschilderte Realität will merkwürdigerweise in manche Köpfe nicht hinein. Wie wohltuend ist es da, dass es aber auch in der Kirche nicht nur solche, sondern auch Köpfe gibt, die nicht so stur sind und einen Blick für die Realität haben! Leider haben die es in der Kirche aber immer (noch) schwer.

#129 von tolstefanz , am 05.11.2009 um 08:34

Es gibt immer Theologen, die ein verengtes Weltbild als Monstranz vor sich hertragen müssen, da sie sich ansonsten eingestehen müssten, selber Gefährdete zu sein. In der Bibel gibt es zwar einige Bibelstellen, die Homosexualität verurteilen als ein Gräuel Gottes. Diese Texte sind aber genauso wie andere Bibeltexte aus ihrem historischen Kontext heraus zu verstehen. Es geht grundsätzlich immer um die Frage nach gelingendem Leben, nach Überleben. Viele sexuelle Praktiken, die nicht dezidiert der Fortpflanzung dienen, werden schroff abgelehnt, was für eine historische Situation, in der nur viele Kinder ein Überleben sichern, nachvollziehbar ist. Frauen, die keine Kinder bekamen, wurden gerne aus der damaligen Gesellschaft verstoßen und auch andere aus heutiger Sicht eigenwillige Regeln aufgestellt. In der Bibel schreiben Menschen für Menschen Beispiele und Bilder aus ihrem eigenen sozialen und historischen Kontext: Der Mensch soll gut, gerecht und liebevoll leben und ein Überleben seiner Art sichern. Heute gilt es aber, ganz andere Beispiele und Notwendigkeiten anzusprechen.

Sexuelle Praktiken müssen ethisch bedacht werden und es sollte klare Grenzen geben, wenn einem Menschen dadurch Gewalt angetan wird. Interessanterweise wird das Thema Missbrauch und Vergewaltigung sehr viel seltener in Kirche angeklagt als Homosexualität. Was tut Menschen mehr Leid an?

Wem schadet Homosexualität? Warum fühlen sich so viele von ihr bedroht, dass sie im Namen des Unaussprechbaren wie hier im Forum kleine Dschihads führen?

Gleichgeschlechtlich zu lieben umfasst m.E. viel mehr als nur die Sexualität, oder würden Sie Ihre Partnerschaften darauf reduzieren lassen? Die Medien zeichnen oft ein schrilles, überspanntes Bild von Schwulen und Lesben, das unsere Wirklichkeit höchstens streift. Sie leben idR. genauso normal wie alle anderen. Allerdings hat sich aus der Situation der Diskriminierung eine gute und reiche, allerdings etwas versteckte Kultur entwickelt, die auch die Kirche bereichern könnte. Menschen, die gleichgeschlechtlich lieben, sind keineswegs nur auf ihr lesbisch oder schwul sein zu reduzieren, sie sind Menschen mit vielen Gaben, ihre Fähigkeit zu lieben ist nur eine davon.

Das Evangelium gilt ohne Ausnahme allen Menschen, ansonsten predigen evangelikale Pfarrer nur für rechtgläubige Minderheiten und werden damit ganz schnell einfach zu Pharisäern im biblischen Sinne.

#130 von Der Sozialist , am 05.11.2009 um 12:58

Ich sachs ja, es wird vielleicht doch Zeit, aus der Kirche auszutreten.

Wäre ich in der Ecke von Lüdenscheid auf dem Lande aufgewachsen wäre mir als Homosexuellem also noch nicht mal der Schutz der evangelischen Kirche zuteil geworden. Und ich dachte immer, nur die Katholen wären so hohl.

Nun ja. Wundert einen eigentlich nicht, Landflucht, Kirchenflucht, Politikflucht. Wo sollen sich unsere heranwachsenden Jugendlichen eigentlich zu Hause fühlen?

Das Wort Gottes gilt uns allen. Und sollten wir Schwulen wirklich eine Sünde mit unserem Leben begehen, so hat Gott uns bereits angenommen, denn es geht ihm um die Sünder.

Ein Wort zu diesen Moralaposteln. Ob die wirklich ein "gottgefälliges" Leben führen, lassen wir besser dahingestellt.

Gott ist wirklich was Feines, aber leider hat er bei der Auswahl seines Bodenpersonals ein eher schlechtes Händchen.

Herr Buß, weiter so. Solche Menschen wie Sie halten uns in der Kirche.

#131 von der Hebie , am 05.11.2009 um 13:30

Lächerlich, wie ein paar Pfarrer aus der tiefsten Provinz sich zu dem Thema zu Wort melden. Das trägt den Geschmack der Evangelikalen. Solche Verhältnisse hätten uns gerade noch gefehlt.
Respekt vor Präses Buß und seiner Haltung! So geht Kirche von heute.

