Wohnberatung soll am Ort bleiben
19.05.2011 | 18:15 Uhr 2011-05-19T18:15:00+0200
Lünen. Der Ausschuss für Bürgerservice und Soziales steht geschlossen hinter der Resolution des Lüner Seniorenbeirates, die Wohnberatung im Kreis nicht zu verändern und damit auch in Lünen zu belassen.
Fachdezernent Ludger Trepper hatte sich beim Kreisdezernenten Rüdiger Sparbrod nach dem Stand der Dinge erkundigt und erfahren, dass noch alles offen und bis zum 29. Juni der „Entscheidungsweg aufzuzeichnen“ sei.
Auch Kirsten Jeck von den Grünen hatte bei den Kreis-Grünen nachgefragt. Danach gebe es verschiedene Konzepte: Eine Zentrale in Kamen mit dezentralen Elementen wie Hausbesuche der Berater/innen oder drei unabhängige Einrichtungen im Nord-, Mittel- und Südkreis. Am 24. Mai soll es ein Gespräch mit der Pflege- und Wohnberatung geben.
Bekanntlich hatten externe Berater des Kreises eine Kommunalisierung der Wohn- und Pflegeberatung sowie der psychosozialen Beratung mit dem Ziel der Einsparung empfohlen. Das würde das Ende der Wohn- und Pflegeberatung in Lünen bei der Verbraucherzentrale bedeuten. Ein Proteststurm in Seniorengremien und eine Unterschriftenaktion waren die Folge.
„Es gibt inzwischen vier oder fünf Resolutionen im Kreis gegen die Änderung dieser Beratung“, sagt Seniorenbeiratsvorsitzende Eleonore Köth-Feige. Es sei unmöglich, die Beratung von einer Stelle aus wie z. B. in Kamen zu leisten. Sie werde in ihrer Funktion als Bürgervertreterin im Arbeitskreis Soziales auf Kreisebene zusammen mit Michael Wopker vom Initiativkreis Altenarbeit südliches Lünen dem Landrat die gesammelten Unterschriften übergeben. Bis jetzt gebe es schon rund 3000 Unterschriften, die Aktion laufe noch und es würden mit Sicherheit noch viel mehr.
Die Beratung müsse so belassen werden, wie sie sei. Die Nähe der Berater mit Hausbesuchen, um das Wohnumfeld zu erkunden, sei wichtig. Das lasse sich nicht von einer Beratungsstelle im Kreis aus realisieren.
Die Leistungen vor Ort würden erhalten bleiben, die Berater seien seien „ganz nahe dran“, wenn es notwendig sei, unterstreicht Kreissprecherin Constanze Rauert. Es werde eine Optimierung der Beratungsarbeit abgestrebt. Die im Lüner Sozialausschuss genannte „Aufzeichnung des Entscheidungsweges“ bedeute nicht anderes als die Formulierung einer Vorlage für den Sozialausschuss und Kreistag.
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