Vom gelben Wagen zum Radfahrbezirk
20.06.2007 | 09:14 Uhr 2007-06-20T09:14:02+0200Alstedde. (kes) Früher kam der gelbe Wagen von der Ackerstraße zum Steinkreuz, parkte hier und da, der Zusteller flitzte gegen 9.30 Uhr zu den Häusern und verschwand an der Landwehr, heute radelt der Zusteller aus der Landwehr um die Ecke - gegen 13.30 Uh
Die frühe Postzustellung ist futsch, der gelbe Wagen kommt noch immer, fährt aber durch. Die Straße Am Steinkreuz von der Ackerstraße bis zur Landwehr ist ein Radfahrbezirk geworden. "Wir bemessen einmal im Jahr die Zustellbezirke und gleichen die Arbeit an, damit nicht der eine Zusteller um 13 Uhr und der andere erst um 15 Uhr fertig ist", sagt Postsprecher Rainer Erzner.
So sei es am 12. Juni in Alstedde geschehen. Er habe Verständnis dafür, dass die Postempfänger nicht glücklich seien über die späte Zustellung. Drei Stunden seien gravierend. Oft mache ein Neuzuschnitt nur eine Stunde aus und würde gar nicht bemerkt. Aber der Zusteller müsse ja irgendwo anfangen und enden, sagte Erzner. Das Steinkreuz ist jetzt die letzte Straße im Bezirk des radelnden Rainer Stich. Dafür hat er einen Teil der Borker Straße, die Paul-Böke-Straße und Teile von Im Ort und Florianstraße abgegeben. Der Autozusteller fährt auch von der Ackerstraße in den Schäferweg, wendet dort und setzt die Zustellung erst im oberen Teil der Landwehr fort und bedient dann weitere ländliche Randbezirke bis nach Wethmar. Die Zusteller seien auch nicht immer glücklich, wenn sie lieb gewonnene Bezirke verlieren würden, meint der Postsprecher. Es könne aber durchaus passieren, dass das Steinkreuz bei der nächsten Bemessung und Neuzuschneidung wieder in den Autobezirk zurückkomme. Wer eine besonders frühe Zustellung benötige, könne sich ein Postfach zulegen, müsse dann aber dahin fahren.
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