#132 von MIZ , am 05.11.2009 um 13:44

@ 119 – die uralte fratze
Sicher spielt bei vielem mein Alter eine bestimmte Rolle. Und ich stimme Ihnen auch zu, dass sich der Wert Ehe sehr verändert hat, leider nicht positiv. Wie mir mein Umfeld, auch junge Menschen, immer wieder sagt, sei ich trotz meiner 64 Jahre physisch und psychisch jung geblieben. Durch meine Hilfestellung für zahlreiche Menschen bei der Bewältigung von Problemen aller Art hatte ich auch Einblick zu den von Ihnen genannten Themen.
Unglückliche Schwule und Lesben sind mir gelegentlich zwar begegnet, aber nicht wegen ihres Schwulseins, sondern höchstens wegen schrecklicher Menschen in ihrem Alltag.
Und es ist richtig, Schwulenhasser sind meinen persönlichen Erfahrungen nach häufig selbst latent schwul mit Problemen zur Sexualität.

#133 von Heinz W. Geisenberger , am 05.11.2009 um 14:46

was erwartet ihr von Anhängern eines Gottes, der Krankheiten, Seuchen und andere Naturkastrophen über seine Geschöpfe hat kommen lassen, oder
von Abraham verlangte seinen Sohn Isaak zu opfern.
Na ja, er hat dein seinen eigenen Sohn geopfert.

Blut, Schuld und Sühne, einen Gott den es wahrscheinlich aus wissenschaftlicher Sicht gar nicht geben kann.Es wäre ja die einzige inhärente Existenz im Universum.

Ich bin zum Dahrma konvertiert und ziemlich glücklich damit.



#134 von raylok , am 05.11.2009 um 14:48

Ausgrenzung anders Lebender, das Schüren von Mißgunst und das Erheben über Andere sind die eigentliche "Abkehr von der biblischen Orientierung"!
Ob dies heilbar ist, wird sich zeigen.
Danke an Präses Buß!

#135 von Dietrich Schneider , am 05.11.2009 um 17:33

ich schäme zutiefst mich für meine protestantischen Brüder und Schwestern die sich derart diskriminierend, weltfremd und steinzeitlich gegen Minderheiten äußern. Ihr seid keine Christen, ihr seid moralischer Abschaum. So hat es, ganz nebenbei bemerkt nach '33 auch angefangen. Pfui Teufel, fahrt zur Hölle und tut Buße!

#137 von dennoch , am 06.11.2009 um 09:00

Lassen wir den zu Wort kommen, der das letzte Wort hat:


11Und ich sah einen großen, weißen Stuhl und den, der daraufsaß; vor des Angesicht floh die Erde und der Himmel und ihnen ward keine Stätte gefunden.
Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken. {Johannes.5,28} 5,28
Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, 13Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken. 14Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. das ist der andere Tod.Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.

#138 von salmonatwork , am 06.11.2009 um 17:48

"homophobie" "3. reich" "pharisäer", also was ich hier teilweise lese, ist ein witz.
wir gutmenschen tolerieren und tolerieren und tolerieren, und das ist auch zT gut so. wenn wir aber über die bibel reden, sollten wir auch die meinung der bibel vertreten, besonders als menschen, die als christen eben nicht den menschen zum gefallen reden, sondern als "brief gottes" darstehen wollen.
und die bibel sagt nun mal sehr deutlich, dass die ehe (ein ursprünglich christlicher bund, bzw aus dem judentum entspringend) nur für mann und frau gedacht ist, alles andere ist unnatürlich und widerspricht der schöpfung (für alle atheisten: es widerspricht auch der evolutionstheorie, nicht umsonst wären mann und frau so entstanden wie sie es sind. oder will jemand behaupten homosexualität täte einer population im kampf ums überleben gut?).
also, rein biblisch gesehen sind die fakten klar, aber wo bitte steht, dass eine diskriminierung der homosexuellen stattfinden soll?!
ich selbst habe einen bisexuell ausgerichteten freund, und nichts aber auch gar nichts an ihm macht ihn irgendwie wertloser als mich, einen heterosexuellen menschen.
und das sagen die pastoren auch gar nicht, das einzige was sie tun ist so zu handeln, wie die bibel es verlangt, und genau das ist ihre aufgabe, wovon sie keiner abhalten sollte; auch der herr buß sollte es besser wissen, aber was ist heutzutage schon noch konservativ an der kirche (mal abgesehen von einigen wenigen, die sich für klarheit von seiten der bibel einsetzen und dafür im gegenzug diskriminiert [ja richtig gelesen, diskriminiert] werden)...
es sind nämlich christen, die immer wieder für ihre ansichten ausgegrenzt und angegriffen werden.
wie gesagt, keiner hatte jemals verlangt homosexuelle auszuschließen. was die pastoren verlangen, ist dass diese beziehungen nicht von der kirche gesegnet werden. und dazu haben sie allen grund.
homosexuelle sollten (auch meiner meinung nach) ruhig eine lebensgemeinschaft eingehen, wenn sie das wollen, ist ja auch ihr gutes recht, nur sollte das nicht mit einer ehe zwischen man und frau gleichgesetzt werden, bzw (so seltsam das klingt) eine andere begrifflichkeit und außerkirchliche zeremonie gebraucht werden, weil alles andere selbstbetrug bzw. kein bilischer (und somit von der kriche aus korrekter) umgang wäre.
was dann aber auch nicht sein darf, ist dass homosexuelle kinder adoptieren und diese auch homosexuell erziehen sollten.

