„Viele halten zivile Aufbauhilfe für wirksamer“
11.10.2010 | 11:56 Uhr 2010-10-11T11:56:00+0200
Lünen.84 Prozent der vom Friedenskreis Lünen befragten 517 Menschen halten den Konflikt in Afghanistan für militärisch nicht lösbar. Die Umfrage wurde am Samstag in der Lüner Innenstadt durchgeführt.
Wie Walter Brehm vom Friedenskreis erklärte, seien dies 7,5 Prozent mehr als bei der Umfrage vor zwei Jahren. Unter den Befragten am Samstag seien Bundeswehrsoldaten dabeigewesen, die selbst schon mal in Afghanistan eingesetzt worden waren.
Der Friedenskreis fragte auch danach, ob Deutschland seinen Militäreinsatz fortsetzen solle. 81 Prozent der Befragten hätten mit Nein, elf Prozent mit „weiß nicht“ und acht Prozent mit Ja gestimmt. Unter den Befürwortern seien viele gewesen, so Walter Brehm, die zivile Formen der Aufbauhilfe für wirksamer halten würden.
Die Mitglieder des Lüner Friedenskreises schließen aus den Ergebnissen ihrer jüngsten Umfrage, „dass das Vertrauen in nicht-militärische Formen der Friedensarbeit, wie sie die frühere Bischöfin Margot Käßmann gefordert hat, weiter gewachsen ist.“ Der Friedenskreis sieht dadurch auch die Aussage der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth bestätigt, wonach „der Friedenswille unter den Menschen unseres Volkes stärker ist als unter den politischen Entscheidern“.
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