Wohnberatung bleibt vorerst erhalten
29.06.2011 | 15:43 Uhr 2011-06-29T15:43:00+0200
Lünen/Kreis Unna.Die Wohnberatung bei der Verbraucherzentrale Lünen bleibt – zumindest vorerst – an ihrem bisherigen Standort erhalten. Mittelfristig soll dieses Angebot zusammen mit der Pflegeberatung an einem Standort zusammengeführt werden, eventuell auch mit der Servicestelle für Menschen mit Behinderung.
Dies folgt aus einem Beschluss des Kreistages. der am Dienstag über die Optimierung dieser Angebote im Rahmen der Haushaltskonsolidierung zu beraten hatte. Vorausgegangen waren diesem Beschluss monatelange Diskussionen und Proteste der Interessenvertreter und Verbände vor Ort. Der Kreistag folgte letztlich einstimmig und ohne Enthaltung einem Antrag der CDU-Fraktion. Demnach soll es bei Angeboten jeweils für den Nordkreis (Lünen/Selm/Werne), den Mittelkreis und den Südkreis bleiben. Der Landrat soll ein entsprechendes Gesamtkonzept vorlegen, sobald klar ist, wie mit den Pflegestützpunkten weiter verfahren werden soll. Dies wird von Seiten der Landesregierung im kommenden Jahr überprüft, denn bisher handelt es sich bei der Organisation der Pflegestützpunkte im Kreis Unna um ein Pilotprojekt.
In einem weiteren Schritt soll die Zusammenlegung der späteren Beratungsstellen für Nord-, Mitte- und Südkreis mit den jeweiligen Servicestellen für Menschen mit Behinderungen mit eingebunden werden. In Lünen ist diese derzeit – ebenso wie der Pflegestützpunkt – bei der Bundesknappschaft angesiedelt.
Angestrebt wird mittelfristig auch eine gemeinsame Trägerschaft – diese aber nicht zwingend. Derzeit wird sie laut Beschlussvorschlag als verfrüht angesehen.
Bereits jetzt räumlich zusammengeführt werden die Wohn- und Plfegeberatung im Mittelkreis. Sie werden im neuen Ärztehaus direkt am städtischen Hellmig-Krankenhaus zu finden sein – allerdings als Kooperation der bestehenden Träger.
Zurückgezogen wurde bei der Beratung des Themas im Kreistag der ursprüngliche Beschlussvorschlag des Landrats Michael Makiolla. Dieser ähnelte inhaltlich dem der CDU zwar stark, ging jedoch zum Beispiel nicht auf die Servicestellen für Behinderte ein und strebte eine Kreisträgerschaft für die zusammengeführten Beratungsangebote an. Ferner war im CDU-Antrag das Festhalten an den drei Beratungsstandorten Nord-, Mitte- und Südkreis deutlicher formuliert.
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