ich wünsche mir, dass wir alle einander respektieren, fair miteinander umgehen, aber auch das wort der bibel nicht verdrehen nur um der masse zu gefallen.

#139 von ß , am 06.11.2009 um 19:22

Zu mindestens 90% kommen die Hasstexte hier von den Schwulen oder Schwulenverteidigern! Also diese Menschen, die für sich und ihrer kranken Lebensform unbedingte Toleranz einfordern, bezeichnen Kritiker als Nazis, Pfaffen und verunglimpfen deren Glauben.
Es ist ja bekannt, dass diese Klientel in infamster Weise gegen die christlichen Kirchen flucht. Was soll´s, solche Pfeiffen und Pfeiffinnen braucht es nicht. Nur das die anderen Glaubensrichtungen einen weitaus regideren Kurs gegen diese Fäkalerotiker fahren, wird geflissentlich "vergessen". Nennen wir es Toleranz dem Muslimen gegenüber. Feigheit und Duckmäusertum wäre das richtige Wort!
Wenn also diese degenerierte Lebensform so toll, modern und gesellschaftlich anerkannt ist, warum wird jeder Hinweis auf die kranke und widerliche Praxis des Homosex gelöscht und als Provokation verstanden? Also sehen nicht einmal die Schwulen und ihre "alternativen" Befürworter diese Praktiken als "normal" an.
Zum Schluss, wann haben denn die Schwulen hier etwas für die Allgemeinheit getan und waren blutspenden?

#140 von landsberg13 , am 07.11.2009 um 11:35

@ '131 landsberg
Du solltest dich schämen!

#141 von Insider43 , am 07.11.2009 um 13:13

@Insider43
Ist es ihnen nicht peinlich mich zu duzen, oder suchen sie einfach nur Nähe?

#142 von landsberg13 , am 07.11.2009 um 13:27

@ ß:

genauso denken viele Evangelikale. Nur wollen das
die anderen nicht hören oder überhören das absichtlich, um die Evangelikalen in die rechte Ecke stellen zu können.

Man muss nicht immer dem Zeitgeist hinterher rennen.


Und, wie es landsberg13 formuliert, so glaub ich, dass das gefakt ist.

#143 von Konservativer , am 07.11.2009 um 15:29

@ 133 landsberg
Sie haben recht - Sie sind mein Du nicht wert! Ich nehme das Ihnen gewährte Du hiermit zurück!

#144 von Insider43 , am 08.11.2009 um 18:40

@133 landsberg

Mir reißt als homosexuell liebender Mensch und ev. Kirchenmitglied langsam der Gedultsfaden. Erstens bin ich nicht krank, habe keine degenerierte Lebensform und übe keine "widerliche" Praxis des Sexuallebens aus, sie sind für uns normal !!!
Zweitens sind die meisten Texte keine Haßpredigten, sondern berechtigte Kritik an der Kirche und Leuten wie Sie, die uns nur auf unseren Sexualakt reduzieren.
Drittens leben wir in einem überwiegend christlichen Land und verstehe deshalb Ihren Einwurf mit den anderen Glaubensrichtungen nicht.
Im Übrigen ist man bezüglich der Homosexualität in Israel weiter (Gesetzgebung) und aufgeschlossener gegenüber diesen Menschen, als bei uns, wie man ja aus den obigen Kommentaren lesen kann.

Ach ja, diesen blöden letzten Satz hätten Sie sich sparen können, denn wir tun was für die All/ gemeinheit, denn wir zahlen Steuern und Das nicht zu knapp,damit ihr euer Kindergeld versaufen könnt!

Zum guten Schluß: Seit über dreißig Jahren gehe ich zur Blutspende, um Leben zu retten.
Ach ja, es kommt schlimmer als Sie denken, ich habe sogar Knochenmark gespendet!!!
Jetzt können Sie ja den Empfänger mal fragen, ob er lieber gestorben wäre, als eine Knochenmarkspende von einem Schwulen zu erhalten.

In diesem Sinne,
Shalom !

