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Vandalismus

Tatort Friedhof

08.02.2010 | 19:00 Uhr

Lünen-Süd. Immer wieder sind Friedhöfe Ziel von Vandalen, Schmierfinken, Dieben und Einbrechern. Auch der Kommunalfriedhof an der Sedanstraße.

Die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL), die für die Pflege und Unterhaltung der Grünflächen zuständig sind und dafür dort ihre Gerätschaften lagern, haben inzwischen reagiert.

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Lünens Friedhöfe sind immer häufiger Ziel mutwilliger Zerstörung. Waren Sie schon mal von Vandalismus betroffen?

 

Nachdem WBL selbst bereits mehrfach Opfer von Einbrüchen und Diebstählen wurde, wurden die Räume jetzt abgesichert. Die Fenster sind von innen vergittert, das Gitter kompakt verankert. Das verhindert zwar nicht das Einschmeißen der Fenster, erschwert aber den Einstieg und das „Ausräumen”.

Vorarbeiterin der WBL-Kolonne auf dem Kommunalfriedhof Lünen-Süd ist Michaela Wiesjahn. Sie kann sich noch gut an den letzten Vorfall erinnern, irgendwann im November. Damals war nichts weggekommen, ausnahmsweise mal nicht, aber reichlich zu Bruch gegangen. Unbekannte hatten in der Friedhofstoilette erst das Waschbeckern aus der Wand gerissen, dann das Pissoir komplett zerschlagen, die Scheibe an der Aushangtafel zerdeppert und noch zwei große Blumenkübel umgeschmissen und zerstört.

In der Vergangenheit kam es auch immer wieder vor, dass Unbekannte in die Räume einstiegen, wo die Wirtschaftsbetriebe ihre schwere Gerätschaften deponieren. Die Diebe ließen mehrere Male schon Rücken- und Hand-Gebläse oder Motorsägen mitgehen. Wiesjahn sprach von drei- bis vier Einbrüchen im Jahr. WBL sei großer Schaden entstanden. Sie hofft, dass sich das mit den Gittern an den Fenstern erledigt hat.

Wohl nicht verhindern lassen sich Vandalismus und Diebstähle auf den Friedhofswegen und Gräbern. Außer dem altbekannten Blumenklau wird immer öfter der Grableuchten-Diebstahl beklagt. Thomas Herkert von der Abteilung Stadtgrün will gar Tendenzen erkannt haben. „Wenn der Metallpreis nach oben geht, ist es besonders schlimm.”

Friedhöfe locken nicht nur Diebe an, sondern sind auch ein beliebter Treffpunkt. Wiesjahn und Herkert berichten von Cliquen und von Trinkgelagen. Fläschchen und Flaschen würden sie häufig achtlos ins Umfeld schmeißen.

Das fälllt für Thomas Herkert genauso unter Vandalismus wie das Verhalten von Hundehaltern, die ihren Vierbeinern das Geschäftchen-machen auf dem Friedhof erlauben - weil die WBL-Kolonnen es wegmachen müssen und weil es Kosten verursacht, die letzenendes alle zahlen. Wer erwischt wird, werde auf jeden Fall angezeigt, sagt Herkert.

Andreas Gruber

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