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B 54-Ausbau

Vorentwurf ist fertig

15.04.2011 | 18:31 Uhr
Vorentwurf ist fertig

Lünen. Einen wichtigen Schritt vorangekommen sind die Planungen für den vierspurigen Ausbau der B54 (Dortmunder Straße). Die Regionalniederlassung Hagen des Landesbetriebes Straßen.NRW hat diese Woche – nach neun Jahren Bearbeitungszeit – endlich die Vorentwurfsplanung abschließen können. Das OK der Zentrale in Gelsenkirchen gilt als Formsache. Dem Planfeststellungsverfahren steht damit nichts mehr im Weg.

Mittwoch gingen die Unterlagen nach Gelsenkirchen. Dort kommt nun der endgültige Stempel drauf. Danach wechselt das Projekt zu Straßen.NRW in Bochum. Die Niederlassung Ruhr wird das Planfeststellungsverfahren in den nächsten Monaten vorbereiten und dann einleiten.

Projektleiter Thomas Schittkowski in Hagen geht von einem unproblematischen Verfahren aus – weil die Anforderungen an den Vorentwurf sehr hoch gewesen seien. Das habe zu der langen Planungszeit beigetragen, werde sich aber nun im Fortlauf des Verfahrens auszahlen.

Vier Jahre habe man beispielsweise allein für die Frage verwendet, wohin das Straßenoberflächengewässer in Höhe der B 236n abgeführt wird. Bei der Standortsuche für das dafür erforderliche Regenrückhaltebecken waren Untere Wasserbehörde, Untere Landschaftsbehörde und Landschaftsbeirat eingebunden. Immer wieder habe es Einwände, Prüfaufträge, Verbesserungsvorschläge und wieder Einwände gegeben. Die erste Begehung dafür war 2006. Einig wurde man sich im Herbst 2010.

In den letzten Monaten hatten sich Thomas Schittkowski und sein Team noch einmal ausführlich mit der verkehrlichen Sicherheit zu befassen – was eigentlich erst in der Ausführungsplanung üblich ist. Die Zentrale in Gelsenkirchen legte Wert auf eine möglichst frühe Klärung. Auf der Ausbaustrecke entlang der B 54 liegen mehrere verkehrsstarke Kreuzungen hintereinander.

Beim folgenden Planfeststellungsverfahren gehen die Experten von anderthalb bis zwei Jahren aus. Angesichts der intensiven Vorplanung, hält Projektleiter Schittkowski auch ein Jahr für möglich. Da aber bei der Öffentlichen Auslegung immer mit Fragen zu rechnen sei, sei das nur eine theoretische Annahme.

Den Beginn des Planfeststellungsverfahren erwartet er Anfang 2012. Ab 2014 wäre damit die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe möglich. Auch das wird noch einmal ein Jahr dauern. Mit dem Ausbau könnte somit frühestens im Frühjahr 2015 begonnen werden. Bei einer Bauzeit von zwei Jahren geht Schittkowski nicht von einer Freigabe vor 2017 aus.

Andreas Gruber

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