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Gahmener Straße

Vorgeschmack auf Sperrzeiten

21.02.2012 | 15:49 Uhr
Vorgeschmack auf Sperrzeiten

Gahmen.Nicht erst in der Bauphase, schon jetzt bekommen Verkehrsteilnehmer die Einschränkungen im Zuge des Kanalausbaus zwischen Stadthafen und Bebelstraße zu spüren. Wegen der notwendigen Baugrund-Untersuchungen für die neue Brücke muss Kanalbrücke an der Gahmener Straße von Montag, 27. Februar, bis zum 9. März halbseitig gesperrt werden.

Betroffen ist die Fahrspur Richtung Innenstadt. Der Verkehr wird für die Dauer der Sperrung durch eine Baustellenampel geregelt.

In gut zehn Monate, voraussichtlich Anfang 2013, werden die beiden Brücken an der Gahmener Straße und Bergstraße durch größere und längere ersetzt. Anderthalb Jahre Bauzeit sind dafür veranschlagt. Die neuen Brücken werden parallel zu den alten gebaut.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) als Baulastträger rechnet mit mehrwöchigen Sperrungen an beiden Kanalübergängen. Die Fertigstellung der neuen Brücken ist Voraussetzung für die eigentliche Verbreiterung des Kanals zwischen Stadthafen und Bebelstraße auf im Schnitt 55 Meter. Es handelt sich dabei um die Beseitung des letzten Nadelöhr. Nach Freigabe ist der Datteln-Hamm-Kanal durchgehend bis Hamm in Zwei-Richtungs-Verkehr befahrbar.

Einen kleinen Vorgeschmack auf kommende Einschränkungen bekommen die Kraftfahrer schon jetzt. Die Sperrung ist nötig, weil eine von WSA beauftragte Firma mit Großgerät anrücken wird, um den Untergrund auf seine Standfestigkeit zu sondieren. Die neuen Widerlager auf beiden Seiten sind jeweils 1250 Tonnen schwer. Überbau und Verkehrslast summieren sich noch einmal auf zusammen 810 bis 1700 Tonnen.

Mit der Baugrund-Untersuchung soll festgestellt werden, wieviele Gründungspfähle in den Boden zu rammen sind, um das alles tragen zu können. Gebohrt wird bis zu einer Tiefe von 20 Metern. Die Bodensondierung an der Bergstraßenbrücke ist bereits erfolgt.

WSA lässt auch den Untergrund der Straßen untersuchen. Bohrungen sollen ausschließen, dass darunter alte teerhaltige Fahrbahndecken liegen. Die müssten dann bei der Neuverlegung der Brückenzufahrten gesondert entsorgt werden. Das Ergebnis des mit der Analyse beauftragten Hamburger Labors steht noch aus.

Andreas Gruber

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