Heinrich-Bußmann-Schule
Ulrike Kleber will ihren eigenen Weg gehen
19.03.2010 | 18:57 Uhr 2010-03-19T18:57:00+0100
Lünen. Es sind große Fußstapfen, die der ehemalige Schulrektor Jürgen Ortlepp an der Heinrich-Bußmann-Schule hinterlässt. Fußstapfen, in die Ulrike Kleber, die neue Rektorin, gar nicht treten möchte. Sie will ihren eigenen Weg gehen. Seit gestern geht sie ihn nun auch offiziell.
„Mein Wunsch ist es, unseren Schülern Perspektiven für eine positive Lebensplanung zu bieten und eine Heimat zu geben”, sagte Kleber bei ihrer feierlichen Amtseinführung in der Aula der Bußmann-Schule. Zudem ärgere sie der negative Tenor, der in den Medien über Hauptschulen verbreitet wird. Dagegen gelte es zu arbeiten. Auch Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, der Kleber zuvor herzlich gratuliert hatte, bekam eine klare Ansage. „Ich werde in Sachen Finanzen genauso wenig locker lassen, wie Herr Ortlepp”, sagte die neue Rektorin, betonte aber gleichzeitig, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt bisher immer gut geklappt habe.
Jürgen Ortlepp übergibt Schlüssel
Kleber hatte bereits vor einigen Jahren als Lehrerin an der Bußmann-Schule gearbeitet. Schon damals hätte sie mit Jürgen Ortlepp gescherzt, dass sie irgendwann seine Nachfolgerin wird. Ihr „Ziehvater” übergab ihr gestern ohne Bedenken den Schulschlüssel: „Mit ihm brauchst du die Herzen der Schüler nicht zu öffnen, das hast du schon getan. Um die Herzen der Kollegen zu öffnen, braucht es mehr als ein paar Wochen. Aber auch das wird dir gelingen”, sagte er.
Nachdem sie als Konrektorin an einer Hauptschule in Kamen gearbeitet hat, ist Kleber nun also zurück an „ihrer Schule”. Ein Traum sei für sie damit in Erfüllung gegangen.
Klare Vorstellungen
Trotzdem habe die zweifache Mutter überlegen müssen, ob sie die Stelle wirklich annehme, da sie sich nicht sicher war, ob sie Jürgen Ortlepp als Nachfolgerin gerecht werden kann. Dass sie schließlich die Herausforderung angenommen habe, liege daran, dass ihr Herz an dieser etwas anderen Schule liege und sie konkrete Vorstellungen mitbringe. Kleber wünscht sich unter anderem kleinere Klassen und mehr Sozialpädagogen an ihrer Schule. Sie wolle eben eigene Spuren hinterlassen: „Ich kann nicht anders!”
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