Umbau hinter den Kulissen, aber die Leistung bleibt gleich
12.12.2008 | 20:00 Uhr 2008-12-12T20:00:37+0100Lünen. (floh/wf) Rettungshubschrauber "Christoph 8" startet unter veränderten Voraussetzungen ins neue Jahr. Der Luftrettungs-Kooperationsvertrag zwischen ADAC und DRK läuft zum 31. Dezember aus. ...
... Trotz Umbau hinter den Kulissen bleibt die Leistung dieselbe. "Am Angebot ändert sich nichts", sagte Friedrich Rehkopf, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung mit Sitz in München, gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings sei man sich mit dem DRK Lünen nicht über eine Fortführung der Zusammenarbeit einig geworden. Nach diesem Modell stellte das DRK 36 Jahre lang die Rettungsassistenten für den am St. Marien-Hospital stationierten Hubschrauber zur Verfügung. Der wiederum war eine Maschine des NRW-Innenministeriums, gesteuert von Piloten des Bundesgrenzschutzes. Koordiniert wurde dieser Verbund vom Kreis Unna, der 2007 die Luftrettung aber an den ADAC übertrug.
"Wir stellten weiterhin die Rettungsassistenten. Die Kosten dafür wollten wir selbstverständlich erstattet haben", erklärt DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhard Knüpp. DRK und ADAC seien aber auf unterschiedliche Ergebnisse bei der Berechnung der Stundenkontigente gekommen, die die gelben Engel beim Roten Kreuz einkaufen müssten. Knüpp: "Da haben wir vor ein paar Wochen gesehen: Das klappt nicht mehr."
Der Kostendruck im Gesundheitswesen macht es laut Rehkopf für den ADAC unumgänglich, Geld einzusparen. Nun übernimmt der Club zum 1. Januar aus dem Pool der acht DRK-Rettungsassistenten, die bisher neben ihren Aufgaben in der Bodenrettung auch für Christoph 8 im Einsatz waren, zwei als eigene Kräfte, die sogar etwas besser verdienen sollen als bisher.
Gestern wurde anlässlich eines Besuchs von Landrat Michael Makiolla mitgeteilt, dass Christoph 8 in 2008 1 152 Einsätze geflogen habe. In 2007 waren es 1 050.
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