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Geplante Neuordnung

Vier Priester müssen gehen

12.02.2012 | 15:16 Uhr
Vier Priester müssen gehen

Lünen.Die Priester Ralf-Hubert Bronstert, Bernhard Dlugosch, Heinrich Stangorra und Marc Stücker werden Lünen verlassen. Grund dafür ist die geplante Neuordnung der Pastoralverbände Lünen-Mitte-Brambauer und Lünen-Südost.

Alle sieben Kirchengemeinden sollen ab dem Frühjahr 2013 zu einem pastoralen Raum zusammengeschlossen werden, um eine mögliche Fusion vorzubereiten. Das Erzbistum ist dabei der Auffassung, dass dies nur durch einen „Austausch des geistlichen Personals möglich ist“.

„Austausch geistlichen Personals“ umstritten

Mit Betroffenheit, Unverständnis und auch mit Enttäuschung hätten viele Gemeindemitglieder auf diese Entscheidung reagiert, erklärten Ralf-Hubert Bronstert und Marc Stücker. Auch die Priester selbst könnten die Argumentation des Erzbistum nicht teilen, „auch wenn sie aus einer anderen Sicht betrachtet, nachvollziehbar ist“. Alle Betroffenen müssten sich dennoch auf die neue Situation einstellen, so Stücker.

In einem Schreiben vom erzbischöflichen Personalreferenten heißt es in diesem Zusammenhang: „In den letzten Jahren haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es vor allem für die verbleibenden Priester in einem neuen pastoralen Raum ausgesprochen schwierig ist, sich von der bisherigen Rolle als Pfarrer im Pastoralverbund auf die neue Aufgabe im pastoralen Raum einzustellen.“ Außerdem sei es für die Gemeindemitglieder schwer vermittelbar, dass ihr bisheriger Pfarrer, bzw. Pastor nicht mehr in bisheriger Weise für sie zuständig sei.

Das Gegenbeispiel dafür lieferte Ralf-Hubert Bronstert. Er begann vor zwölf Jahren in Brambauer als Administrator für Brambauer, dann kam die zweite Gemeinde in Brambauer dazu, später die beiden in der Stadtmitte.

Doch die Entscheidung sei gefallen, so Bronstert. Und er hoffe, dass die Gemeinde ihren Weg gehen werde: ab dem Frühjahr 2013 als Mitglied eines sieben Gemeinden umfassenden pastoralen Raumes, mit insgesamt drei Priestern und drei Gemeindereferenten, die Leitung wird zukünftig in Pfarrheim Herz Jesu Mitte leben.

Die derzeit mit einer vollen Stelle tätigen Gemeindereferenten Jutta Evermann und Stephan Wilhelm bleiben wie der gerade in sein Amt eingeführte Pastor Norbert Hagemeister in Lünen. Alle anderen Stellen werden wohl neu vergeben, also zwei Priesterstellen und eine für einen Gemeindereferenten, ist sich Stücker sicher. Es sei noch nicht sicher, ob nicht vielleicht doch noch eine zusätzliche halbe Priesterstelle dazu komme. Wann Stücker Lünen verlassen muss und vor allem auch wohin, das sei noch nicht entschieden, gleiches gilt für alle anderen. Stücker habe einen Fünfjahresvertrag, ein Wechsel komme nicht überraschend. Die drei anderen Priester seien jedoch alles andere als vorbereitet gewesen. Sie rechnen damit, frühestens im Sommer zu erfahren, wohin die eigene berufliche Reise geht. Stücker glaubt aber, dass die Gemeinde trotz des starken Einschnittes nicht schwarzsehen müsse. Auch wenn sie sich in Zukunft personell nicht mehr so stark aufstelle. Statt 8,5 gibt es wohl nur noch 6 bis 7 Stellen.

Den personellen Verlust aufzufangen, werde schwer. „Es müssen dann Schwerpunkte in der Arbeit gesetzt werden.“ Stücker ist sich sicher, dass diese Entscheidung von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen gemeinsam getroffen werde. „In der Phase des Übergangs wird es Über- oder Unterbesetzungen geben, Zwischenlösungen bei der Verwaltung und den Gottesdiensten geben.“ Es sei aber auch eine Möglichkeit, sich neu aufzustellen.

Neues Seelsorgerteam startet frühestens 2013

Das neue Seelsorgerteam wird dann gemeinsam frühestens ab Frühjahr 2013, spätestens 2014, starten und an einer sogenannten pastoralen Vereinbarung arbeiten, um eine mögliche Kirchenfusion der Pastoralverbände vorzubereiten. Wie diese aussehen wird, oder wann sie geschieht, das sei noch nicht klar. Eine Idee sei es, so Bronstert, die Gemeinden in Brambauer, die beiden in der Stadtmitte und die drei im Südosten zusammenzubringen.

Carmen Thomaschewski

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