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Vortragskünstler imponierte mit Heinrich Heine

23.11.2011 | 14:39 Uhr
Vortragskünstler imponierte mit Heinrich Heine

Lünen.   Das unermüdliche Bemühen der einzigen Inhaber geführten Buchhandlung Lünens, mit Lesungen Atmosphäre für kulturelles Erleben zu schaffen, ist am Dienstagabend um einen weiteren unterhaltsamen Abend bereichert worden. Heidi Vakilzadeh, Chefin der Lippe-Buchhandlung, hatte mit „Heinrich Heine: Deutschland, ein Wintermärchen“ einen Treffer gelandet.

Das unermüdliche Bemühen der einzigen Inhaber geführten Buchhandlung Lünens, mit Lesungen Atmosphäre für kulturelles Erleben zu schaffen, ist am Dienstagabend um einen weiteren unterhaltsamen Abend bei Tee und Plätzchen bereichert worden.

60 Literaturfreunde lauschten der Lesung

Heidi Vakilzadeh, Chefin der Lippe-Buchhandlung, hatte mit „Heinrich Heine: Deutschland, ein Wintermärchen“ einen Treffer gelandet.

Die Stuhlreihen, aufgestellt inmitten der Bücherregale, waren vollbesetzt. Etwa 60 Literaturfreunde, viele gehörten schon zur quasi Fangemeinde von Alexander Finkel, der bereits zum dritten Mal seit 2002 hier gastierte und begeisterte, hatten sich erwartungsfroh eingefunden.

Plaudernd, deklamierend, erzählend – auf Wunsch der Gastgeberin von sich und programmatisch über Heinrich Heine – inszenierte der Vortragskünstler den deutschen Dichter und sein berühmtes Wintermärchen. Seine Stimme, sein Gesicht und seine Hände waren die einzigen Requisiten. Er spielte den Text mit verteilten Rollen, mal Frau, mal Mann, mal jung, mal alt, mal charmant, mal tatterig; er intonierte sächsisch, hamburgisch, kölsch, gelegentlich unsymphatisch, auch unwiderstehlich, zeitweise das R rollend und wie ein Nussknacker blickend. Zwischendurch gab der studierte Elektro-Ingenieur, der seit 20 Jahren als literarischer Alleinunterhalter unterwegs ist, ein Witzchen zum Besten und betonte, dass das ja nun kein akademischer Abend sei.

Animiert, mal wieder Heine hervorzuholen

Nein, das war es nicht, aber so mancher Gast fühlte sich animiert, einmal wieder Heinrich Heine aus dem Bücherschrank zu holen... genau das ist Alexander Finkels Intention bei seinen Auftritten, die sich mit den Interessen der Buchhändlerin deckt.

Nach zwei Stunden gab es viel Applaus und das gegenseitige Versprechen auf ein Wiedersehen.

Barbara Höpping

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