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Projekt Lampenfieber

Theater für Schüler – mit Löwen Sprache stärken

04.06.2012 | 15:19 Uhr
Theater für Schüler – mit Löwen Sprache stärken

Lünen. Ein Löwe spielt die Hauptrolle im Theaterprojekt Lampenfieber, das die kreativen, sozialern und sprachlichen Kompetenzen von Grundschulkindern fördern soll. Organisiert wird das Angebot vom Caritasverband der Diözese Münster an vier Standorten – neben Lünen auch in Borken, Warendorf und Kleve.

Gruppen von 30 Kindern im Alter von 7 bis 9 Jahren werden dabei ein Jahr lang begleitet und sprachlich gefördert. Dies sei für viele Menschen mit Migrationshintergrund wichtig, erklärte Margret Banken-Konrad vom Caritasverband Lünen am Samstag in einem Pressegespräch. „Schließlich ist Sprache das Medium der Bildung.“ Sie ist Leiterin von drei Offenen Ganztagsschulen in Lünen und begleitet an zweien, der Leo- und der Osterfeldschule, das Theaterprojekt. Auch das Jugendamt der Stadt ist daran beteiligt. „Die Kinder sollen lernen, in andere Rollen zu schlüpfen, Texte zu lernen und auf der Bühne zu stehen“, erläuterte Margret Banken-Konrad das Konzept.

Theaterpädagogen als Betreuer

Die Arbeit an dem Theaterstück soll für Leo- und Osterfeldschüler in den Sommerferien stattfinden. Vom 30. Juli bis 10. August trainieren die Kinder jeden Vormittag, um am Ende das Stück vor Eltern, Freunden und Verwandten aufzuführen. Unterstützt werden die Nachwuchsmimen von Mitarbeitern des Theaterpädagogischen Zentrums Münster (TPZ), die jetzt den „Fahrplan“ für die Ferien vorstellten.

Bedeutung von Sprache

Grundlage für das Theaterstück wird die „Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ sein, die den Kindern auf spielerische Weise die Bedeutung von Sprache und der Fähigkeit, schreiben und sich ausdrücken zu können, näherbringen soll.

Neben dem TPZ werden auch Studenten aus dem Fachbereiche Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen dabei sein und die Kinder im Umgang mit Sprache trainieren. Im Anschluss an das Theaterprojekt sollen die Studenten zusammen mit zwei Professorinnen für ein Jahr die Gruppe übernehmen und die Sprachförderung aktiv fördern. Nähere Informationen zu dieser Arbeit gibt es am 13. Juni im zweiten Teil der Vorbereitungsveranstaltung.

Insgesamt hat das Projekt Lampenfieber eine Laufzeit von drei Jahren. In dieser Zeit sollen jährliche neue Schülergruppen die Möglichkeit erhalten, Theater zu spielen und damit ihre sprachliche Entwicklung voranzutreiben. Zwischendurch werden mit den Kindern Tests durchgeführt, an denen Fortschritte gemessen werden.

Erfolg in Bremen

Im ersten Jahr stecke man noch in den Kinderschuhen, das Ziel solle es aber sein, von Jahr zu Jahr besser zu werden und am Ende eigenständig das Projekt durchzuführen, so Banken-Konrad. Ein ähnliches Projekt in Bremen habe Vorbildfunktion: In gerade mal drei Wochen machten die Kinder laut Banken-Conrad dort einen Lernfortschritt von einem ganzen Schuljahr. Mit dem Projekt über ein ganzes Jahr erhoffen sich die hiesigen Organisatoren einen noch größeren Erfolg.

Lena Langenkämper



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