#145 von Brad Pitt , am 09.11.2009 um 11:04

@133 landsberg

Sie ticken doch nicht mehr richtig !
Ich finde Ihren Beitrag mehr als unverschämt.
Homosex = krank ?
Fäkalerotiker ?
Ihrem Beitrag nach zu urteilen, leben Sie auch einen gewissen " Trieb " aus.
Und...?, haben Sie IHRE Befriedigung gefunden ?

Wenn mir jemand " verboten " hätte, meinen Mann zu lieben....ich glaube, das hätte ich nicht überlebt.

#146 von Karin1 , am 09.11.2009 um 11:13

@ 136 Brad Pitt

Derartige Schmierenkomödianten treten in jedem Forum auf.
Ihnen und Ihrem Lebensgefährten einen wunderschönen Tag..., trotz schlechten Wetters ;-))

#147 von Karin1 , am 09.11.2009 um 11:20

Als schwuler, durchaus selbstbewusster und im Leben stehender erwachsener und geistig völlig klar denkender Mann, kann ich diesen Therapie-Blödsinn, der immer wieder von gestrig denkenden ins Spiel gebracht wird und den ich unverschämt und fast schon beleidigend finde, nur zurückweisen! Mir stellt sich eher die Frage, WER hier therapiert werden muss?

#148 von Tim Shady , am 09.11.2009 um 13:19

Nachtrag:
Warum müssen Kritiken gegen homosexuelle Menschen eigentlich immer gleich mit "Verbesserungsvorschlägen" für ihr Leben einhergehen???
Kann sich denn ein Ablehner dieser Lebensart, die ich als glücklich empfinde, nicht respektvoll zurückhalten und sich mit provozierenden Anhängseln zu seiner individuellen Kritik zurückhalten???
Kein Wunder, dass sich Schwule und Lesben durch derartige Bevormundungen immer angegriffen fühlen und entsprechend antworten/reagieren!

#149 von Tim Shady , am 09.11.2009 um 13:24

Und schon sind unserer rechtsradikalen Blogger unterwegs, die sich das Mäntelchen einer scheinheiligen und heuchlerischen Religiösität umlegen, das sie in Wahrheit nicht tragen.

---
Schön und lobenswert das die EKD und die Landeskirchen der EKD längst Segnungsgottesdienst für verheiratet, homosexuelle Paare ermöglicht haben und es das gute Grundsatzdokument der EKD "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken" gibt, das homosexuelle Paare ethisch und theologisch unterstützt. Schön das die EKD und auch die Landeskirche Westfalen eine solch befürwortende Haltung zu Homosexualität hat.

Das kleine Häufchen der alternden Pastoren aus dem Sauerland, das da jetzt den Kirchenvorstand in Bielefeld "angepisst" hat, sollte sich schämen, wenn es veraltete Vorurteile bedient und auf Therapien verweist, die letztmalig in den 1950er und davor unter den Nazis propagiert wurden.

#150 von Timm Johannes , am 09.11.2009 um 17:01

Warum wird hier immer wieder auf die Kirche geschimpft, ausser dass ev. Theologen das Thema auf den Punkt gebracht haben gibt es hier keinen Bezug Kirche zu Sexuelle Orientierung.
Ich habe mit der Kirche überhaupt nichts an der Mütze, aber ich unterstütze jeden der ganz klar Stellung zu dieser degenierierte Lebensform nimmt.
Nur weil die Betroffen sich für "normal" halten heißt es nicht das sie wirklich gesund sind. Sie sehen ihre tragische Erkrankung nur nicht als Erkrankung!
Die tapfere lebenseinstellung wäre lobenswert, wenn da nicht der Therapiebedarf so dringend gegeben wäre!

#151 von hobbyläufer , am 02.12.2009 um 08:11

Lieber hobbyläufer, homosexuelle Menschen erleben ihre Liebe zu einem anderen Menschen ebensowenig als "tragische Erkrankung", wie heterosexuelle. Wenn Sie dies selber vielleicht auch nicht nachvollziehen können, dann sollten Sie das wenigstens zur Kenntnis nehmen. Eine Therapie ist nur dann angezeigt, wenn Menschen unter etwas "leiden"! Homosexuelle Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben und wird es zu allen Zeiten geben. Gottes Schöpfungsplan hat dafür gesorgt, dass der Fortbestand der Menschheit dadurch nicht gefährdet wurde noch wird.

#152 von tolstefanz , am 06.12.2009 um 00:42

Ein abschreckendes Beispiel einer sich abkapselnden Kirche ist der Herner Kirchenkreis, der von frömmelnden Fundamentalisten geführt wird und alles kritische gnadenlos verfolgt.

#153 von reinerderzweite , am 06.12.2009 um 05:40

Liebe Kirchenväter, ihr wißt doch, dass Gott REINE Liebe ist! Lernt endlich was das ist!

#155 von Die Unwissende , am 03.02.2010 um 10:50
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